Julia E. Beelitz: Bilder sind im Vergleich zu einem Besuch vor Ort ein sehr eindimensionales Erlebnis: Ich kann sie mir anschauen, ihre Ästhetik genießen und sie mit anderen Ansichten vergleichen – aber das ist es dann auch schon. Selbst eine Attraktion zu besuchen, ist dagegen ein umfassendes sinnliches Erlebnis: Ich werde mir vor Ort nicht nur ein eigenes Bild vom Sehenswerten machen können, sondern auch z.B. akustische, gustatorische und taktile Reize erfahren. Damit ergibt sich ein tieferer Eindruck, der sich zudem verstärkt, wenn ich mit den Menschen vor Ort in Kontakt komme; dazu kommt das Gefühl des persönlichen Wachstums, das sich einstellt, wenn ich etwaige Hürden wie die Mühe der Anreise bewältige, um etwas zu erleben. In der Gesamtsicht kann man also sagen: „The real thing“ ist eindrücklicher als der reine Konsum von Bildern.
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