„Wo viele Menschen zusammenleben, braucht es vor allem eines: gegenseitigen Respekt und klare Regeln“, ist Mair überzeugt. Deshalb werden derzeit in WOBI-Wohnanlagen in Bozen und Meran etwa 100 Plaketten (in beiden Landessprachen) angebracht, die zum respektvollen Miteinander der Bewohnerinnen und Bewohner aufrufen. Die Aktion ist an die RESPECT-Kampagne des Landes Südtirol angelehnt, die vor kurzem neu aufgelegt wurde und an verschiedensten öffentlichen Orten auf den Beitrag, den Respekt und Freundlichkeit für ein gutes Zusammenleben leisten können, hinweist.
„Die Tafeln allein werden niemanden davon abhalten, gegen Regeln zu verstoßen. Aber sie machen unmissverständlich klar: Im WOBI gelten Regeln – und deren Einhaltung wird ernst genommen. Wer die Hausordnung missachtet, muss mit Konsequenzen rechnen. Das schafft Klarheit, erhöht die Hemmschwelle für Fehlverhalten und zeigt gleichzeitig denjenigen, die sich an die Regeln halten: Eure Interessen werden geschützt“, erklärt Landesrätin Mair die Aktion.
Die ersten Tafeln hat sie mit Francesca Tosolini angebracht, die vor kurzem als WOBI-Präsidentin abgelöst wurde. „Das WOBI bietet Wohnraum für viele Menschen und Familien mit unterschiedlichen Lebenssituationen und Bedürfnissen. Für ein gutes Zusammenleben reichen kleine Gesten aus, zum Beispiel indem Ruhezeiten respektiert, Gemeinschaftsflächen sauber gehalten und gemeinsame Bereiche verantwortungsvoll genutzt werden“, betont Tosolini.
Der QR-Code auf den Schildern führt zudem zu einem Online-Formular, über das Missstände und Probleme den zuständigen Stellen gemeldet werden können. „Wir erinnern die Mieterinnen und Mieter damit daran, sich an die gemeinsamen Regeln zu halten. Denn Verstöße haben Konsequenzen: Schäden werden verrechnet, Verwaltungsstrafen verhängt und Beiträge werden gestrichen. Bei wiederholtem Zuwiderhandeln kann es auch zu einer Wohnungskündigung kommen“, schildert Mair. Sie selbst hat im Jahr 2024 die Streichung von Beiträgen für die Wohnnebenkosten durchgesetzt, wenn Mieterinnen oder Mieter die allgemein geltenden Regeln in den WOBI-Wohnanlagen nicht einhalten.
Ein weiterer Schritt, um das Zusammenleben zu verbessern und die Sicherheit in den WOBI-Anlagen zu erhöhen, war die Einführung eines mobilen Sicherheitsdienstes in Bozen und Meran. „Dieser wurde nun aufgestockt und hilft dabei, Verstöße zu erkennen und zu dokumentieren“, berichtet Mair. „Respekt füreinander. Klare Regeln für alle. Mit diesen zwei Grundsätzen möchten wir ein lebenswertes Wohnumfeld fördern“, schließt die Landesrätin.


