Donnerstag, 9. Juli 2026

ABSTIMMUNG: Sind Sie verheiratet?

In Südtirol haben sich im Jahr 2025 insgesamt 2.253 Paare das Jawort gegeben. Das sind 49 Eheschließungen mehr als im Vorjahr und ein Plus von 2,2 Prozent. Damit lag die Zahl der Hochzeiten laut ASTAT deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen 20 Jahre.

Südtiroler trauen sich: Überdurchschnittlich viele Hochzeiten wurden im vergangenen Jahr verzeichnet. - Foto: © dpa-tmn / Christin Klose

Die Eheschließungsrate betrug 4,2 Hochzeiten je 1.000 Einwohner. Sie lag damit sowohl über dem Vorjahreswert (4,1) als auch über dem italienischen Durchschnitt von 2,9 Hochzeiten je 1.000 Einwohner (2024, letzte verfügbare Daten). Im EU-Vergleich liegt Südtirol ebenfalls über dem Durchschnitt (3,9), allerdings unter dem Wert Österreichs (5,0).

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September bleibt Hochzeitsmonat Nummer eins

Der beliebteste Monat zum Heiraten war September. Insgesamt wurden 357 Eheschließungen registriert. Ebenso viele Hochzeiten fanden im Mai statt, allerdings gab es im September mehr kirchliche Trauungen.

Am wenigsten geheiratet wurde im Winter: 59 Paare gaben sich im Jänner das Jawort, 80 im Februar und 85 im Dezember.

Standesamt schlägt Kirche deutlich

Die überwiegende Mehrheit der Paare entschied sich für eine standesamtliche Trauung. Insgesamt wurden 1.705 zivile und 548 kirchliche Eheschließungen registriert.

Vor allem in den größeren Städten dominieren standesamtliche Hochzeiten. In Bozen wurden 271 standesamtliche und 27 kirchliche Trauungen gezählt, in Meran waren es 133 standesamtliche gegenüber 17 kirchlichen.

Den höchsten Anteil kirchlicher Eheschließungen verzeichneten die Bezirksgemeinschaften Pustertal (31,7 Prozent) und Salten-Schlern (30,6 Prozent). Dennoch überwogen auch dort die standesamtlichen Trauungen.

Jede fünfte Hochzeit ist eine Wiederverheiratung

Im Jahr 2025 wurden 464 Wiederverheiratungen registriert. Das entspricht 20,6 Prozent aller Eheschließungen und liegt leicht über dem Vorjahreswert von 20,3 Prozent.

Am häufigsten heiratete dabei ein geschiedener Mann eine ledige Frau (36,6 Prozent der Wiederverheiratungen). In 30,6 Prozent der Fälle heirateten zwei geschiedene Personen.

Brautpaare werden immer älter

Das durchschnittliche Alter bei der Erstheirat lag bei 38,8 Jahren für Männer und 36,1 Jahren für Frauen. Gegenüber 2006 sind Braut und Bräutigam damit im Schnitt rund vier Jahre älter geworden.

Werden Wiederverheiratungen mitgerechnet, lag das durchschnittliche Heiratsalter bei 41,5 Jahren für Männer und 38,2 Jahren für Frauen.

Jede siebte Ehe ist international

Bei 326 Eheschließungen besaß entweder die Braut oder der Bräutigam eine ausländische Staatsbürgerschaft. Das entspricht 14,5 Prozent aller Hochzeiten.

Dabei heirateten 214 Männer mit italienischer Staatsbürgerschaft eine ausländische Frau, während 112 Frauen mit italienischer Staatsbürgerschaft einen ausländischen Mann ehelichten.

Mehr eingetragene Lebenspartnerschaften

Neben den Eheschließungen wurden 2025 auch 32 Lebenspartnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare eingetragen – zehn mehr als im Vorjahr. Die Zahl verteilt sich gleichmäßig auf 16 Frauen- und 16 Männerpaare.

stol

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