Montag, 29. Juni 2026

Warum starke Muskeln jeden Schritt leichter machen

Wandern gehört zu den schönsten Arten, sich zu bewegen. Es bringt uns an die frische Luft, stärkt Herz und Kreislauf, fördert die Ausdauer, verbessert Gleichgewicht und Koordination, baut Stress ab und schenkt uns zudem wertvolle Erholung in der Natur – für Körper und Seele. Kein Wunder, dass Wandern für viele Menschen zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten zählt.

Starke Bein- und Rumpfmuskeln sorgen beim Wandern für mehr Stabilität, Trittsicherheit und Ausdauer – besonders auf anspruchsvollen Bergwegen. Shutterstock/ - Foto: © Shutterstock / shutterstock


von Maria Rastner

Doch viele stellen mit der Zeit fest, dass ihnen das Wandern nicht mehr ganz so leichtfällt wie früher. Vor allem beim Bergabgehen treten häufig Knie-, Hüft- oder Rückenschmerzen auf. Schnell entsteht dann der Gedanke: „Vielleicht sollte ich weniger wandern.“ Dabei ist in vielen Fällen nicht das Wandern das Problem – sondern die fehlende Kraft, die den Körper dabei unterstützen soll.

Beim Wandern müssen unsere Muskeln bei jedem Schritt arbeiten. Besonders beim Bergabgehen wirken hohe Kräfte auf Knie, Hüfte und Rücken. Eine gut trainierte Muskulatur hilft dabei, diese Belastungen abzufangen, die Gelenke zu entlasten und Bewegungen sicher und kontrolliert auszuführen.

Deshalb ist Krafttraining für Wanderinnen und Wanderer weit mehr als eine sinnvolle Ergänzung. Es ist die Basis für sicheres und beschwerdefreies Gehen. Krafttraining stärkt Beine, Gesäß, Rumpf und Rücken – genau jene Bereiche, die uns beim Wandern Stabilität, Sicherheit und Ausdauer geben. Gleichzeitig verbessert es das Gleichgewicht, entlastet die Gelenke, unterstützt die Knochengesundheit und reduziert das Risiko von Stürzen. Je stärker die Muskulatur, desto leichter fällt es dem Körper, die Belastungen beim Auf- und vor allem beim Bergabgehen abzufangen.


Ich höre oft: „Ich bewege mich doch genug, da brauche ich kein Krafttraining.“ Tatsächlich werden beim Wandern oder Radfahren die Beinmuskeln intensiv genutzt. Das reicht aber meist nicht aus, um Muskelkraft gezielt zu erhalten oder aufzubauen.
Maria Rastner, Fitness-Coach



Gerade im Sommer höre ich immer wieder: „Ich bewege mich doch genug, da brauche ich kein Krafttraining.“ Tatsächlich werden beim Wandern oder Radfahren die Beinmuskeln intensiv genutzt. Das ist positiv und wichtig. Für den gezielten Erhalt oder Aufbau von Muskelkraft reicht diese Belastung jedoch meist nicht aus.

Unsere Muskeln passen sich immer den Anforderungen an, die wir ihnen stellen. Krafttraining setzt gezielte Reize, die Muskulatur, Knochen und Bindegewebe stärken. Davon profitieren wir nicht nur auf Wanderungen, sondern auch beim Radfahren und in vielen Alltagssituationen. Ich sage immer: Wandern trainiert das Wandern. Krafttraining trainiert die Kraft, die du beim Wandern brauchst.

Wer bereits Beschwerden hat, muss nicht zwangsläufig auf Wanderungen verzichten. Oft kann ein gezieltes und individuell angepasstes Training helfen, wieder mehr Sicherheit und Vertrauen in den eigenen Körper zu erhalten. Wichtig ist dabei, die Ursachen der Beschwerden zu verstehen und passende Übungen auszuwählen. Unterstützung durch einen Personal-Trainer oder qualifiziertes Fachpersonal kann dabei sehr wertvoll sein.
Die beste Kombination für ein aktives Leben besteht aus beidem: Bewegung in der Natur und regelmäßigem Krafttraining. Denn starke Muskeln machen nicht nur fit für den nächsten Gipfel. Sie schenken Sicherheit, Vertrauen in den Körper und die Freiheit, die Berge lange mit Freude zu genießen.

Foto-Aktion: Zeigen Sie uns Ihr Wanderglück!

Ob spektakulärer Gipfelblick, idyllischer Bergsee oder ein besonderer Moment am Wegesrand: Wandern schenkt uns Bewegung, Erholung und unvergessliche Naturerlebnisse.

Schicken Sie uns Ihr schönstes Wander- oder Bergfoto

Wo tanken Sie Kraft? Auf welchen Gipfelsieg sind Sie stolz? Welcher Ort in den Bergen begeistert Sie immer wieder? Teilen Sie Ihren persönlichen Wander-Moment mit unseren Leserinnen und Lesern und schicken Sie uns Ihr schönstes Wander- oder Bergfoto an
[email protected].

Bitte verraten Sie uns, wo das Bild aufgenommen wurde, und nennen Sie Ihren Namen und Wohnort. Wir veröffentlichen die Bilder auf STOL und im Tagblatt „Dolomiten“.

wib

Stellenanzeigen


Teilzeit






Teilzeit





powered by
Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden