Der Kanzler stehe dazu in fortwährendem Austausch mit Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und anderen Mitgliedern der Bundesregierung, so der Sprecher. Am Dienstagabend war auf dem Gelände des Flughafens die mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden.
Wegen der besonderen Bedeutung des Falls übernahm die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen. Sie wird tätig, wenn es um schwer wiegende Bedrohungen der inneren oder äußeren Sicherheit des Landes geht, etwa Terroranschläge. Dobrindt hatte von einem „hybriden Anschlagsszenario“ gesprochen und „fremde Mächte“ als Urheber nicht ausgeschlossen. Der Vorfall löste eine breite Debatte über die Drohnenabwehr an kritischer Infrastruktur aus.
Der CDU-Obmann im Innenausschuss des Bundestages, Detlef Seif, schilderte am Freitag Details zum Hergang. „Ein Busfahrer hat die Drohne im Niedrigflug weggetreten“, sagte Seif der Nachrichtenagentur Reuters. „Diese stürzte dann ab und blieb auf dem Boden liegen. Ob sie flugunfähig war, ist unklar.“
Die Drohne sei mit Explosivmaterial präpariert gewesen. „Die Aktion des Busfahrers war sehr gewagt und mutig, aber auch sehr gefährlich“, sagte der CDU-Politiker. „Eventuell hat der Busfahrer mit seinem Eingreifen das Anschlagsziel verhindert.“ Welches Ziel die Drohne gehabt habe sowie die Hintergründe seien jetzt Gegenstand der weiteren Ermittlungen.


