Im Palais Widmann diskutierten die Ungarndeutsche Olivia Schubert, Präsidentin der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN), der Verfassungsrechtler Robert Louvin, ehemaliger Präsident der Autonomen Region Aosta, der österreichische Botschafter Helmut Tichy, langjähriger Leiter des Völkerrechtsbüros im Außenministerium, sowie Hugo-Daniel Stoffella, Obmann des Südtiroler Volksgruppen-Institutes (SVI) und Leiter des Dokumentations- und Kommunikationszentrums Sprachminderheiten in den Alpen (DoKoMA). Moderiert wurde die Podiumsdiskussion vom Chefredakteur des ORF-Südtirol Heute, David Runer.
Olivia Schubert berichtete, wie die über 100 Mitgliedsorganisationen der FUEN, die Sprachminderheiten aus 40 europäischen Ländern vertreten, den Minderheitenschutz Südtirols betrachten, um den sie unser Land sehr beneiden. Europa sei sehr minderheitenfeindlich geworden und es gelte, das Erreichte zu bewahren.
In dieselbe Kerbe schlug Robert Louvin, der aus dem Blickwinkel der drei Sprachminderheiten in Aosta berichtete: die frankoprovenzalische sowie die französischsprachige Minderheit und die deutschsprachigen Walser.
Wie Österreich im Rahmen ihrer Schutzfunktion die Entwicklung in Südtirol auch heute noch genauestens verfolge, erzählte Helmut Tichy.
Schließlich sprach Hugo-Daniel Stoffella aus der Warte der alpindeutschen Sprachminderheiten in Oberitalien, die sprachlich vielfach um ihr nacktes Überleben kämpfen.


