Mittwoch, 13. Mai 2026

Mega-Sperre am Brenner: „Umfahren Sie Nordtirol großräumig“

Wie mehrmals berichtet, kommt es am Samstag, 30. Mai, zu einer umfangreichen Sperre des gesamten Brennerkorridors. Grund ist eine von einer Privatperson angemeldete Versammlung, die auf einer Entscheidung des Gerichts basiert. Die Behörden richten einen klaren Appell an alle Verkehrsteilnehmer: „Nordtirol an diesem Tag großräumig umfahren.“

Am 30. Mai sollten Sie vor dem Brenner ausfahren – und nicht nach Nordtirol weiter. - Foto: © Shutterstock / shutterstock

Keine Ausweichmöglichkeiten für Transitverkehr

Die Maßnahmen betreffen insbesondere den sogenannten Durchzugsverkehr – also Fahrzeuge, die Nordtirol lediglich durchqueren wollen, etwa auf der Route von Deutschland nach Südtirol. „Für diesen Verkehr gilt unmissverständlich: Der Brenner steht am 30. Mai nicht zur Verfügung“, heißt es in einer Mitteilung des Bundeslandes Tirol.

„Der Brennerkorridor ist für den Durchzugsverkehr komplett gesperrt. Es gibt keine lokalen Ausweichmöglichkeiten. Daher gilt es, Nordtirol großräumig zu umfahren“, erklärt Kathrin Eberle, Bezirkshauptfrau von Innsbruck-Land.

Zudem warnen die Behörden bereits im Vorfeld vor starken Verkehrsbelastungen: Sowohl vor als auch nach der Sperre sowie an den Tagen davor und danach ist mit erheblichen Staus und Behinderungen zu rechnen.

Autobahn und Landesstraßen betroffen

Konkret wird die A13 Brenner Autobahn zwischen der Mautstelle Schönberg und dem Brenner von 11 bis 19 Uhr in beide Richtungen vollständig gesperrt – und zwar ohne Ausnahmen.

Die Polizei in Nordtirol wird die Regelungen streng kontrollieren. Wer die Straßen benutzt, muss glaubhaft nachweisen, dass er tatsächlich ein Ziel in der Region hat oder von dort kommt.

Strenges Fahrverbot für Transit-Lkw

Besonders betroffen ist der Schwerverkehr: Am 30. Mai gilt in ganz Nordtirol ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen, wenn deren Route über den Brenner oder den Bezirk Lienz führt.

Das bedeutet konkret
•Transit-Lkw dürfen Nordtirol an diesem Tag nicht über den Brenner durchqueren.

•Ein Ausweichen über Landes- oder Gemeindestraßen ist nicht möglich.

Auch hier lautet die klare Empfehlung: Alternative Routen über Nachbarländer nutzen.

Kontrollen an allen Grenzen

Um die Maßnahmen durchzusetzen, führt die Polizei am 30. Mai umfassende Kontrollen an sämtlichen Grenzübergängen durch – darunter Kiefersfelden, Vils/Reutte, Scharnitz, Achenpass, Sillian und der Reschenpass.

„Transitreisende sollen gar nicht erst bis an Tirols Grenzen fahren, sondern frühzeitig – etwa beim Inntaldreieck, bei Rosenheim oder bei Verona – auf alternative Routen ausweichen“, betont Enrico Leitgeb, Leiter der Landesverkehrsabteilung.

Fahrzeuge, die trotz Verbots unterwegs sind, müssen im Zweifel an den Grenzen umkehren.

Sollte es innerhalb Tirols zu größeren Verkehrsproblemen kommen, kann die Polizei auch den Pkw-Verkehr bei der Einreise regulieren oder einschränken, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Reisen nach Tirol möglich – aber mit Einschränkungen

Wer ein Ziel in Nordtirol hat, kann grundsätzlich auch am 30. Mai an- oder abreisen. Allerdings warnen die Behörden vor erheblichen Verzögerungen und raten, Fahrten nach Möglichkeit zu verschieben.
Die Zufahrt in Regionen wie das Wipptal, Stubaital, Gschnitztal, Navistal, Obernbergtal, Schmirntal und Valsertal bleibt für Ziel- und Quellverkehr möglich.

Eine Anreise aus Südtirol über den Brenner nach Nordtirol ist an diesem Tag nicht möglich.

Nachweis erforderlich – sonst Rückschickung

Die Polizei kontrolliert streng, ob Fahrten berechtigt sind. Als Nachweis gelten etwa:

•Hotelbuchungen

•Lieferscheine

Wer keinen ausreichenden Nachweis erbringen kann, wird zurückgewiesen. Auch spontane Zwischenstopps – etwa zum Tanken oder Kaffeetrinken mit anschließender Weiterfahrt über den Brenner – sind nicht erlaubt.

„Unbefugte Fahrzeuge müssen wir zurückschicken. Es können auch Strafen verhängt werden“, so Leitgeb.

stol

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