Mittwoch, 10. Juni 2026

Landeskulturbeirat: Kultur als verbindende Kraft

Die kulturelle Arbeit in Südtirol weiterzuentwickeln und zu fördern, ist das Ziel des Landeskulturbeirates. Bei einer Sitzung am Dienstag wurde das Anliegen einmal mehr in den Fokus gerückt.

In seiner zweiten Sitzung hat der Landeskulturbeirat Vorschläge zur Entwicklung von strategischen Leitlinien in der Kulturarbeit besprochen. - Foto: © lpa

Bereits im Vorfeld waren Vorschläge und Anregungen für die Erarbeitung von strategischen Leitlinien für die Kulturarbeit gesammelt worden, welche es im Rahmen des Treffens schließlich zu bündeln und zu ordnen galt. Besprochen wurden Themenbereiche wie Ehrenamt, Monitoringstelle, interkulturelle Zusammenarbeit und Fair Pay. Nun geht es um die Erarbeitung umsetzbarer Maßnahmen innerhalb dieser Legislatur.

„Kultur und Bildung sind zentrale gesellschafts-, demokratie- und kulturpolitische Instrumente, die den Zusammenhalt stärken und helfen können, soziale Brüche zu überwinden“, unterstrich Landesrat Philipp Achammer. „Junge Menschen sollen stärker in kulturelle Prozesse eingebunden, ihre Ideen aufgegriffen und ihre aktive Mitgestaltung gefördert werden. In herausfordernden Zeiten müssen Begegnungsräume geschaffen und gestärkt werden, damit Menschen unterschiedlicher kultureller Hintergründe miteinander in Austausch treten können.“

Kultur könne als verbindende Kraft dazu beitragen, eine offene, inklusive und solidarische Gesellschaft zu stärken. Analoge Räume und persönliche Begegnungen sollten dabei bewusst gefördert werden. „Ein freies, vielfältiges und barrierefreies kulturelles Geschehen muss für alle zugänglich sein. Bestehende kulturelle Initiativen sollen gestärkt und neue Formate entwickelt werden, sowohl in den Städten als auch in den Peripheriegebieten“, so Landesrat Achammer.


Landesrat Marco Galateo wies darauf hin, dass die aktuelle die erste Legislaturperiode sei, in der die drei Kulturbeiräte sich über ein gemeinsames strategisches Arbeitspapier austauschen. Außerdem betonte er die Vielfalt der Kulturen in Südtirol und sowie die Bedeutung der Wirtschaft auch in der Kreativwirtschaft. Hierbei handelt es sich um jenen Wirtschaftssektor, der auf individueller Kreativität, Kultur, Talent und geistigem Eigentum basiert und darauf abzielt, durch die Schaffung und Vermarktung origineller Produkte, Dienstleistungen oder Inhalte Wohlstand und Arbeitsplätze zu generieren. „Es ist der gemeinsame Wille aller, den Zugang zur Kultur niederschwellig zu gestalten, dabei aber das bestehende kulturelle Niveau stets hoch zu halten“, betonte Landesrat Galateo. Auch sei es wichtig, Synergien zu schaffen.


„Lebendige Kultur hält eine Gesellschaft am Leben“, unterstrich auch Landesrat Daniel Alfreider. „Kultur gehört unabdingbar zu einer Gemeinschaft. Die Sicherheit von Investitionen in die Kultur zu gewährleisten, ist nicht nur eine Frage des Geldes und der Verwaltung. Ebenso wichtig sind schnellere und unbürokratische Abläufe, um unsere Vereine bestmöglich zu unterstützen. Einen zentralen Stellenwert hat zudem die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen, da sie eine wesentliche Voraussetzung dafür ist, die junge Generation an Kultur und Vereinsleben heranzuführen.“

lpa

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