Die oberste Priorität, über die sowohl auf technischer Ebene als auch in der Sitzung der Landesregierung am Freitag, 17. Juli, beraten wurde, besteht darin, die Arbeitsplätze alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die täglich im Gerichtsgebäude arbeiten, umzusiedeln, damit die Arbeit des Gerichts weiter gehen kann.
Die Landesabteilung Vermögensverwaltung hat noch am Donnerstagnachmittag eine Bekanntmachung veröffentlicht, über die nach einer Immobilie gesucht wird, in der 150 bis 200 Personen in Büros untergebracht werden können. Die Bekanntmachung ist auf dem auf dem Ausschreibungsportal AOV unter Ausschreibungen, Auftragsvergaben und Marktrecherchen einsehbar.
Befasst hat sich die Landesregierung auch mit der Suche nach einem Ersatzstandort für das Amt für Sprachgruppenzugehörigkeit. Dieses Amt gehört zu den grundlegenden Einrichtungen für das Funktionieren der Südtiroler Dienste. Es müsse dringend ein neuer Standort gefunden werden. Um Wettbewerbe, Ausschreibungen und Verwaltungsverfahren fortsetzen zu können, hat Landeshauptmann Arno Kompatscher am Freitag eine Dringlichkeitsmaßnahme erlassen (siehe eigene Pressemitteilung dazu).
Weiterer Lokalaugenschein
Am späten Freitagvormittag hat sich Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi nochmals mit den Technikern und Feuerwehrleuten ein Bild vom Ort des Einsturzes gemacht.„Nachdem die Angst der ersten Stunden von gestern überwunden ist, gehen die Arbeiten ununterbrochen weiter. Der Bagger wird die Trümmer weiter entfernen. Die Sicherung des Gebäudes bleibt ein zentrales Ziel. Die Decken werden genau überprüft, um das darunterliegende Archiv zu schützen. Gleichzeitig wird alles unternommen, um die Fassade zu sichern“, erklärt Landesrat Bianchi.
Am Wochenende beginnt außerdem die Abdeckung des Gebäudes durch die Berufsfeuerwehr. Dafür wurden bereits Geotextilplanen beschafft. Die Ursache des Einsturzes wird weiterhin untersucht.


