Die vierte Hitzewelle des Sommers hat Südtirol erreicht. Heiße Luft aus Nordafrika sorgt seit Montag für außergewöhnlich hohe Temperaturen. Laut Meteorologe Dieter Peterlin begann die Hitzewelle mit Werten um 35 Grad, in den kommenden Tagen steigen die Temperaturen weiter an: Erwartet werden Höchstwerte zwischen 36 und 38 Grad.
Eine rasche Abkühlung ist derzeit nicht in Sicht. Die Hitzephase soll bis weit in die kommende Woche hinein anhalten. Im Raum Bozen setzen zudem wieder Tropennächte ein – die Temperaturen sinken nachts nicht mehr unter 20 Grad.
Rettungsdienste verzeichnen mehr Einsätze
Die anhaltende Hitze stellt für viele Menschen eine Belastung dar. Wasser trinken und Schatten aufsuchen – Maßnahmen, die einfach klingen, bei hohen Temperaturen aber entscheidend sein können. „Die Grundsätze für richtiges Verhalten bei anhaltenden Hitzewellen können nicht oft genug wiederholt werden“, betont Notarzt Werner Calliari, der derzeit in der Landesnotrufzentrale im Einsatz ist.Während Hitzewellen verzeichnen die Rettungsdienste laut Calliari einen deutlichen Anstieg der Einsätze. Häufig müssen Menschen versorgt werden, die zu wenig trinken, sich körperlich zu stark belasten oder sich zu lange in der direkten Sonne aufhalten.
Besonders gefährdet sind ältere Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen. Bei ihnen kann der Blutdruck bei hohen Temperaturen stärker schwanken. Zudem kann die Wirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten durch die Hitze verstärkt werden. Betroffene sollten dies mit ihrem Arzt abklären.
Verhaltenstipps bei großer Hitze
Um den Körper bei hohen Temperaturen zu entlasten, empfehlen Experten einige grundlegende Maßnahmen: ausreichend trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen auszugleichen, direkte Sonne meiden und leichte, luftige Kleidung tragen. Wichtig sei außerdem, einen Hitzestau zu vermeiden und die Wohnräume möglichst kühl zu halten.Orange Warnstufe ab dem morgigen Donnerstag
Aufgrund der anhaltenden extremen Temperaturen gilt ab Donnerstag, 30. Juli, die zweithöchste Warnstufe Orange. Betroffen sind der Raum Bozen und das Etschtal bis Meran, das Überetsch und Unterland bis Salurn sowie der Raum Brixen.„Die hohen Temperaturen können zu einer Belastung für die Bevölkerung führen“, fasst Willigis Gallmetzer, Direktor des Landeswarnzentrums in der Agentur für Bevölkerungsschutz, die Situation zusammen.
Neben der Hitze können auch einzelne Wärmegewitter für Abwechslung sorgen. Diese werden laut Peterlin am heutigen Mittwoch sowie erneut ab Freitag erwartet und können teilweise stärker ausfallen.
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