Das Passagierschiff war am Mittwoch nach einem Motorschaden nahe der kleinen Insel Selayar südlich von Sulawesi gesunken. Mindestens ein Mensch kam ums Leben, zahlreiche weitere galten als vermisst.
„Nach dem Untergang rettete sich jeder mit der Ausrüstung oder den notdürftigen Schwimmhilfen, die er finden konnte“, sagte Arif. Die fünf Menschen hätten Kanister und Korkstücke mit Seilen zusammengebunden und seien auf die so entstandene Plattform geklettert.
Die Gruppe war den Angaben zufolge zunächst mit weiteren Schiffbrüchigen zusammen, wurde dann aber durch heftigen Wind von ihnen getrennt. Fischer entdeckten die fünf Überlebenden am Samstagnachmittag und verständigten die Rettungskräfte.
Nach drei Tagen mit kaum Nahrung und Wasser seien die Geretteten erschöpft und geschwächt gewesen. Sie hätten sich mit einigen Packungen Instantnudeln und Keksen versorgt. Die Suche nach den übrigen Vermissten dauerte an. Daran beteiligten sich fünf größere Schiffe, ein Aufklärungsflugzeug und ein Hubschrauber.
Auf der Passagierliste des Schiffs waren zunächst lediglich 50 Menschen verzeichnet. Eine spätere Überprüfung ergab nach Angaben der Rettungskräfte jedoch, dass sich 78 Menschen an Bord befunden hatten. Abweichungen zwischen Passagierlisten und der tatsächlichen Zahl der Reisenden sind in Indonesien häufig. Wegen laxer Sicherheitsvorschriften und schlechten Wetters kommt es dort immer wieder zu Schiffsunglücken.


