Ein Großeinsatz der Rettungskräfte lief an, wie die Salzburger Bergrettung in einer Presseaussendung am Samstag bekannt gab. Das zweite Schneebrett im Bereich „Finsterkopf“ im Großarltal gegen 14.00 Uhr hatte insgesamt sieben Alpinisten mit sich gerissen. Einer überstand das Unglück unbeschadet, die anderen beiden kamen mit schweren bzw. leichten Verletzungen davon.
Es standen unter anderem vier Rettungshubschrauber, die Hundestaffel der Bergrettung und des Roten Kreuzes sowie sechs Mitglieder des Kriseninterventionsteams im Einsatz. Über die Identität der Toten war vorerst nichts in Erfahrung zu bringen.
„Trotz klarer und mehrfacher Warnungen kam es heute erneut zu zahlreichen Lawinenabgängen - leider mit tödlichem Ausgang. Diese Tragödie zeigt schmerzhaft, wie ernst die aktuelle Lawinenlage ist“, erklärte der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, Gerhard Kremser, in der Presseaussendung. Seitens der Bergrettung waren bei den Lawinen am heutigen Tag insgesamt 90 Bergretter und sechs Hundeführer im Einsatz.
Gefahrenstufe erhöht
Der Lawinenwarndienst Salzburg stufte die Gefahrenlage für Samstag auf „Gefahrenstufe 3“ von fünf Stufen hoch, was erhebliche Gefahr bedeutet. Schneebrettlawinen können dabei an einigen Stellen durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden und mittlere Größe erreichen. Risse und Setzungsgeräusche beim Betreten der Schneedecke weisen auf die Gefahr hin.Die Gesamtschneehöhe ist vielerorts noch deutlich unterdurchschnittlich. Rücken und Grate sind oftmals komplett abgeblasen, gefährlich ist sogenannter Triebschnee.


