Schifffahrt
Tote nach russischem Angriff auf Frachtschiff bei Odessa
Nach einem russischen Angriff auf ein internationales Frachtschiff im Schwarzen Meer vor der Stadt Odessa sind nach ukrainischen Angaben zehn Menschen getötet worden. Bei russischen Angriffen auf südostukrainische Städte starben nach ukrainischen Behördenangaben außerdem mindestens vier Menschen. In der russischen Grenzregion Belgorod wurden unterdessen nach Behördenangaben bei einem ukrainischen Drohnenangriff mindestens fünf Insassen eines Busses getötet.
Überlebende nach Schiffsunglück vor Indonesien gerettet
Drei Tage nach einem Schiffsunglück im Meer vor Indonesien sind fünf Überlebende von Fischern gerettet worden. Die Schiffbrüchigen, darunter ein siebenjähriges Mädchen, hätten sich auf einem selbst gebauten Behelfsfloß aus Kanistern und Korkstücken über Wasser gehalten, sagte der örtliche Rettungsleiter Muhammad Arif Anwar der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag.
US-Militär: Seeblockade gegen iranische Häfen gestartet
Das US-Militär blockiert erneut iranische Häfen und Küstengebiete. Die Seeblockade sei um 22.00 Uhr MESZ (16.00 Uhr US-Ostküstenzeit) aufgenommen worden, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit. Schiffe werden so daran gehindert, dass sie iranische Häfen oder Küstengebiete ansteuern oder von dort wegfahren können. Das US-Militär flog in der Nacht auch eine neue Angriffswelle auf iranische Ziele.
Eskalation: US-Angriffe nach iranischem Beschuss in der Straße von Hormuz
Die Lage in der umkämpften Straße von Hormuz ist in der Nacht auf Sonntag eskaliert. Nach dem Beschuss des Containerschiffes „GFS Galaxy“ hat das US-Militär den Iran angegriffen. Wie das US-Zentralkommando Centcom mitteilte, wurden mehr als 300 Ziele getroffen. Handelsschiffe könnten die Schifffahrtsroute weiter passieren, betonte das US-Militär. Die iranischen Revolutionsgarden (IGRC) flogen Angriffe auf US-Militärbasen in den Golfstaaten und Jordanien.
Ukraine greift russische Ölindustrie an
Mehrere ukrainische Angriffe treffen die russische Ölindustrie. Nach einem Drohnenangriff stellt nun die russische Ölraffinerie Saratow zwei Insidern zufolge die Verarbeitung ein. Die einzige Rohöldestillationsanlage des Werks sei getroffen. Das ukrainische Militär bestätigte die Angriffe. Eine Stellungnahme des Eigentümers Rosneft liegt zunächst nicht vor. Das Werk verarbeitete im Jahr 2024 mit 5,8 Millionen Tonnen Öl 2,2 Prozent der gesamten russischen Verarbeitungsmenge.
Schiffsverkehr in Straße von Hormuz vor Stillstand
Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz ist am Donnerstag nach der jüngsten militärischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran nahezu vollständig zum Stillstand gekommen. Lediglich zwei Tanker passierten in den frühen Morgenstunden Schiffsdaten und Branchenkreisen zufolge die Meerenge. Dabei handelte es sich um den unter US-Sanktionen stehenden iranischen Rohöl-Supertanker „Berg 1“ sowie den unter der Flagge der Marshallinseln fahrenden Chemikalientanker „Well Sail“.
Angriff auf Tanker in der Straße von Hormuz gemeldet
Die Crew eines Tankers in der Straße von Hormuz hat einen Angriff auf ihr Schiff gemeldet. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf Angaben der Schiffsbesatzung mit. Der Tanker sei rund acht Seemeilen vor der omanischen Stadt Limah von einem „unbekannten Geschoß“ getroffen worden. Verletzt worden sei niemand. Wer hinter dem Angriff steckt, blieb zunächst unklar.
Paris und London wollen Straße von Hormuz mit Oman absichern
Nach der iranischen Ablehnung einer internationalen Marinemission in der Straße von Hormuz wollen Frankreich und Großbritannien mit dem Oman eine sichere Schifffahrt durch die Meerenge gewährleisten. „Das Sultanat Oman hat sich bereit erklärt, mit Frankreich und dem Vereinigten Königreich zusammenzuarbeiten, um die Sicherheit der Schifffahrt in seinen Hoheitsgewässern zu gewährleisten“, teilten Paris und London in einer gemeinsamen Erklärung am Abend mit.
Neue Eskalation: USA und Iran greifen sich in Golfregion an
Die USA und der Iran haben sich eines der schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe geliefert. Irans Revolutionsgarden feuerten in der Nacht ballistische Raketen und Drohnen auf die benachbarten Golfstaaten Kuwait und Bahrain. Am Flughafen von Kuwait-Stadt wurde ein Mensch getötet und weitere verletzt, teilten das Außen- sowie das Verteidigungsministerium des Golfstaats mit. Es habe im Passagierbereich an Terminal 1 auch schwere Sachschäden gegeben.
US-Militär: Iranische Angriffe in der Golfregion abgewehrt
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht auf Mittwoch einen weiteren iranischen Angriff auf die amerikanischen Streitkräfte im Golfstaat Kuwait abgewehrt. Eine „Welle iranischer Drohnen“ habe ihr Ziel verfehlt, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (CENTCOM) auf der Plattform X mit. Die US-Luftverteidigung habe mehrere Drohnen erfolgreich abgeschossen. Niemand sei verletzt worden, es gebe keine Schäden, hieß es weiter.
Iranische Agentur: Teheran setzt Verhandlungen mit USA aus
Teheran hat nach iranischen Agenturangaben die indirekten Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Krieges in der Golfregion ausgesetzt. Die Entscheidung sei wegen der „anhaltenden Verbrechen“ Israels im Libanon getroffen worden, meldete die Agentur Tasnim am Montag. „Das iranische Verhandlungsteam setzt daher den Dialog und den Austausch von Mitteilungen über Vermittler aus.“
Iran greift als Reaktion auf US-Angriffe US-Stützpunkt an
Als Vergeltung für nächtliche US-Angriffe hat der Iran nach Angaben des staatlichen Fernsehens einen US-Stützpunkt angegriffen. Ziel sei der US-Stützpunkt gewesen, von dem aus zuvor die Angriffe auf den Iran ausgeführt worden seien, hieß es unter Berufung auf die Revolutionsgarden. Angaben zum Ort des US-Stützpunktes wurden nicht gemacht, allerdings meldete das mit Washington verbündete Golfemirat Kuwait Drohnen- und Raketenangriffe auf sein Land.
Polizeieinsatz gegen Gaza-Aktivisten überrascht in Spanien
Im spanischen Baskenland ist die Polizei am Samstag auf dem Flughafen von Bilbao mit großer Härte gegen sechs von Israel freigelassene Rückkehrer der Gaza-Hilfsflotte und Unterstützer vorgegangen. Auf Videos spanischer Medien war zu sehen, wie Beamte wiederholt mit Schlagstöcken auf bereits auf dem Boden liegende Menschen einschlugen. Spanische Medien zeigten sich überrascht, da es in der Bevölkerung viel Sympathie mit der Gaza-Hilfsflotte und den Palästinensern gibt.
Hondius nach Hantavirus-Ausbruch in Rotterdam eingetroffen
Das von einem Hantavirus-Ausbruch betroffene Kreuzfahrtschiff „Hondius“ ist am Montag in Rotterdam eingetroffen. Das Schiff legte am Vormittag im Hafen der zweitgrößten Stadt der Niederlande an, wo die letzten 27 Menschen von Bord gehen sollten. Es handelt sich um 25 Besatzungsmitglieder und zwei medizinische Mitarbeiter, die nach der Evakuierung der Passagiere auf dem Schiff geblieben waren.
WHO zu Hantavirus: Risiko gering
Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft das Risiko durch den Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ weiterhin als niedrig ein. „Das Risiko für die öffentliche Gesundheit wurde auf Grundlage der aktuellsten verfügbaren Informationen neu bewertet und das globale Risiko bleibt gering“, erklärte die WHO am Sonntagabend.
Hantavirus: In Frankreich untersuchte Kontaktfälle negativ
Frankreichs Gesundheitsministerium hat zum Zustand der in Frankreich untersuchten Kontaktfälle nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ eine erste Entwarnung gegeben. Alle Kontaktfälle, die sich in Frankreich in Isolation befänden, seien „ausnahmslos negativ getestet worden“, teilte Gesundheitsministerin Stéphanie Rist am Donnerstag im Onlinedienst X mit.
Argentinien entsendet Experten wegen Hantavirus
Die argentinischen Behörden haben angesichts des tödlichen Hantavirus-Ausbruchs auf einem von Argentinien ausgelaufenen Kreuzfahrtschiff die Entsendung von Expertinnen und Experten nach Ushuaia im Süden des Landes zur Untersuchung von Nagetieren angekündigt. Die Experten für Infektionskrankheiten des Malbrán-Instituts in Buenos Aires würden dort nach einer „möglichen Präsenz des Virus“ suchen, teilte das argentinische Gesundheitsministerium am Mittwoch (Ortszeit) mit.
Kreuzfahrtschiff mit Hantavirus darf nach Spanien
Spanien hat dem von Hantavirus-Fällen betroffenen Kreuzfahrtschiff „Hondius“ das Anlaufen eines Hafens auf den Kanarischen Inseln erlaubt. Diese Entscheidung sei in Abstimmung mit der Weltgesundheitsorganisation und der EU gemäß internationalem Recht und humanitären Prinzipien getroffen worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Dienstagabend mit. Das Schiff mit knapp 150 Menschen an Bord war vom Süden Argentiniens aufgebrochen und ankert derzeit vor Kap Verde.
Trump: US-Einsatz in Straße von Hormuz wird ausgesetzt
Präsident Donald Trump will den US-Einsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormuz „für kurze Zeit“ aussetzen. Während des Stopps von „Projekt Freiheit“ solle geprüft werden, ob ein Abkommen zwischen Washington und Teheran abgeschlossen und unterzeichnet werden könne, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Es habe dafür „große Fortschritte“ gegeben, schrieb er. Iranische Häfen bleiben weiter blockiert.
Iran und USA drohen einander mit Wiederaufnahme der Kämpfe
Nach dem Beginn des US-Militäreinsatzes zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormuz haben der Iran und die USA einander mit Drohungen überzogen. Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Qalibaf erklärte, die Armee seines Landes habe mit den Angriffen „noch nicht einmal begonnen“. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth warnte den vor der „vernichtenden Feuerkraft der USA“, sollte er weitere Schiffe attackieren. Die VAE meldeten indes Beschuss aus dem Iran.
Immer mehr Hantavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff
Auf dem vor Kap Verde festsitzenden Kreuzfahrtschiff „Hondius“ hat sich die Zahl der Hantavirus-Fälle weiter erhöht. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden inzwischen sieben bestätigte oder vermutete Infektionen registriert. Darunter sind drei Tote, eine schwer erkrankte Person sowie drei weitere Passagiere mit milden Symptomen. Rund 150 Menschen - überwiegend aus Großbritannien, den USA und Spanien - harren weiterhin auf dem Schiff aus.
Israel fordert Bewohner im Südlibanon zu Evakuierungen auf
Das israelische Militär hat die Bewohner im Südlibanon aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Sie sollten sich mindestens einen Kilometer in offenes Gelände zurückziehen. Das Militär erklärte, es führe Einsätze gegen die Hisbollah durch, nachdem diese gegen das Waffenstillstandsabkommen verstoßen habe. Jeder, der sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern oder -Einrichtungen aufhalte, könnte daher in Gefahr sein.
Bericht: Trump prüft neue Angriffe auf den Iran
US-Präsident Donald Trump wird sich einem Medienbericht zufolge am Donnerstag über neue Pläne für eine „kurze und schlagkräftige“ Angriffswelle gegen den Iran unterrichten lassen. Der Plan soll Infrastrukturziele und einen möglichen Einsatz von Bodentruppen umfassen. Der Kommandant des nahöstlichen US-Regionalkommandos CENTCOM, Brad Cooper, werde Trump entsprechende Optionen vorstellen. Das berichtete das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf Insider.



