Montag, 29. Dezember 2025

Neustart bei Lehrer-Verhandlungen: Land kündigt Gespräche an

Nach Monaten des Stillstands scheint Bewegung in den Konflikt zu kommen: Landeshauptmann Arno Kompatscher hat zum Jahreswechsel angekündigt, die festgefahrenen Verhandlungen mit den Gewerkschaften des Lehrpersonals wieder aufzunehmen.

Es kommt wieder Schwung in die Verhandlungen um die Lehrergehälter. - Foto: © Shutterstock / shutterstock

Beim Mediengespräch zum Jahreswechsel am heutigen Montag hat Landeshauptmann Arno Kompatscher angekündigt, dass sich die Gewerkschaften der Lehrkräfte sowie die Personallandesrätin Magdalena Amhof, die Bildungslandesräte Marco Galeteo, Philipp Achammer und Daniel Alfreider sowie er bald an den Verhandlungstisch setzen werden. In den vergangenen Monaten war es im Vorfeld der Verhandlungen zum Stillstand gekommen.

110 Millionen Euro für Lohnerhöhungen

Die Landesregierung hat zur Aufwertung des Bildungsbereichs 110 Millionen Euro für eine reale Lohnerhöhung des Lehr- und Erziehungspersonals im Haushalt 2026 festgeschrieben, wobei von Gewerkschaftsseite noch zu definieren ist, wie die Aufteilung im Detail erfolgen soll. Die Geldmittel sind im Haushalt 2026 bereits veranschlagt. Dieser tritt ab 1. Januar 2026 in Kraft.

Beim Mediengespräch zum Jahreswechsel kündigte Landeshauptmann Arno Kompatscher die Wiederaufnahme der Gespräche mit den Gewerkschaften der Lehrkräfte an. - Foto: © LPA/Fabio Brucculeri



Zugleich sollen 2026 auch die Verhandlungen beginnen, um neben dem Lohnaspekt auch andere, sogenannte normative Aspekte neu zu regeln bzw. zu verbessern.

Die Notwendigkeit von wirtschaftlichen und organisatorischen Maßnahmen zur Aufwertung des Bildungsberufs ist auch im Regierungsprogramm für die aktuelle Legislaturperiode verankert.

Streit um Verhandlungen

Im Oktober hatte die Landesregierung erklärt, dass man nicht bereit sei, die entsprechenden Vertragsverhandlungen aufzunehmen oder Arbeitstische einzuführen, solange Protest-, Streik- oder sonstige Maßnahmen der Arbeitsverweigerung in breitem Umfang stattfänden.

Seither gab es viele Bemühungen, die Wogen zu glätten, unter anderem im Rahmen von Informationsveranstaltungen für das Lehrpersonal oder Gewerkschaftsversammlungen. Zuletzt hatten Umfragen der Gewerkschaften unter ihren Mitgliedern ergeben, dass eine große Mehrheit des Lehrpersonals für die Aufnahme von Verhandlungen sei, allerdings ohne Bedingungen. Mehrere Schulen haben in der Zwischenzeit ihre Proteste eingestellt.

lpa/stol

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