Montag, 3. August 2026

Murenabgänge und Unwetterschäden im Fassatal: Wanderer evakuiert

Nach den Murenabgängen in Antholz und St. Vigil hat am Sonntagabend ein heftiges Unwetter auch das Fassatal im Trentino getroffen. Die Rettungskräfte standen im Dauereinsatz, um Wanderer in Sicherheit zu bringen. Zudem gab es erhebliche Schäden an der Infrastruktur.

Wanderer mussten von den Einsatzkräften evakuiert werden. - Video: stol


Kritisch war es vor allem im Gebiet zwischen Gardeccia, Vajolet und dem Grasleitenpass: Ein Wildbach überschwemmte einen mehr als 200 Meter langen Abschnitt der Verbindungsstraße und schnitt das Areal komplett von der Außenwelt ab. Die Wassermassen rissen zudem Abwasserleitungen, das Glasfasernetz und Stromkabel mit sich.

Evakuierung über Ausweichwege

Die Freiwilligen Feuerwehren rund um das Fassatal sowie die Bergrettung rückten umgehend aus, um die Evakuierung der Menschen in den hochgelegenen Unterkünften zu koordinieren. Rettungskräfte begleiteten Wanderer und Touristen aus dem Vajolet-Gebiet über einen Ausweichweg durch den Wald ins Tal.

Eine Schlamm- und Gerölllawine ging ab. - Foto: © Bergrettung



Gleichzeitig untersuchten Experten die Standfestigkeit der Provinzstraße nach Gardeccia, die vom Wildbach an mehreren Stellen unterspült wurde. Ein Geologe machte sich per Hubschrauber ein Bild von der Stabilität der Hänge.


Die Rettungskräfte begleiteten Wanderer und Touristen ins Tal. - Foto: © Bergrettung

Passstraße nach Murenabgang dicht

Auch das Hauptstraßennetz ist betroffen: Der Straßendienst meldete die sofortige Sperrung der Staatsstraße (SS 346) auf den San-Pellegrino-Pass auf der Höhe der Ortschaft Bucaneve (Gemeinde Moena). Ein großer Erdrutsch hatte die Fahrbahn verlegt. Der Verkehr wird vorübergehend über den Valles-Pass umgeleitet.


Der Straße auf den San-Pellegrino-Pass ist vorübergehend gesperrt. - Foto: © bergrettung



Die Behörden raten zu größter Vorsicht und bitten die Bevölkerung, die betroffenen Gebiete zu meiden.

ansa

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