Der Gottesdienst begann vor dem Brixner Dom mit der Segnung der Palmzweige. Zahlreiche Gläubige hatten sich auf dem Domplatz mit Palmbuschen und Ölzweigen versammelt. Nach der Palmweihe zogen die Gläubigen gemeinsam mit dem Bischof in einer Prozession in den Dom ein, als symbolische Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem. In der anschließenden Liturgie wurde bereits die Passion gelesen und damit der Übergang vom umjubelten Empfang Jesu zum Leiden und Sterben Christi deutlich.
Bischof Muser: Friedensweg statt Gewalt
In seiner Predigt deutete Bischof Muser den Einzug Jesu als Zeichen eines Friedensweges, der im Gegensatz zu Gewalt und Machtlogik steht. Jesus komme nicht als mächtiger Herrscher, sondern demütig auf einem Esel und zeichne damit ein Bild von einem Königtum, das auf Gerechtigkeit und Frieden gründet. „Jesus steht nicht für irdische Gewalt, sondern für Gott und für die Macht seiner Liebe“, sagte der Bischof.Angesichts der aktuellen Kriege kritisierte Muser eine aggressivere Sprache und militärische Eskalationen. Christen seien eingeladen, sich am Weg Jesu zu orientieren und diesen Weg durch die Karwoche hindurch mitzugehen.


