Die Landesregierung hat die Förderbeiträge für den Ausbau von Seniorenwohnheimen erhöht. Grund dafür sind die deutlich gestiegenen Bau-, Planungs- und Technikkosten. Den entsprechenden Beschluss von Soziallandesrätin Rosmarie Pamer hat die Landesregierung am Freitag genehmigt.
Bisher unterstützte das Land die Schaffung neuer stationärer und teilstationärer Betten mit rund 108.000 Euro pro Platz, was 60 Prozent eines Fixbetrags von 180.000 Euro entspricht. Künftig werden vor allem finanzschwächere Gemeinden stärker entlastet: Für Gemeinden, die als wirtschaftlich schwach oder sehr schwach eingestuft sind, steigt der Fördersatz von bisher 60 auf 70 beziehungsweise 80 Prozent. Für Projekte ohne Beteiligung von Gemeinden bleibt der Beitragssatz bei 60 Prozent.
Pflegebedarf steigt kontinuierlich
Mit der Anpassung der Förderungen sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um das Betreuungsangebot für ältere Menschen weiter auszubauen. Hintergrund ist die demografische Entwicklung: Der Anteil älterer Menschen wächst, ebenso der Bedarf an Pflege und Betreuung.„Der Bedarf ist da. Deshalb müssen wir schon heute gezielt investieren, um auch künftig eine gute Versorgung sicherzustellen“, betont Landesrätin Rosmarie Pamer. Ziel sei es unter anderem, die Vorgaben des Landessozialplans mit 1.141 zusätzlichen stationären Pflegeplätzen sowie zwei teilstationären Plätzen je 100 pflegebedürftige Menschen, die zu Hause leben, zu erreichen.
Deutlich mehr Nachfrage nach Betreuungsangeboten
Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt laut Land, dass nahezu alle Betreuungsangebote für Seniorinnen und Senioren stärker nachgefragt werden.Den größten Zuwachs verzeichnete der ambulante Betreuungsdienst: 2025 nahmen 1.021 Personen beziehungsweise 18 Prozent mehr dieses Angebot in Anspruch als noch 2020. Auch die Zahl der stationären Pflegeplätze in Seniorenwohnheimen stieg um acht Prozent oder 337 Plätze.
Besonders stark gewachsen sind die Angebote „Begleitetes, betreutes Wohnen“ und „Betreutes Wohnen Plus“ mit einem Plus von 20 Prozent. Letzteres wurde erst Ende 2022 eingeführt und befindet sich noch im Ausbau. Auch Tagespflege und Kurzzeitpflege konnten ihre Kapazitäten und die Zahl der betreuten Personen erhöhen.
Nach Einschätzung von Landesrätin Pamer zeigen die Zahlen, dass insbesondere Angebote zur Unterstützung der häuslichen Pflege und zur Entlastung pflegender Angehöriger weiter ausgebaut werden müssen. Gleichzeitig werde der Ausbau und die Modernisierung der Seniorenwohnheime fortgesetzt, um auf den steigenden Pflegebedarf vorbereitet zu sein.


