Zusammenfassung
Sorge vor Ausweitung des Iran-Kriegs wächst
Nach einer weiteren Nacht mit gegenseitigen Angriffen zwischen den USA und dem Iran wächst die Sorge vor einem noch umfassenderen Krieg. Washington verlegt US-Medienberichten zufolge weitere Kampfflugzeuge in die Konfliktregion. Um iranische Angriffe auf Handelsschiffe in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormuz zu unterbinden, bombardierte das US-Militär die neunte Nacht in Folge Ziele im Iran. Dieser griff Kuwait und Bahrain an.
Tate-Brüder in den USA festgenommen
Der als frauenverachtender Influencer bekannte Andrew Tate (39) und sein Bruder Tristan (38) sind in den USA festgenommen worden. Die Festnahme erfolgte am Samstag in Miami im Zusammenhang mit Ermittlungen der britischen Polizei wegen einer Reihe mutmaßlicher Sexualdelikte, teilte die Polizei von Bedfordshire in der Nacht mit. Die Brüder sollen kommende Woche vor einem Bundesgericht in Miami erscheinen, berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf Strafverfolgungskreise.
US-Militär startet neue Angriffswelle auf Iran
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die zweite Angriffswelle des Tages gegen den Iran gestartet. Diese habe um 15.00 US-Ostküstenzeit (21.00 Uhr MESZ) begonnen, teilte das für die Region zuständige Kommando des US-Militärs (CENTCOM) auf der Plattform X mit. Die Angriffe richten sich demnach gegen militärische Fähigkeiten des Irans, die dafür genutzt worden seien, Handelsschiffe in der Straße von Hormuz zu bedrohen.
US-Militär: Seeblockade gegen iranische Häfen gestartet
Das US-Militär blockiert erneut iranische Häfen und Küstengebiete. Die Seeblockade sei um 22.00 Uhr MESZ (16.00 Uhr US-Ostküstenzeit) aufgenommen worden, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit. Schiffe werden so daran gehindert, dass sie iranische Häfen oder Küstengebiete ansteuern oder von dort wegfahren können. Das US-Militär flog in der Nacht auch eine neue Angriffswelle auf iranische Ziele.
Nach ukrainischen Angriffen: Stromausfälle in Sewastopol auf der Krim
Nach Angriffen der Ukraine auf die von Russland kontrollierte Halbinsel Krim wird in der Großstadt Sewastopol stundenlang der Strom abgeschaltet. Wie die örtlichen Behörden am Dienstag mitteilten, gibt es vorerst nur noch für zwei Stunden Strom, gefolgt von sechsstündigen Ausfällen.
Weg für Burnham ins britische Premiersamt frei
Der Labour-Abgeordnete Andy Burnham kann im Schnellverfahren neuer britischer Premierminister werden: Nach dem zweiten Tag von Nominierungen aus dem Kreise der Unterhausabgeordneten stehen am Montag 349 der 404 Labour-Mandatare hinter Burnham. Damit ist rein rechnerisch keine Gegenkandidatur mehr möglich, wodurch auch eine Urabstimmung der Labour-Mitglieder entfällt. Burnham dürfte nun bei einem Sonderparteitag am Freitag offiziell als Premiersanwärter designiert werden.
Macron: Multinationale Truppe für Ukraine einsatzbereit
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat überraschend schon für die nächsten Monate gemeinsame Manöver der „Koalition der Willigen“ der Ukraine-Verbündeten in den Nachbarländern des von Russland angegriffenen Landes angekündigt. Die Übungen sollten unter anderem zeigen, „dass wir bereit, entschlossen und glaubwürdig sind - zu Land, in der Luft und zur See“, sagte Macron nach Beratungen der Koalition in Paris.
Zwei Tote und zwei Verletzte bei Flugzeugabsturz in Niederösterreich
Ein voll besetztes viersitziges Kleinflugzeug ist am Sonntag in Gaming in Niederösterreich (Bezirk Scheibbs) abgestürzt. Zwei der Insassen kamen ums Leben. Die beiden anderen Personen wurden schwer verletzt. Sie wurden mit dem Rettungshubschrauber per Seil geborgen und in Spitäler nach Amstetten und Linz geflogen.
Republikanischer US-Senator Lindsey Graham gestorben
Der langjährige republikanische Senator und Trump-Verbündete Lindsey Graham ist tot. Er sei am Samstagabend nach kurzer und schwerer Krankheit gestorben, war auf seinen Profilen auf X und Facebook in einer Mitteilung seines Büros zu lesen. Graham hatte am Donnerstag seinen 71. Geburtstag gefeiert.
USA fordern energisch die Öffnung der Straße von Hormuz
Die USA fordern Berichten zufolge ein Bekenntnis des Iran zu einer freien und sicheren Schifffahrt in der Straße von Hormuz. Die iranische Führung solle öffentlich versichern, dass die Meerenge offen sei und der Iran von Angriffen auf Handelsschiffe absehe, schrieben unter anderem das Portal „Axios“ und das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Einer der Beamten habe schwere Konsequenzen angedeutet, sollte eine solche Zusage nicht bis heute erfolgen.
Elf Tote bei Waldbrand in Südspanien
Bei einem verheerenden Waldbrand in der südspanischen Provinz Almería sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Zudem galten noch 19 Menschen als vermisst, wie der Regionalpräsident von Andalusien, Juan Manuel Moreno, am Freitag im Radiosender Cadena Ser mitteilte. Den Behörden zufolge handelt es sich bei den Opfern überwiegend um ausländische Staatsbürger, die Anweisungen, in ihren Häusern Schutz zu suchen, missachtet hatten. Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen.
Ukraine greift russische Ölindustrie an
Mehrere ukrainische Angriffe treffen die russische Ölindustrie. Nach einem Drohnenangriff stellt nun die russische Ölraffinerie Saratow zwei Insidern zufolge die Verarbeitung ein. Die einzige Rohöldestillationsanlage des Werks sei getroffen. Das ukrainische Militär bestätigte die Angriffe. Eine Stellungnahme des Eigentümers Rosneft liegt zunächst nicht vor. Das Werk verarbeitete im Jahr 2024 mit 5,8 Millionen Tonnen Öl 2,2 Prozent der gesamten russischen Verarbeitungsmenge.
USA fliegen neue Angriffe auf den Iran
US-Streitkräfte haben zum zweiten Mal binnen 24 Stunden iranische Ziele angegriffen. Damit solle die Fähigkeit des Iran geschwächt werden, „die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormuz zu bedrohen“, erklärte das zuständige US-Kommando CENTCOM. US-Präsident Donald Trump hatte die mit dem Iran vereinbarte Feuerpause am Rande des NATO-Gipfels für beendet erklärt und die neuen Angriffe angeordnet. Der Iran startete erneut Gegenattacken.
Zahl der Erdbebenopfer in Venezuela steigt weiter
Zwei Wochen nach den tödlichen Erdbeben in Venezuela geht der Einsatz im Katastrophengebiet in eine neue Phase. Die Hilfskräfte konzentrieren sich nun auf die Beseitigung der Trümmer und die Versorgung der Betroffenen, wie Beteiligte mitteilten. Die Zahl der Toten steigt indes immer weiter. Offiziell wurden bisher 3.685 Todesopfer bestätigt.
Bombenanschläge nahe Hotel Macrons in Damaskus
In der Nähe des Hotels in Syriens Hauptstadt Damaskus, in dem der französische Präsident Emmanuel Macron während seines Besuchs die Nacht verbracht hat, sind am Dienstag laut syrischen Sicherheitskreisen zwei Bomben explodiert. Eine sei in einem Müllcontainer platziert worden, die andere in einem Fahrzeug, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP. Macron sei zum Zeitpunkt der Explosionen bereits nicht mehr im Hotel gewesen. Der Elysée-Palast bestätigte, er sei sicher und wohlauf.
Merz will mit Reformen Deutschland in die Zukunft führen
Die deutsche Koalition hat sich auf ein umfangreiches Reformpaket geeinigt. CDU, CSU und SPD hätten einen „ganzen Katalog von bedeutenden Reformen“ beschlossen, um „Deutschland in die Zukunft zu führen“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag nach dem Koalitionsausschuss am Vorabend. Vereinbart wurde unter anderem eine Einkommensteuerreform, die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und die Umsetzung der Beschlüsse der Rentenkommission bis Ende 2026.
NASA mit weiteren Plänen für Mondbasis
Die US-Raumfahrtbehörde hat neue unbemannte Missionen zum künftigen Aufbau einer Mondbasis angekündigt. Die vier Missionen in Zusammenarbeit mit drei US-Unternehmen, die Mondroboter entwickeln, haben ein Gesamtbudget von umgerechnet rund 525 Millionen Euro, wie die NASA am Dienstag mitteilte. Sie ergänzen weitere, bereits im Mai angekündigte Missionen.
Supreme Court: US-Staatsbürgerschaft bei Geburt in den USA
Im Streit um das US-Geburtsrecht hat Präsident Donald Trump vor dem obersten US-Gericht in einem wegweisenden Urteil eine Niederlage kassiert. Kinder, die in den USA zur Welt kommen, erlangen weiterhin automatisch die US-Staatsbürgerschaft, wie der Supreme Court am Dienstag entschied. Das gilt auch für Kinder von Eltern, die sich illegal oder nur vorübergehend in den USA aufhalten. Hätte Trump Erfolg gehabt, wäre eine große Gruppe an Menschen von Abschiebung bedroht gewesen.
Iranische Experten-Delegation reist diese Woche nach Katar
Vertreter des Iran reisen in den kommenden Tagen zu Gesprächen über die Umsetzung des Rahmenabkommens mit den USA nach Katar. „Eine Expertendelegation aus der Islamischen Republik Iran wird im Laufe dieser Woche nach Doha reisen“, sagte der iranische Außenministeriumssprecher, Esmail Baghaei. Verhandlungen mit der US-Seite seien in den kommenden Tagen keine geplant. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, Teheran habe um ein Treffen am Dienstag in Doha gebeten.
Iran blieb wegen Angriffen technischen Gesprächen fern
Der Iran hat wegen der jüngsten Angriffe auf das Land und nach seiner Darstellung unerfüllter Bedingungen der Absichtserklärung mit den USA nicht an den für heute geplanten technischen Gesprächen teilgenommen. Eine Stellungnahme der USA liegt zunächst nicht vor. Knapp zwei Wochen nach Unterzeichnung eines Rahmenabkommens eskalierte der Konflikt zwischen den USA und dem Iran am Sonntag erneut. US-Streitkräfte griffen als Reaktion auf Attacken iranische Ziele an.
Israel und Libanon schließen Vereinbarung
Im Krieg zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz haben sich der Libanon und Israel am Freitag auf ein Rahmenabkommen geeinigt. Die Vereinbarung ist ein erster Schritt in Richtung eines „dauerhaften Friedens“, sagte US-Außenminister Marco Rubio in Washington. Die Hisbollah lehnte die unter US-Vermittlung zustande gekommene Vereinbarung jedoch umgehend ab und warnte vor einem Bürgerkrieg. In der libanesischen Hauptstadt Beirut kam es zu Protesten.
54 Verletzte bei Explosion in Industriegebiet in Katar
Bei einer Explosion in einem Industriegebiet in Katar sind mindestens 54 Menschen verletzt worden. Außerdem wurden nach der Detonation in dem Industriegebiet Ras Laffan 18 Menschen vermisst, erklärte das Innenministerium in Doha am Montag. Katar war ebenso wie andere Golfstaaten seit Beginn des Iran-Kriegs zur Zielscheibe iranischer Luftangriffe geworden, ins Visier geriet dabei insbesondere die Energieinfrastruktur.
Ex-Fed-Chef Greenspan 100-jährig gestorben
Der frühere langjährige Chef der US-Notenbank Fed, Alan Greenspan, ist gestorben. „Die Federal Reserve nimmt mit tiefer Trauer den Tod von Alan Greenspan zur Kenntnis“, teilte die Notenbank mit. Der Ökonom wurde 100 Jahre alt. Lange genoss er in einer breiten Öffentlichkeit Kultstatus. Kritiker verweisen aber auf den Finanzcrash 2008, den sie mit seinem Namen in Verbindung bringen und der bis in die verhältnismäßig kleine Bankenwelt in Österreich ausstrahlte.
Iran gibt erneute Schließung der Straße von Hormuz bekannt
Das zentrale Militärkommando des Iran hat am Samstag die erneute Schließung der strategisch wichtigen Straße von Hormuz bekannt gegeben. „Hiermit wird bekannt gegeben, dass die Straße von Hormuz für den Schiffsverkehr geschlossen wird“, hieß es in einer Mitteilung des Militärkommandos. Dies geschehe in Reaktion auf die fortgesetzten Angriffe Israels im Südlibanon, die eine Verletzung des mit den USA getroffenen Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Krieges bedeuteten.
Trump: Zweite Phase der Iran-Verhandlungen beginnt
Laut US-Präsident Donald Trump gehen die Verhandlungen mit dem Iran in eine zweite Phase. Diese Phase werde laut Trump einfacher. Die USA würden jedoch kein Geld im Iran investieren, sagt Trump am Rande des G7-Gipfels in Frankreich vor Journalisten. „Wir haben unsere Vereinbarung mit dem Iran getroffen, und sie sollte erfolgreich sein.“ Der iranische Außenminister Abbas Araqchi sprach bei einer Pressekonferenz in Teheran von einer neuen Verhandlungsrunde ab Freitag in Genf.
Kommt es zum Iran-Deal? US-Militär meldet neue Angriffe
Die USA und der Iran stehen nach übereinstimmender Darstellung beider Seiten sowie des Vermittlers Pakistans kurz vor einem Abkommen zur Beendigung des Kriegs. „Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, von allen Seiten abgestimmter Text des Friedensabkommens erreicht wurde“, schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf der Online-Plattform X. Doch wenig später meldete das US-Militär neuerlich iranische Drohnenangriffe in der Straße von Hormuz.



