Freitag, 14. August 2026

Das sagt Jürgen Wirth Anderlan zu den Vorwürfen

Jürgen Wirth Anderlan reagiert in einer Aussendung auf die Vorwürfe seiner Person: „Ich halte nichts von Kontaktverboten und spreche mit jedem. Aber ich sage auch klar, dass Vandalismus, Gewalt und verbotene Symbole unser Land nicht weiterbringen.“ Zeitgleich warnt der Landtagsabgeordnete in der Aussendung „vor vorgetäuschten Aktionen, die darauf abzielen könnten, den Jugendlichen und ihm zu schaden“.

Jürgen Wirth Anderlan (Mitte) mit einer Gruppe des „Aktverein“ – alle mit der „White-Power“-Geste.

Mitte Juni traten mehrere Jugendliche - viele davon mit ausländischen Wurzeln - im Rahmen des Dorfturniers in Kaltern an Jürgen Wirth Anderlan heran und baten um Fotos. Wenig später baten sie auch um ein persönliches Treffen, das Mitte Juli bei Wirth Anderlan stattfand.

„Ich bin immer gesprächsbereit und freue mich, wenn gerade junge Menschen an mich herantreten. Ich habe mich auch schon mehrfach mit jungen Südtirolern aus dem äußersten linken Lager getroffen und mit ihnen gesprochen. Auch das war nie ein Problem“, so der Kalterer Landtagsabgeordnete der Liste JWA.

Das Treffen habe allerdings keinen „Netzwerkcharakter“ betont er, „wie mehrfach medial behauptet wurde“. „Ich sprach mit den Jugendlichen über das Ausgehen, die Schule und Ausbildung, Arbeitsmöglichkeiten, aber auch über die Probleme der Jugend.“ Auch der Vorwurf, ein angebliches „White-Power-Zeichen“ verwendet zu haben, sei lächerlich, so Wirth Anderlan. „Jeder Freizeit-Journalist weiß nach einer Minute Recherche, dass dieses Zeichen nur deshalb entstand, um Linke und Medien für dumm zu verkaufen, die immer und überall ,Rechtsextremismus' wittern. Zudem ist es völlig legal“, meint Anderlan in der Aussendung.

Dabei war Wirth Anderlan durchaus bewusst, dass lokale Medien bereits über die Jugendlichen der Gruppe „Aktverein“ berichtet hatten. „Im privaten Gespräch habe ich ihnen deshalb auch klar gesagt, dass Vandalismus, Gewalt und verbotene Symbole unser Land nicht weiterbringen.“ Stattdessen gäbe es genügend Möglichkeiten, seine Meinung friedlich und legal zu äußern. Gewalt und Zerstörungswut würden im Gegenteil nur dem politischen Gegner helfen.

„Ich bin der festen Meinung, dass man mit Gesprächs- und Verständnisbereitschaft, aber auch mit klaren Worten bei diesen und anderen Jugendlichen weiterkommt als mit Vorverurteilungen, Ausgrenzung und Beleidigungen. Sollten sie sich tatsächlich strafbar gemacht haben, muss ohnehin ein Gericht darüber entscheiden. Nicht ich.“

sor

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