Lehrer
Schulproteste: Allianz der Kultur schlägt Alarm
Die Schulproteste des vergangenen Schuljahres hinterlassen nach Ansicht der „Allianz der Kultur“ tiefe Spuren in der Südtiroler Kulturlandschaft. In einem offenen Brief nimmt das Netzwerk die Landesregierung, Gewerkschaften und Initiativgruppen in die Pflicht. Die Botschaft der Kulturschaffenden ist unmissverständlich: Viele Freiberufler stünden vor dem beruflichen Ruin, während den Schülern der Zugang zu kultureller Bildung wegbreche.
Lehrer: Studie zur Arbeitsbelastung ab Herbst
Alle reden über die Lehrer und ihre Gehälter: Wie komplex Schule tatsächlich ist und wie es mit der Arbeitsbelastung der Lehrkräfte aussieht, erhebt ab Herbst eine Studie. „Wir stehen vor der Vergabe des Auftrags an das Institut Apollis“, so Landesrat Philipp Achammer. „Damit kommen wir von Meinungen zu Fakten“, sagt der Freie Abgeordnete Andreas Leiter Reber.
Magdalena Amhof kontert Lehrer: „Ball liegt bei Gewerkschaften“
Acht Millionen Euro liegen für die Angleichung der Lehrergehälter in Südtirol bereit, doch ohne Einigung der Gewerkschaften bleibt das Geld vorerst unangetastet. Während die Reallohnerhöhung rückwirkend ausbezahlt wird, verzögert sich die Gehaltsannäherung – der Ball liegt laut Landesrätin Magdalena Amhof weiterhin bei den Gewerkschaften.
Schulgewerkschaft attackiert Amhof: „Landesrätin soll bei den Fakten bleiben“
Die Aussagen von Landesrätin Magdalena Amhof sorgen für Unmut: ASGB-Gewerkschafterin Petra Nock wirft ihr vor, mit falschen Darstellungen die Lage im Bildungsbereich zu verzerren. Während Lehrkräfte trotz schwieriger Bedingungen vollen Einsatz zeigen, spitzen sich Gehaltsfrage und Nachwuchsproblem dramatisch zu – und nun droht auch noch Streit um ausstehende Gelder.
Lehrer: Erstes Gehaltsplus rückwirkend, zweites aber nicht mehr
Südtirols Lehrer an den Grund-, Mittel- und Oberschulen können sich auf eine reale Lohnerhöhung zwischen 2.000 und 7.585 Euro brutto im Jahr freuen. Ausbezahlt wird diese rückwirkend ab Jänner 2026. Jetzt stehen noch 20 Millionen Euro zur Verfügung, um die Annäherung der Gehälter von Staatslehrern an jene der Landeslehrer vorzunehmen und besondere Dienste zu honorieren: „Dieses Geld gibt es aber nicht mehr rückwirkend“, sagt Landesrätin Magdalena Amhof.
LR Achammer: „Nicht abgesichert? Das ist schlicht falsch!“
„Lehrpersonen sind bei Ausflügen durchaus abgesichert“, betont Landesrat Philipp Achammer und widerspricht damit der jüngsten Aussage von Andrea Perger (Initiativgruppe Qualitätsmarke Südtirol), die gegenüber diesem Medium behauptet hatte, Lehrkräfte seien rechtlich nicht abgesichert. „Das ist schlicht falsch“, stellt der Landesrat klar.
Bildung: Land genehmigt Richtlinien für Gehaltserhöhung
Aus 100 plus zehn Millionen Euro sind in den Verhandlungen mit den Gewerkschaften 92 plus acht (plus x) plus zehn (minus x) Millionen geworden. Verwirrend? Egal, unterm Strich bleiben es die bereits im Landeshaushalt reservierten 110 Millionen Euro. Verhandelt wird „nur“ über die Verteilung.
Bildung: Landesregierung beschließt Richtlinien für Gehaltserhöhung
Der nächste Schritt ist gesetzt: Die Landesregierung hat am heutigen Freitag die Richtlinien für die Gehaltserhöhung im Bildungsbereich beschlossen. Sie sind die Grundlage für die weiteren Verhandlungen mit den Gewerkschaften und die konkrete Umsetzung.
Grundschullehrer: „Es geht in die richtige Richtung“
Bei den Grundschullehrern herrscht Zuversicht: „2025 war ein herausforderndes Jahr für die gesamte Lehrerschaft – es gab viel Stillstand, aber jetzt gehen die Lohnverhandlungen in die richtige Richtung“, stellte die Vorsitzende des KSL, Eva Niederegger bei der Mitgliederversammlung am Freitag im Pastoralzentrum mit Genugtuung fest.
Enttäuscht über Verhandlungen: Lehrer bleiben im Protestmodus
Die Enttäuschung der Lehrer über den Stand der Verhandlungen mit dem Land wächst: Das wurde bei den zeitgleich angesetzten Treffen der Initiativgruppen in Schlanders und Bruneck deutlich. Der Grundtenor in Bruneck war klar: Für eine Abkehr von den Protestmaßnahmen gibt es derzeit keinen Anlass.
Mehr Lohn für Lehrer: Termin für Vertragsabschluss „nicht einzuhalten“
Die Verhandlungen um reale Lohnerhöhungen von im Schnitt 400 Euro für den Bildungsbereich werden am 17. März wieder aufgenommen. Während sich Landesrätin Magdalena Amhof optimistisch zeigt, bleiben die Gewerkschaften skeptisch.
Lehrergehälter – „Gestehen weit mehr zu als der Staat“
Unter den Lehrern brodelt es. Nicht einmal die staatliche Inflationsanpassung werde zugestanden, heißt es. „Wir gestehen den Lehrkräften mehr zu als der Staat“, verweist Landesrat Philipp Achammer auf höhere Inflationsausgleiche und nahende Reallohnerhöhungen. Die Gehälter in Südtirol liegen 12.000 bis 16.000 Euro über jenen im restlichen Italien.
Aufholen mit pensionierten Lehrkräften
Die deutsche Schule stöhnt unter Kindern mit mangelnden Sprachkenntnissen. Mit zum Paket, das die SVP beschlossen hat, gehört mehr Sprachförderung am Nachmittag. Das Personal sucht Landesrat Achammer unter pensionierten Lehrern – und wurde fündig. „Die Pilotprojekte starten demnächst in Bozen und ab Herbst in vielen Gemeinden“, sagt Achammer. Um Bildungslücken möglichst früh zu schließen, sollen Sozialpädagogen bereits im Kindergarten eingesetzt werden.
Lehrer: Die ersten 92,5 Millionen Euro sind zugeteilt
Vier Monate, nachdem die Landesregierung ihre harte Linie „Proteste zurück oder keine Verhandlungen“ ausgegeben hat, sind am gestrigen Dienstag die Tarifverhandlungen im Bildungsbereich endlich doch gestartet. Damit jede/r im Schnitt 400 Euro brutto mehr pro Monat in der Lohntüte erhält, fließen 92,5 Millionen Euro in Gehaltserhöhungen.
Mit mehr Praxis in den Lehrberuf
Zwischen Bildungsressort und Universität hat man sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Südtirols akademische Ausbildung für Grundschullehrer und Kindergartenpersonal soll praxisbezogener, studentenfreundlicher und vor allen Dingen den neuen Herausforderungen angepasst werden. „Wir haben die Inhalte des Lehrangebotes zukunftsorientiert weiterentwickelt“, zeigt sich die Dekanin der Fakultät für Bildungswissenschaften, Prof. Antonella Brighi, zufrieden.
Lehrer: 5.000 Euro „ohne neue Mehrleistung“
Die Vertragsverhandlungen zwischen Land und Lehrergewerkschaften dürften Anfang Februar beginnen. Für 23. Jänner werden die Gewerkschaften vom Landeshauptmann, den drei Bildungslandesräten und Landesrätin Amhof eingeladen, um den Start formell zu fixieren.
Trotz Lehrer-Protest: Einiges los an Südtirols Schulen
An – immer mehr – Schulen Südtirols lockern Workshops und interne Projekte den Schulalltag auf. Immer öfter sind Klassen zu dem einen oder anderen kurzfristig geplanten kleinen Ausflug unterwegs – und mit dem Grundschulsprengel Brixen hat es vergangene Woche auch offiziell eine erste Abkehr vom Lehrer-Protest gegeben.
Schule: Elterngespräche als Stolperstein
Früher hatten Schüler Angst vorm Lehrer. Heute fürchten sich gar einige Lehrpersonen vor den Eltern. Das bestätigt Eva Niederegger, Vorsitzende des Lehrerverbandes KSL. Dieser hatte gestern zu einer Tagung rund um die Kommunikation im pädagogischen Bereich nach Nals geladen.
Achammer: Erneut klares Nein zu Sprachförderklassen
„Ich sehe keinen Sinn darin, eine Maßnahme einzuführen, die andernorts bereits wieder abgeschafft wird, weil sie die gewünschten Ergebnisse nicht bringt“: Bildungslandesrat Philipp Achammer reagiert damit auf den erneuten Ruf der „Freiheitlichen“ nach Sprachförderklassen als Reaktion auf die jüngsten INVALSI-Ergebnisse.
Weniger Zettel, mehr Teamunterricht
Im Bildungsbereich scheint der Schuh derzeit vielerorts zu drücken: Am Freitagmittag an den Start gegangen, wurde die Plattform Bildungsdialog am Wochenende jedenfalls bereits mit über 500 Beiträgen „geflutet“. Erste Tendenz aus der Online-Erhebung: Gewünscht werden weniger Dokumentationspflichten, weniger Sitzungen und mehr Teamunterricht.
Lehrpersonen werden befragt: Wie kann Schule besser werden?
Mit einer umfassenden Online-Befragung eröffnet Südtirols deutschsprachige Bildungswelt einen neuen Dialog über bessere Rahmenbedingungen in Schulen und Kindergärten. Landesrat Philipp Achammer und Landeshauptmann Arno Kompatscher betonen, dass es sowohl strukturelle Verbesserungen als auch finanzielle Anpassungen brauche, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.
„Einen letzten Versuch für gemeinsames Vorgehen, sonst gehen wir getrennt“
Theorielastig und langwierig – und vor allen Dingen nicht an der zunehmenden Komplexität der Schulwelt ausgerichtet: Dass sich in Sachen Lehrerausbildung an der Fakultät für Bildungswissenschaften etwas ändern muss, darin sind sich (fast) alle einig. Doch scheiden sich zwischen den Sprachgruppen die Geister zwischen Reform und Reförmchen.



