Als der Notruf bei der Polizei einging, eilte ein Carabiniere zum Unglücksort. Er sprang ins Wasser und versuchte, die 83-Jährige aus dem Fahrzeug zu befreien. Unter schwierigen Bedingungen gelang ihm dies schließlich – doch für die Frau kam jede Hilfe zu spät. Sie war bereits ertrunken. Der Carabiniere, der den Rettungsversuch unternommen hatte, musste anschließend selbst in ein Krankenhaus gebracht werden.
Der tragische Unfall ereignete sich vor dem Hintergrund eines schweren Unwetters, das weite Teile des Grenzgebiets zwischen den Regionen Venetien und Friaul-Julisch Venetien traf. Besonders angespannt war die Lage entlang des Flusses Tagliamento, der über die Ufer trat und zahlreiche Gebiete unter Wasser setzte. Auch an der venezianischen Küste, unter anderem in Jesolo, Eraclea und Caorle, mussten die Einsatzkräfte wegen Wasserschäden ausrücken.
Unwetter trafen auch den Gardasee. In der Ortschaft Gargnano am Westufer des Sees stürzten wegen heftiger Windböen zwei Bäume auf geparkte Autos. Mehrere Gäste in den Campingplätzen am Gardasee beschlossen, ihren Urlaub vorzeitig abzubrechen.
In Mailand fielen binnen 24 Stunden in den nördlichen Stadtgebieten und im Umland örtlich fast 100 Millimeter Regen. Der Pegel des Flusses Lambro stieg stark an, in Teilen der Stadt wurden mobile Hochwasserschutzwände errichtet.
Besonders schwere Schäden wurden aus der Toskana gemeldet. In der Küstenstadt Viareggio zog ein Tornado über die Küstenregion und beschädigte Badeanstalten, Werften und Wohnhäuser. Plötzliche Sturmböen rissen Sonnenschirme, Markisen und Liegen mit sich.



