Samstag, 8. November 2025

Kommentar: Alles andere als unfehlbar

„Jetzt dürfte selbst den eingefleischtesten Katholiken im Lande klar sein: Auch innerhalb der Kirche ist nichts und niemand unfehlbar. Im Gegenteil.“ Ein Kommentar von „Dolomiten“-Ressortleiter Michael Eschgfäller.

Michael Eschgfäller: „Tatsache ist und bleibt, dass durch dieses – wenn auch unbeabsichtigte – Missmanagement vorab nur Verlierer zurückbleiben.“ - Foto: © ÖA / jaidermartina

Was in den vergangenen Wochen und Monaten im Fall der erst beschlossenen, dann wieder zurückgenommenen Ernennung von Don Giorgio passiert ist, ist eine Aneinanderreihung von Fehlern.

Das Fazit des Münchner Rechtsanwaltes Ulrich Wastl, der die Entscheidungen zu Don Carli analysiert hat, fällt geradezu vernichtend aus. Er spricht gar von einem „Totalversagen“.

Und was sagt Bischof Ivo Muser dazu? Er gesteht einmal mehr Fehler und Versagen offen ein. Dass weder er noch sonst jemand in der Kurie mit böser Absicht gehandelt hat, davon sollte man als guter Christ ausgehen können.

Tatsache ist und bleibt, dass durch dieses – wenn auch unbeabsichtigte – Missmanagement vorab nur Verlierer zurückbleiben: in erster Linie die Opfer, aber auch die Kirche und nicht zuletzt Don Carli selbst. Aus Fehlern lernt man bekanntlich – hoffentlich auch die Kirche in Südtirol.

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em

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