Mittwoch, 2. September 2026

„Lake America“: Auch Apple folgt Trumps Umbenennung

Nach dem Internetriesen Google hat nun auch Apple den Lake Ontario in seiner Karten-App in „Lake America“ umgetauft und damit eine Vorgabe von US-Präsident Donald Trump übernommen. Wer in den USA auf Apple Karten nach dem Lake Ontario sucht, wird zwar zu dem See an der Grenze zu Kanada geführt – allerdings prangt dort nun der neue Name „Lake America“. Damit folgte der iPhone-Hersteller der umstrittenen Umbenennung, die Trump im Zollkonflikt mit dem Nachbarland verfügt hatte.

Nach dem Internetriesen Google hat nun auch Apple den Lake Ontario in seiner Karten-App in „Lake America“ umgetauft und damit eine Vorgabe von US-Präsident Donald Trump übernommen. - Foto: © APA/AFP/GETTY / IAN WILLMS


Der Wechsel betrifft allerdings nur Apple-Nutzer in den USA, während in Kanada weiterhin der Name Lake Ontario angezeigt wird, wie der kanadische Sender CBC berichtete. Der Lake Ontario ist einer der fünf Großen Seen, von denen vier durch die Grenze zwischen den USA und Kanada geteilt werden.

Trump nutzt Umbenennungen in seiner zweiten Amtszeit häufiger als symbolisches Mittel der Machtdemonstration. Im konkreten Fall richtet sich sein Ärger gegen Kanada, weil die Regierung des Landes im Zollstreit mit den Vereinigten Staaten bisher nicht einlenken will.

Bereits im vergangenen Jahr war Google ähnlich wie jetzt vorgegangen, indem US-Nutzern von Google Maps nach einem Vorstoß Trumps die zuvor als Golf von Mexiko bekannte Meeresbucht fortan als „Golf von Amerika“ angezeigt wurde. Auch Apple folgte der Umbenennung. Golf von Mexiko war zuvor die seit dem 16. Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung.

apa/dpa

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