Wildtiere
Immer mehr Wildunfälle in Südtirol: Wo und wann es am häufigsten kracht
Alle acht Stunden ereignet sich in Südtirol ein Wildunfall – allein 2025 waren es 1171, das ist eine Steigerung von etwa 18 Prozent gegenüber 2024. Wann und wo es am häufigsten kracht und mit welchen Wildtieren Zusammenstöße besonders stark zugenommen haben, haben uns Jagdverbands-Direktor Benedikt Terzer, Günther Pörnbacher, Leiter des Forstinspektorats Welsberg und Jagdaufseher Hermann Holzner erklärt.
Luchs in Südtirol: Exemplar tappt in Fotofalle in Pfalzen
Das seit Februar laufende systematische landesweite Fotofallen-Monitoring mit über 200 Wildtierkameras liefert bereits jetzt wertvolle Daten über das Vorkommen und die Verbreitung verschiedenster Wildarten. Bereits im vergangenen Jahr dokumentierten Wildtierkameras am Brenner und im oberen Vinschgau einzelne Luchse. Anfang März gelang nun auch im Pustertal im Gemeindegebiet von Pfalzen eine klare fotografische Bestätigung eines Exemplars.
„Wildlife Photographer of the Year“: Ein Südtiroler auf dem Olymp der Fotografiekunst
Naturfotograf Philipp Egger schreibt Geschichte: Der Südtiroler hat am renommiertesten Fotowettbewerb der Welt, den Wildlife Photographer of the Year“ des Natural History Museum in London teilgenommen – und gewonnen.
Val di Sole: Toter Bär im Wald, in dem Andrea Papi getötet wurde
Eine tote Bärin wurde in den Wäldern von Caldes im Val di Sole – dort, wo der 26-jährige Andrea Papi im April 2023 von einer Bärin angegriffen und getötet worden war. Die Forstbehörde des Landes Trentino hat die Untersuchungen zum Tod des Exemplars aufgenommen.
Seit Mitte August abgängig: Känguru „Jecki“ ist endlich gefasst
Das Känguru „Jecki“, das seit Mitte August in Osttirol abgängig war, konnte endlich eingefangen werden: Gestern tauchte das Wallaby gegen 10 Uhr vormittags plötzlich in einem Garten in Debant auf – und lieferte Polizei, Besitzer und freiwilligen Helfern eine dreistündige Verfolgungsjagd.
In Innsbruck ist der Biber los: Fahrradfahrer macht auf umfallende Bäume aufmerksam
Ein Biber hat bei Innsbruck einen Baum so gefällt, dass er quer über einen stark frequentierten Radweg stürzte – ein Vorfall mit Gefahrenpotenzial. Wer ist verantwortlich, wenn Biber Bäume anknabbern und diese auf öffentliche Wege stürzen?
Pkw-Lenker kam mit dem Schrecken davon: Wildtier angefahren und getötet
Erheblicher Sachschaden entstand am Wagen eines Lenkers, der in der Nacht auf heute auf der Brennerstaatsstraße bei Franzensfeste einen Hirsch erfasst hat. Das Tier verendete an der Unfallstelle, der Pkw-Fahrer kam mit dem Schrecken davon.
Diese Jäger und Nager melden sich zurück in Südtirol
Bei Raubtieren denkt man in Südtirol meist an Bär und Wolf, doch in deren Schatten hat sich ein weiterer Jäger zurück ins Land geschlichen: Nach über 150 Jahren wurde der Luchs erstmals wieder in Südtirol nachgewiesen. „Er ist nicht das einzige Wildtier, das ins Land zurückgekehrt ist“, weiß Dominik Trenkwalder vom Amt für Wildtiermanagement.
Goldschakal: Neues Rudel im Trentino
Der Fund eines verendeten jungen Goldschakals hat den Wildtierexperten im Trentino zugleich eine wichtige Erkenntnis geliefert: Im Gebiet von Nago konnte man damit einen weiteren reproduzierenden Familienverband der Art nachweisen. Damit steigt die Zahl der bekannten Rudel im Trentino auf fünf.
Frage an den Moraltheologen: Darf ein Wolf erschossen werden?
Angst in Dörfern, Zorn auf Bauernhöfen: Der Wolf geht um, streift leise um Wohnhäuser, reißt wieder reihenweise Schafe und Ziegen. Was tun? Gewehr oder Geduld? Während vor allem Bauern den Abschuss von Wölfen fordern, pochen Raubtierschützer darauf, dass wir das Zusammenleben mit dem Rückkehrer eben lernen müssen. Der Ordenspriester P. Martin Lintner ist ein anerkannter Moraltheologe und hat sich auf dem Gebiet des ethischen Umgangs mit Tieren in der Fachwelt einen Namen gemacht. Was sagt er zur Streitfrage?
Fatale falsche Tierliebe: Hände weg von Kitz & Co.
Das Frühjahr ist für die Südtiroler Wildtierwelt eine intensive Zeit. Einer wahren Kinderstube gleicht die Natur in diesen Wochen. Rehe, Feldhasen, Rotfüchse – sie alle kümmern sich um ihren Nachwuchs. Oder, so glaubt der Mensch, eben nicht. Jungtiere sind oft allein anzutreffen.
So viele Birk-, Stein- und Schneehühner leben in Südtirol
Mit dem Frühling beginnt nicht nur die Balzzeit vieler alpiner Vogelarten, es beginnen auch die jährlichen Zählungen von Birkhuhn, Schneehuhn und Steinhuhn. Diese Vogelarten sind durch die Europäische Vogelschutzrichtlinie geschützt, die laufende Überprüfung des Erhaltungszustandes dieser Arten ist Pflicht. Hinzu kommt, dass jährlich geprüft werden muss, ob die Bejagung dieser in Südtirol jagdbaren Arten verträglich ist.
Faszination Wildtier-Fotografie: Die Natur vor der Linse
Wildtier-Fotografie als Hobby erfordert Geduld, Kenntnis der Natur und ein gutes Auge für besondere Momente. Ohne den Druck der Professionalität stehen Spaß und Spannung im Vordergrund. Wie das Hobby die Wahrnehmung der Natur verändert, erzählen Thomas Gantioler (53) und seine Ehefrau Anna Maria Obrist (48) aus Garn bei Feldthurns.
Toter Goldschakal in Kematen in Pfitsch – Forstbehörde ermittelt
Der Jagdaufseher hat am 27. Februar den Fund eines toten Goldschakals in Kematen in der Gemeinde Pfitsch an die Landesforstabteilung in Bozen gemeldet. Die Forstbehörde war vor Ort und hat eine fotografische Dokumentation erstellt. Der Goldschakal wurde durch einen Schuss aus einer Feuerwaffe getötet, die Ermittlungen wurden aufgenommen.
Jagdaufseher landet nach Nottötung eines Fuchses vor Gericht
Der Fall schlägt in Jagd-Kreisen hohe Wellen: Ein Jagdaufseher erlöste vor über 3 Jahren einen schwer verletzten Fuchs mit einer Nottötung von seinen Leiden – und landete in der Folge vor Gericht. 2 Frauen hatten die Tötung mit einem Smartphone gefilmt und in den sozialen Netzwerken gestreut, Tierrechtsorganisationen zeigten den Jagdaufseher daraufhin bei der Staatsanwaltschaft an.
Obermais: Gefährliche Situation mit Wärmebildkamera entschärft
Was man nicht weiß, wird trotzdem heiß: Wärmequellen sind nicht immer mit bloßem Auge sichtbar. Um sie zu lokalisieren und sicherzustellen, dass man keine übersehen hat, nutzen Feuerwehren immer öfter Wärmebildkameras. So auch am Sonntag in Obermais, als ein Linienbus anhalten musste und einen Feuerwehreinsatz auslöste.
Grausamer Tod: Die tödliche Falle für Rehe & Co
Seit 2017 sind in Südtirols Jagdrevieren gut 200 Wildtiere, in erster Linie Rehe, in Zäunen verendet. Das, so sagt Benedikt Terzer, Geschäftsführer des Südtiroler Jagdverbandes, „ist aber sicher nur die Spitze des Eisberges, viele Tiere werden nicht aufgefunden oder verenden aufgrund der Verletzung erst später und nicht im Zaun.“



