Donnerstag, 9. Juli 2026

Steinmeier nimmt Amtsgeschäfte in Ausweichquartier auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nimmt am Freitag die Amtsgeschäfte in seinem neuen Dienstsitz am Spreebogen auf. Damit ist der Auszug des Staatsoberhaupts aus dem Schloss Bellevue und seiner rund 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bundespräsidialamt offiziell abgeschlossen. Beide Gebäude werden in den kommenden Jahren saniert.

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist in sein Übergangsquartier gezogen. - Foto: © APA/afp / IBRAHIM AMRO

Die Arbeiten sollen bis zu acht Jahre dauern. Dafür sind 601 Millionen Euro veranschlagt, aber auch schon weitere 259 Millionen Euro für noch nicht kalkulierbare Risiken sowie mögliche Baukostensteigerungen eingeplant. Diese müssen allerdings nicht eintreten.

Für Steinmeier bedeutet dies, dass er nicht wieder ins Schloss Bellevue einziehen wird. Seine Amtszeit endet im März kommenden Jahres. Wer immer ihm nachfolgt, wird seine erste Amtszeit ebenfalls in dem Ausweichquartier verbringen, das zwischen Kanzleramt und Hauptbahnhof liegt. Dort sollen auch repräsentative Veranstaltungen wie Staatsbankette stattfinden. In den Übergangsbau sollen später Bundesbehörden untergebracht werden.

Nach außen sichtbar wird der Auszug aus Schloss Bellevue, indem am Vormittag die Standarte – ein goldfarbenes, quadratisches Tuch mit rotem Rand und dem Bundesadler in der Mitte – auf dem Dach eingeholt wird. Eine Stunde später wird sie am Übergangsquartier neu gesetzt. Die Standarte signalisiert, dass dieses nun der Amtssitz ist.

dpa

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