Mittwoch, 2. September 2026

Irans Medien melden elf Tote bei US-Angriffen

Im Zuge der neu aufgeflammten Kämpfe zwischen den USA und dem Iran hat Teheran eigenen Angaben zufolge militärische Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Kuwait, Bahrain und weiteren Staaten in der Region angegriffen. Bei US-Luftangriffen auf Ziele im Iran sind nach iranischen Angaben indes mindestens elf Menschen getötet worden. Im Westen des Iran wurden der Nachrichtenagentur SNN zufolge bei US-Angriffen vier Angehörige der Revolutionsgarde getötet.

USA weiterhin für Attacken bereit. - Foto: © APA/AFP / -

Die Getöteten in der Provinz Kermanshah hätten zu den Luft- und Raumfahrtstreitkräften gehört. In der Provinz befinden sich mehrere strategisch wichtige Raketenbasen. Die Nachrichtenagentur Mehr meldete zudem, dass drei Mitglieder der paramilitärischen Basij-Miliz bei Angriffen auf die Insel Lavan getötet worden seien. Die Insel liegt im Persischen Golf und gehört zu den wichtigsten Öl-Export-Zentren.

In der iranischen Industrieprovinz Khuzestan seien sieben Menschen getötet und weitere acht verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf den Vizegouverneur der Provinz. Demnach wurden Gebiete rund um die Städte Ahvaz und Aghajari Ziel von Raketenangriffen. Zuvor hatten bereits iranische Medien über vier Tote bei einer Hochzeitsfeier in der südöstlichen Provinz Hormuzgan an der Straße von Hormuz berichtet. Außerdem war ein Autofahrer in eine nächtliche Versammlung von Regierungsanhängern gerast und hat vier Menschen getötet. Weitere zehn Menschen wurden bei dem Vorfall in der nordöstlichen Millionenmetropole Mashhad verletzt, wie iranische Medien übereinstimmend berichteten. Die Unfallursache war zunächst unklar.

Als Vergeltung auf US-Angriffe hatte der Iran seine Attacken auf US-Ziele in umliegenden Ländern der Region verstärkt. Dutzende Angriffsdrohnen hätten Radarsysteme und Positionen der US-Streitkräfte auf den Stützpunkten Al Dhafra und Al Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten attackiert, teilte die iranische Armee am Mittwoch mit. Auch der Luftwaffenstützpunkt Shaikh Isa in Bahrain sei Ziel von Angriffen gewesen.

Die Revolutionsgarden erklärten, der Iran hätte US-Streitkräfte in Kuwait, Jordanien, Bahrain und im irakischen Erbil angegriffen. Auf das in der autonomen irakischen Region Kurdistan gelegene Erbil sei ein „koordinierter Raketen- und Drohnenangriff“ erfolgt, bei dem unter anderem ein Wartungszentrum und Lagerhäuser zerstört wurden, hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Irna verbreiteten Erklärung.

Kuwait teilte unterdessen mit, dass durch einen iranischen Drohnenangriff ein Brand in einem Wohngebäude im Gebiet der Hauptstadt Kuwait-Stadt ausgebrochen sei. Laut einem Feuerwehrsprecher konnte der „von einer feindlichen Drohne im Rahmen der verabscheuungswürdigen iranischen Aggression“ ausgelöste Brand unter Kontrolle gebracht werden. Opfer gab es dem Sprecher zufolge nicht.

Die militärische Konfrontation zwischen den USA und dem Iran war am Sonntag wieder aufgeflammt und hatte sich am Dienstag deutlich verschärft. Die US-Streitkräfte attackierten am Sonntag nach eigenen Angaben Raketenwerfer auf der Insel Larak in der vom Iran weitgehend blockierten Straße von Hormuz, um das Verlegen weiterer Seeminen zu verhindern. Der Iran verstärkte daraufhin erneut seine Attacken auf US-Ziele in mehreren Ländern in der Golfregion.

apa

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