„Im vergangenen halben Jahr hat sich sehr viel getan, denken wir nur an das Kooperationsprotokoll, das wir zur Stärkung der Zusammenarbeit mit der Autonomen Provinz Trient geschlossen haben oder aber den Beschluss zum E-Learning-Ausbildungsprojekt, den die Landesregierung im Mai gefasst hat und mit dem die Lernplattform Copernicus konsolidiert und auf private Träger ausgeweitet wurde“, berichtete Arbeits-Landesrätin Amhof dem Komitee. Vereinheitlicht worden seien auch die Mindestinhalte der Ausbildungen im Bereich Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Grundlage dafür sei das neue Staat-Regionen-Abkommen, das die bisher verstreuten Regelungen in einem einzigen Referenzdokument zusammenführt, wie Petra Piffer, die Direktorin des Arbeitsinspektorats, ausführte.
Wichtige Punkte für sicheres Arbeiten
Von der Ausarbeitung des Landespräventionsplans 2026-2031 berichtete Gesundheits-Landesrat Hubert Messner: „Der Plan enthält mehrere wichtige Abschnitte, die der Arbeitssicherheit und dem Schutz der Gesundheit am Arbeitsplatz gewidmet sind. Der Austausch darüber in diesem Gremium ist wichtig, wir müssen diese beiden Themen in den Fokus rücken.“ Im Detail werden im Präventionsplan Ernährung, Sport, Screenings, Impfungen und Suchtproblematiken angesprochen und Unternehmen einfache und umsetzbare Leitlinien mit an die Hand gegeben, wie Dagmar Regele, die Direktorin des Departements für Gesundheitsvorsorge im Südtiroler Sanitätsbetrieb (SABES), ausführte.Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz wird unterstützt
Über eine neue Möglichkeit für Unternehmen, in Sachen Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tätig zu werden, berichtete hingegen Stefano Murano, der Leiter des betrieblichen Dienstes für Arbeitsmedizin des SABES. „Wir erarbeiten derzeit das Projekt zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz, das 2027 zunächst in mehreren größeren Betrieben durchgeführt wird. Ab 2028 möchten wir dieses Modell dann allen interessierten Südtiroler Betrieben anbieten können“, erklärte Murano. „Wenn Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Arbeitssicherheit am Arbeitsplatz gemeinsam durchgeführt werden, ist der Effekt ungleich höher.“Einen Blick richtete das Komitee schließlich auf das Gesetz Nr. 198 vom 29.12.2025, das unter anderem den Punkteführerschein für Baustellen (in Bezug auf die Ahndung der Schwarzarbeit) weiterentwickelt und den Aufbau von Aufsichtsstrukturen vorsieht.


