Winter
Lawinenreport: Tragische Unfallbilanz – auch in Südtirol
Der Euregio-Lawinenreport verzeichnete in der Saison 2025/26 so viele Zugriffe wie nie zuvor – zugleich fiel die Unfallbilanz ungewöhnlich hoch aus. Ein instabiles Schneedeckenfundament und lange Gefahrenphasen prägten einen außergewöhnlichen Winter.
Wintersaison: Top-Zahlen trotz „olympischem Haken“
Noch ist die Skisaison 2025/26 nicht zu Ende. Aber bei den beiden großen Skiverbunden des Landes zeigt man sich höchst zufrieden. Während „Dolomiti Superski“ trotz eines großen Störfaktors auf ähnliche Zahlen wie 2024/25 kommen wird, fährt die „Ortler Skiarena“ einen neuen Saisonkartenrekord ein.
Bilanz der Wintersaison: 250 Einsätze auf und abseits der Pisten
Mit dem Abschluss der Wintersaison 2025–2026 zieht die Berg- und Höhlenrettung Südtirol (CNSAS) eine Bilanz der durchgeführten Rettungseinsätze auf den Skipisten und im alpinen Gelände. Im Verlauf des vergangenen Winters wurden über 250 Pistenrettungseinsätze durchgeführt, die in enger Zusammenarbeit mit den weiteren im Gebiet tätigen Einsatzkräften erfolgten, darunter Carabinieri, Weißes Kreuz und Finanzwache.
Das Altschneeproblem: Warum Südtirols Berge derzeit so tückisch sind
Die Bilanz der vergangenen Woche ist bedrückend: Elf Lawinentote im Alpenraum, darunter drei Todesopfer in Südtirol. In Sulden verloren vor einer Woche zwei finnische Freerider ihr Leben unter einer Lawine, nur wenige Tage später konnte der 18-jährige Simon Dosser aus Schenna im Gebiet der Verdinser Plattenspitze nur noch tot aus den Schneemassen geborgen werden. Diese Unglücke zeigen, wie tückisch die Situation abseits der gesicherten Pisten derzeit ist – selbst dort, wo auf den ersten Blick nur wenig Schnee liegt.
Projekt Cairos: Euregio setzt neue Standards für Lawinensicherheit
Mehr Sicherheit vor Lawinen in Tirol, Südtirol und Trentino: Das ist das Ziel des Euregio-Projekts Cairos. Nach zwei Jahren ist das über das Interreg-Programm der EU finanzierte Projekt nun abgeschlossen und wird von den für die Lawinenkommissionen verantwortlichen Institutionen der drei Länder im Regelbetrieb übernommen.
Numerus Clausus auf Skipiste: Madonna di Campiglio zieht positives Fazit
Erstmals hat das Ski-Resort Madonna di Campiglio in der Hochsaison den Zugang zu den Pisten begrenzt. Generaldirektor Bruno Felicetti verteidigt den „Numerus Clausus“ und spricht von weniger Andrang, mehr Sicherheit und höherer Zufriedenheit bei den Gästen.
Winter: Eine „trockene“ Bilanz – So geht es am Wochenende weiter
Das ist mal wahrlich eine „trockene“ Zwischenbilanz: Bislang gab es in diesem Winter kaum Regen oder Schnee. „Es war viel zu trocken“, sagt Landesmeteorologe Dieter Peterlin. Daran wird sich auch in den nächsten Tagen nichts ändern: „Über das Wochenende hinaus gibt es eine Mischung aus Sonne und Wolken“, so Peterlin.
Kiew friert: Der härteste Winter seit Kriegsbeginn
Kurz vor Beginn des fünften Kriegsjahres durchlebt die Ukraine den schwersten Winter seit dem russischen Einmarsch. Wegen der massiven russischen Angriffe mit Drohnen und Raketen auf Energieanlagen haben Hunderttausende weder Strom noch Heizung – und das bei Schneefall, Frost und nächtlichen Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Betroffen sind die Großstädte Charkiw, Dnipro, Krywyj Rih und Odessa. Aktuell ist die Lage jedoch in der Hauptstadt Kiew am schlimmsten.
Kälte: Zwei obdachlose Männer in Wien erfroren
Zwei Männer sind bei der derzeitigen Kältewelle in den vergangenen Tagen in Wien erfroren. Beide wurden von den Streetworkteams der Caritas gefunden. Am Samstag fanden sie einen Obdachlosen in Floridsdorf, er wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er verstarb. Am Sonntag fanden Streetworker einen Mann reglos in einem Park in Favoriten, die Rettung konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.
Der größte See Mitteleuropas ist zugefroren
Der Plattensee/Balaton in Ungarn ist 79 Kilometer lang hat eine Fläche von knapp 600 Quadratkilometern und ist der größte See Mitteleuropas. Zum Vergleich: Der Gardasee hat eine Fläche von knapp 370 Quadratkilometern. Nun bietet sich den Ungarn ein seltener Anblick: Der Plattensee ist erstmals seit mehreren Jahren wieder teilweise zugefroren.
Obdachlos in Bozen: „Gefährlich ist es nicht nur wegen der Kälte“
Der Winter ist endgültig angekommen, Temperaturen im Minusbereich sind an der Tagesordnung. Am Freitag fiel auch ein wenig Schnee. Schätzungen zufolge schlafen derzeit in Bozen etwa 100 Menschen im Freien. Wir haben uns bei einigen Obdachlosen vor dem Nachtquartier Ex-Alimarket umgehört. Dort dürfen sie sich tagsüber aufhalten.
Eislaufvergnügen auf dem Kalterersee
Wintervergnügen am Kalterersee: Bei strahlendem Winterwetter drehten am Samstag zahlreiche Eisläufer ihre Runden auf dem zugefrorenen See und genossen die besondere Atmosphäre zwischen Eis, Sonne und winterlicher Landschaft. Aber Achtung: Schauen Sie immer, wie dick die Eisdecke ist und seien Sie vorsichtig. Sie laufen auf eigene Gefahr.
Skitourengeher in der „Helmpflicht-Falle“
Mit der heurigen Wintersaison gilt in Südtirol die Helmpflicht in Skigebieten – auch für Skitourengeher, wenn sie auf präparierten Pisten unterwegs sind. Weil die Durchführungsbestimmungen jedoch fehlen, gibt es viele Unklarheiten – aber bereits erste Geldstrafen.
Kältewelle in Südtirol hält an – Schnee am Meer
Das aktuelle Mittelmeertief bringt Südtirol Kälte und Wolken: Am Wilden Freiger auf 3400 Meter Höhe wurden in der vergangenen Nacht minus 25 Grad gemessen. Nur Schnee ist nur wenig oder gar keiner in Aussicht. Schneefall gibt es hingegen am Meer, etwa in Rimini. Ab dem morgigen Donnerstag gibt es dann ein paar kleine Schneefronten im Norden des Landes, für den Großteil Südtirols ist dagegen auch weiterhin kein Schnee in Sicht.
Teils chaotische Verhältnisse: Winter hat europäische Länder fest im Griff
Starker Schneefall und eisige Temperaturen haben in etlichen europäischen Ländern für chaotische Verhältnisse gesorgt. Am Montag, als viele Menschen aus den Weihnachtsferien in den Alltag starteten, kam es in Polen, Tschechien und den Niederlanden zu zahlreichen Verkehrsstörungen.



