Der Südtiroler Schützenbund zerpflückt in einer Pressemitteilung die Vorgehensweise von Landesrat Bianchi. Dieser hatte zunächst auf einer Pressekonferenz darüber informiert, dass er eine Eingabe bei der Staatsanwaltschaft machen wird. Für den Schützenbund sei das eigentliche Ziel dieser Aktion somit klar, „es geht um Sichtbarkeit, und zwar um die eigene“.
Christoph Schmid, der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes, kreidet auch den Inhalt der Eingabe an: „Vielleicht unerlaubte Parteienfinanzierung, vielleicht Steuerdelikte, vielleicht unklare Bilanzen, vielleicht Geldwäsche: Wer so viele 'vielleicht' braucht, hat keinen Verdacht“.
In der Pressemitteilung vom Donnerstagabend geht Schmid auf die Formen der Finanzierung ein, wonach der Schützenbund „Spenden von Privatpersonen und von juristischen Personen erhalte. Diese Zuwendungen dienen einzig und allein dem Vereinszweck, also dem Schutz der Heimat und der Tiroler Identität. Der Schützenbund ist keine Partei und finanziert keine Partei“.
Außerdem, so der Schützenbund, erfolgen „sämtliche Zuwendungen per Banküberweisung und sind damit nachvollziehbar. Die Mittel werden ordnungsgemäß verbucht, der Verein erstellt seine Jahresabrechnung, und diese wird von den Kontrollorganen geprüft“. Den Verdacht oder Vorwurf, über dunkle Kanäle finanziert zu werden, weist der Südtiroler Schützenbund entschieden zurück.


