Vor allem Rehgeißen, aber auch Häsinnen legen ihren Nachwuchs im hohen Gras ab, während sie auf Nahrungssuche gehen. Dort sind Kitze und Junghasen zwar gut geschützt vor Fuchs, Wolf und anderem Raubwild, doch wenn sie unter die Mähmaschine geraten, gehen sie in den allermeisten Fällen schwerstverletzt qualvoll zugrunde.
Mehr als 2.600 Kitze gerettet
„Das ehrenamtliche Engagement der an die 1.000 Kitzretter des Landes ist deshalb ein wichtiger Beitrag zur Vermeidung von Tierleid“, so der Geschäftsführer des Südtiroler Jagdverbandes Benedikt Terzer.Kitzrettung 2026 in Zahlen
■
1.073 Freiwillige
■
113 beteiligte Jagdreviere
■
15.000 aufgebrachte ehrenamtliche Stunden (davon 9.000 Stunden mit Drohne)
■
2.634 gerettete Kitze
Im Jahr 2026 wurden insgesamt 2.634 Kitze gerettet. Damit wurden damit mehr Kitze aus den Wiesen geholt als im Vorjahr. Den Grund kennt Landesjägermeister Günther Rabensteiner: „Mittlerweile setzen 110 von 113 Reviere Wärmebilddrohnen ein, diese Technik verbessert die Kitzrettung enorm.“
Aktuell sind landesweit rund 80 Drohnen im Einsatz. Wo es geht, helfen sich die Reviere gegenseitig mit der kostspieligen Technik aus. Seit 2025 unterstützt die Stiftung Südtiroler Sparkasse deren Ankauf und griff insgesamt schon 44 Revieren finanziell unter die Arme.
Netzwerk Kitzrettung
Um das Engagement der vielen Freiwilligen auch ideell zu stärken wurde 2025 unter der Schirmherrschaft der Autonomen Provinz Südtirol das Netzwerk Kitzrettung gegründet. Es setzt sich aus 15 Akteuren der Bereiche Landwirtschaft, Jagd, Natur- und Tierschutz zusammen und will ein Signal der Wertschätzung setzen.In folgendem Video zeigt die Südtiroler Jägerschaft, wie sie mithilfe einer Wärmebilddrohne die Rehkitze im dichten Gras aufspüren:


