Die Aufzüge an den Bahnhöfen waren in der Vergangenheit immer wieder ein Schwachpunkt und haben bei Ausfällen zu berechtigtem Ärger bei den Fahrgästen geführt. Besonders bei Menschen mit Beeinträchtigung.
„Unsere Anzeige hat nun offenbar dazu beigetragen, dass am Bahnhof Brixen die Aufzüge erneuert werden. Dafür sagen wir Danke. Die Behörde hat hier im Hintergrund gute Arbeit geleistet“, betont Hansjörg Ellemund von der Invalidengruppe Brixen–Sterzing gegenüber STOL.
Jetzt kommt es aber darauf an, dass die neuen Aufzüge auch wirklich für alle Menschen mit Behinderung geeignet sind. Sie müssen groß genug geplant werden, damit auch Menschen mit größeren Rollstühlen problemlos Platz haben. „Wir hoffen, dass hier wirklich an alle gedacht wurde“, betont Ellemund.
Ebenso wichtig ist für uns ein Kundendienst in der Nähe von Brixen. Wenn ein Aufzug einmal ausfällt, muss jemand schnell vor Ort sein können. Für einen Menschen im Rollstuhl ist ein defekter Aufzug kein kleines technisches Problem – er bedeutet, dass man nicht mehr weiterkommt.
Auch beim Thema Toiletten werden wir nicht locker lassen. Wir prüfen derzeit, ob wir in dieser Angelegenheit ebenfalls eine Anzeige machen können. „Jeder Mensch hat das Grundrecht auf eine saubere und behindertengerechte Toilette. Das muss selbstverständlich auch an einem Bahnhof gelten“, sagt Ellemund.
Gerade am Bahnhof Brixen müsse Barrierefreiheit endlich ganzheitlich gedacht werden. Es reiche nicht, neue Aufzüge einzubauen, wenn andere wichtige Einrichtungen für Menschen mit Behinderung weiterhin nicht entsprechend zugänglich oder benutzbar seien, betont Ellemund.
„Wir werden weiterhin genau hinschauen und unsere Stimme erheben. Barrierefreiheit darf nicht nur auf dem Papier stehen – sie muss im Alltag funktionieren“, betont Hansjörg Ellemund.



