„Wir lassen euch nicht allein“, sagte Cabello und kündigte umfassende Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie die Unterstützung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Wasser an. Zwei schwere Beben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten am Mittwoch den Norden und das Zentrum Venezuelas erschüttert - im Abstand von nur 39 Sekunden.
Washington mobilisierte 150 Millionen US-Dollar (132 Mio. Euro), US-Präsident Donald Trump bekräftigte bei einem Abendessen mit Farmern im Rosengarten des Weißen Hauses, dass sein Land Venezuela helfen werde. Auch das US-Militär soll dabei unterstützen. Unter anderem seien ein amphibisches Transportschiff, ein Küstenkampfschiff und Transportflugzeuge bereitgestellt worden, teilte das zuständige US-Regionalkommando Southcom mit. Kanada sagte laut Angaben des Außenministeriums in Ottawa 5 Millionen kanadische Dollar (3 Mio. Euro) humanitäre Hilfe zu. Internationale Hilfsteams mit Spürhunden bereiten sich auf den Einsatz in Venezuela vor.
Mexiko schickt ein 250-köpfiges Team aus Rettungskräften und Medizinern mit vier Flugzeugen nach Venezuela, wie Präsidentin Claudia Sheinbaum mitteilte. Fünf Spürhunde und eine Drohne seien ebenfalls Teil des Einsatzes. „Sobald sie dort angekommen sind und gemeinsam mit den venezolanischen Behörden eine Lagebeurteilung vorgenommen haben, werden wir sehen, welche zusätzliche Hilfe sie benötigen“, sagte Sheinbaum.
Es sei die schwerste Naturkatastrophe, die Venezuela in den vergangenen 30 Jahren erlebt habe, erklärte Jorge Rodríguez, Präsident der Nationalversammlung und Bruder der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez. 250 Gebäude seien komplett zerstört oder beschädigt worden. Acht Krankenhäuser, 20 Einkaufszentren und 68 öffentliche Infrastruktureinrichtungen seien betroffen.
UN-Generalsekretär António Guterres sprach Betroffenen und Hinterbliebenen sein Mitgefühl aus und sicherte der Regierung sowie der Bevölkerung Solidarität zu. „Der Generalsekretär ist tief betroffen über die Todesopfer und die weit verbreiteten Zerstörungen“, teilte Sprecher Stéphane Dujarric in New York mit.
Wie Starlink auf der Plattform X mitteilte, stellt der Satelliten-Internetdienst von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX seinen Nutzern in Venezuela nach den beiden Erdbeben für einen Monat kostenlosen Zugang zur Verfügung. Zudem arbeite das Unternehmen daran, rasch Starlink-Terminals aufzubauen und die Internetverbindung in den am schwersten getroffenen Gebieten wiederherzustellen.


