Mittwoch, 2. September 2026

Allianz für Familie fordert Ende des Schulprotests

Nach mehr als einem Schuljahr mit Einschränkungen fordert die Allianz für Familie eine Rückkehr zu Lehrausgängen, Lehrfahrten und externen Bildungsangeboten. Die Anliegen der Lehrpersonen sollen weiterverhandelt werden, die Protestmaßnahmen dürften aber nicht länger zulasten von Kindern und Jugendlichen gehen.

Die Allianz für Familie fordert ein Ende der Proteste. - Foto: © Shutterstock / shutterstock

Nach mehr als einem Schuljahr der Protestmaßnahmen sagt die Allianz für Familie klar: „Viele Anliegen der Lehrpersonen teilen und unterstützen wir. Die Protestform, Lehrausgänge, Lehrfahrten und die Zusammenarbeit mit externen Fachpersonen auszusetzen, muss jetzt jedoch beendet werden. Die berechtigten Forderungen müssen unabhängig davon weiterverhandelt werden. Kinder und Jugendliche dürfen nicht in ein weiteres Schuljahr mit eingeschränkten Bildungsangeboten starten.“

Die Allianz für Familie unterscheidet klar zwischen Inhalt und Methode: Angemessene Entlohnung, Inflationsanpassung, die Vergütung von Lehrfahrten, Versicherungsschutz oder ausreichende Ressourcen für Integration seien berechtigte Anliegen. Sie gehörten auf den Verhandlungstisch und müssten mit Weitsicht in tragfähige vertragliche Regelungen überführt werden.

„Berechtigte Forderungen brauchen Gehör – Protestformen aber auch Verhältnismäßigkeit. Nach mehr als einem Schuljahr ist diese Grenze erreicht. Die fortgesetzte Einschränkung zentraler Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche muss deshalb ein Ende finden“, so die Allianz.

Schule hat sich verändert – Rahmenbedingungen müssen folgen

Lehrausgänge, Lehrfahrten, außerschulische Lernorte und die Zusammenarbeit mit spezialisierten Fachpersonen seien längst wichtige Bestandteile schulischer Bildung. „Externe Angebote sind dabei weit mehr als eine Zugabe. Zum Beispiel bringt das Forum Prävention spezialisiertes Wissen zu Suchtprävention, Essstörungen, Medienkompetenz sowie Gewalt- und Mobbingprävention in die Schulen und stärkt junge Menschen in ihrer psychosozialen Entwicklung. Theaterpädagogische Angebote und weitere Initiativen der Jugendarbeit fördern soziale Kompetenzen, Life Skills und das Miteinander in den Klassen.“

Damit diese Form zeitgemäßer Bildung verlässlich stattfinden könne, brauche es klare arbeitsrechtliche, finanzielle und versicherungstechnische Regelungen. Diese müssten der heutigen Realität von Schule Rechnung tragen und dürften nicht von Schuljahr zu Schuljahr neu zum Konflikt werden.

Weiterverhandeln – Protestform beenden

Die Allianz für Familie erwartet von den zuständigen Verhandlungspartnern, die offenen Fragen ernsthaft und mit der notwendigen Weitsicht weiterzuverhandeln und tragfähige Lösungen zu erarbeiten.

Die Dauer dieser Verhandlungen darf jedoch nicht darüber entscheiden, wie lange Kinder und Jugendliche auf wichtige Bildungsangebote verzichten müssen. Nach mehr als einem Schuljahr muss diese Form des Protests beendet werden.

Zukunftsfähige Bildung braucht den Dialog zwischen Lehrpersonen, Eltern, Fachwelt und Politik. Als Allianz für Familie mit 17 Mitgliedsorganisationen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen sind wir bereit, diesen Dialog aktiv mitzugestalten. Unsere Forderung ist deshalb klar: Weiterverhandeln und nachhaltige Lösungen schaffen – aber Lehrausgänge, Lehrfahrten und die Zusammenarbeit mit externen Fachpersonen und kompetenten außerschulischen Anbietern jetzt wieder ermöglichen.

stol

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