Autonomie
Neue Spitze des Volksgruppen-Instituts: Antrittsbesuch beim Landeshauptmann
Das Südtiroler Volksgruppen-Institut (SVI) befasst sich mit der wissenschaftlichen Behandlung der Volksgruppenfrage und insbesondere auch der Volksgruppenrechte in Europa. Seit Mai 2026 steht Hugo-Daniel Stoffella dem Institut als Obmann vor. Gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Leiter des SVI, Paul Videsott, besprach Stoffella beim Antrittsbesuch bei Landeshauptmann Arno Kompatscher vor allem aktuelle Entwicklungen der Autonomie.
Heute tritt die Reform des Autonomiestatuts in Kraft
Am heutigen Dienstag, 15 Tage nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der Republik, tritt das Verfassungsgesetz Nr. 2 vom 18. Mai 2026 in Kraft, mit dem die Änderungen des Autonomiestatuts gutgeheißen wurden. Damit erhält Südtirol erweiterte Zuständigkeiten und stärkt den Schutz seiner Autonomie. Die Landesregierung will die neuen Spielräume nun rasch mit konkreten Maßnahmen füllen.
SVP begrüßt Änderung am Wahlgesetz: „Stärkt unsere Autonomie“
Die Südtiroler Volkspartei bewertet einen im Verfassungsausschuss angenommenen Änderungsantrag zum Wahlgesetz für Trentino-Südtirol positiv. Aus Sicht der SVP berücksichtigt die Regelung sowohl die gesamtstaatliche Stimmenauswertung als auch die Besonderheiten der autonomen Region.
Autonomiereform im Amtsblatt der Republik veröffentlicht
Das Verfassungsgesetz „Änderungen am Sonderstatut für Trentino-Südtirol“, also die Reform der Südtirol-Autonomie, ist im Amtsblatt der Italienischen Republik Nr. 130 vom 8. Juni 2026 veröffentlicht worden. Nach diesem formellen Schritt tritt am 23. Juni in Kraft.
„Autonomiestandards wiederhergestellt“ – Minister Calderoli in Bozen
Unter dem Titel „Autonomie als Instrument verantwortungsvoller Selbstverwaltung“ haben sich am Freitag in Bozen der Minister für Regionalangelegenheiten und Autonomien, Roberto Calderoli, die Landeshauptleute Arno Kompatscher (Südtirol) und Maurizio Fugatti (Trient) zu einem Austausch über die jüngst in Rom verabschiedete Reform des Autonomiestatuts getroffen.
Steger: „Heimatpolitik heißt nicht nur schneidige Reden halten“
Nachdem der Senat an diesem Mittwoch in letzter Lesung das Verfassungsgesetz zur Autonomiereform genehmigt hat, lud die SVP am heutigen Freitag zu einer Pressekonferenz – und feierten „jüngsten Meilenstein in der Geschichte der Südtiroler Autonomie“.
Autonomie-Reform ist Gesetz: Was die Reform für Bürger bringt
Vor zwei Jahren hatte kaum jemand daran geglaubt und zuletzt musste man zittern: Mit 129 Ja-Stimmen, 48 Enthaltungen, aber keiner einzigen Gegenstimme hat die Autonomie-Reform die letzte Hürde im Senat genommen und ist Wirklichkeit. „Jetzt sind neue Spielräume für uns da und es liegt an uns, sie zu nutzen“, so Landeshauptmann Arno Kompatscher. Heute informiert er in Rom den österreichischen Botschafter.
Autonomie-Reform: Endspurt wird zum Krimi
Ein Jahr flutschte die Autonomie-Reform durchs Parlament wie geölt, doch der Endspurt wird zum Krimi. Ob am Mittwoch die letzte und entscheidende Abstimmung stattfindet, steht erst Dienstagabend fest. „Wir setzen alles daran, dass der Termin am Mittwochnachmittag bleibt“, so SVP-Senator Meinhard Durnwalder.
Steht die Südtiroler Autonomiereform auf der Kippe?
Gut geplant, ist halb gewonnen, heißt es. Doch für Südtirols Autonomiereform könnte es dennoch knapp werden. Denn eine kurzfristige Änderung im Arbeitsprogramm des Senates am Mittwoch macht die letzte notwendige Abstimmung trotz bester Planung auf den letzten Metern zur Zitterpartie. „Fehlt nur eine einzige Stimme zu den erforderlichen 103, dann war es das mit der Reform“, spricht Senator Meinhard Durnwalder Klartext.
Peterlini: „Das ist ein Riesenskandal, der alles in Frage stellt“
Die Fälschung der Zweisprachigkeitszertifikate ist für Prof. Oskar Peterlini ein „Riesenskandal, der alles in Frage stellt“ und „ein schrecklicher Rückfall in die Vergangenheit“. Peterlini referiert am Freitag bei einer Tagung in der Eurac zum Thema „50 Jahre ethnischer Proporz“.
SVP kontert auf Schützen-Kritik: „Wer Fortschritt kleinredet, schadet Südtirol“
Mit deutlichen Worten reagiert die Südtiroler Volkspartei auf Kritik von Schützenbund und Heimatbund an der geplanten Autonomiereform. Die SVP verteidigt die Reform als „wichtigste Weiterentwicklung des Statuts seit Jahrzehnten“ und wirft den Kritikern mangelnde Verantwortung und politische Kurzsichtigkeit vor. Südtirol brauche jetzt keine Zuspitzung, sondern Ernsthaftigkeit, Weitblick und konstruktive Begleitung.
„Mutlos und richtungslos“: Schützen rechnen mit Südtirols Politik ab
Scharfe Kritik, klare Botschaften und ein Appell an die Identität: Bei ihrer Bundesversammlung in Bozen greifen die Schützen die Autonomiereform frontal an – und warnen vor einem schleichenden Verlust von Sprache, Heimat und politischer Haltung.
Gute Nachricht für 600 Südtiroler Rentner und für Vereine
Einstimmig hat die Zwölferkommission am Dienstag zwei wichtige Durchführungsbestimmungen für Südtirol genehmigt. Eine Bestimmung ebnet den Weg dafür, dass etwa 600 Rentner in Südtirol, die eine staatliche Sozialrente beziehen, eine monatliche Aufstockung durch das Land in Höhe von bis zu 400 Euro monatlich rückwirkend für das Jahr 2025 erhalten können.
Kompatscher: „Österreich bleibt unsere Schutzmacht“
Landeshauptmann Arno Kompatscher ist erfreut über die Zustimmung der österreichischen Schutzmacht zur Südtiroler Autonomie-Reform. Wie berichtet, hat Österreich gestern bekanntgegeben, keine Einwände gegen die geplante Reform zu erheben. „Wien setzt ein klares politisches Signal in einem sensiblen völkerrechtlichen Kontext“, so Kompatscher.
Schutzmacht Österreich begrüßt Südtirols Autonomie-Reform
Die Reform der Autonomie Südtirols dürfte wohl auf keine diplomatischen Hindernisse mehr stoßen: Österreich begrüßt als „Schutzmacht“ Südtirols den Verfassungsgesetzentwurf, in dem über die Jahre verloren gegangene Kompetenzen wiederhergestellt werden. In einem Ministerratsvortrag bezeichneten der österreichische Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) das Vorhaben als „Wahrung und Stärkung der Autonomie Südtirols“.
Autonomiereform auf der Zielgeraden
Mit der heutigen zweiten Lesung in der Abgeordnetenkammer hat der Verfassungsgesetzentwurf zur Reform des Autonomiestatuts einen weiteren entscheidenden Schritt genommen. Der Entwurf wurde am mit 237 Stimmen verabschiedet. Nun stehen noch der Notenwechsel mit Wien sowie die abschließende Lesung im Senat bevor
Sand im Getriebe: Keine Post für Wien aus Rom
„Kein Schritt ohne Wien“, erklärten Landeshauptmann Kompatscher und SVP bei der Autonomiereform – doch jetzt ist Sand im Getriebe. Heute startet in der Kammer zwar der Iter für die zweite und definitive Lesung. Zuvor hätte aber der Notenwechsel zwischen Rom und Wien stattfinden sollen. Bis dato wurde der Text aber noch nicht einmal nach Wien übermittelt. Jetzt laufen Verhandlungen, damit der Briefwechsel in Gang kommt.
Von der Südtirol-Autonomie zur steigenden Olympia-Euphorie
Österreichs neuer Botschafter in Italien, Michael Rendi, ist erstmals offiziell zu Besuch in Südtirol. Im Interview spricht er über die Bedeutung der Autonomie, aktuelle Spannungen rund um den Transitverkehr und seine persönliche Beziehung zu Italien.
Als 124 Gemeinden in Südtirol plötzlich verschwanden
Insgesamt 233 eigenständige Gemeinden gab es in Südtirol vor etwa 100 Jahren, als im Zuge der faschistischen Verwaltungszentralisierung ab 1925 die Zerschlagung der Gemeindeautonomie begann. Zeitgleich wurde per Gesetz die Anzahl der Gemeinden reduziert – kleinere Ortschaften wurden größeren angegliedert. Die Gründe dafür erläutert der Historiker Walter Landi im Interview.
VIDEO | Senat: Ja zur Autonomiereform – Gedenken an Roland Riz
Der Senat in Rom hat am heutigen Mittwoch grünes Licht für die Südtiroler Autonomiereform gegeben – mit 100 Ja-Stimmen, einer Gegenstimme und 50 Enthaltungen. Zudem gab es im römischen Senat heute eine Gedenkminute für den kürzlich verstorbenen Alt-Senator Roland Riz.
SVP Ladina: Ein großer Gestalter der Autonomie und des Minderheitenschutzes
Nach dem Tod des langjährigen Bozner SVP-Politikers und Juristen Roland Riz nehmen Weggefährten und Parteivertreter Abschied. Auch die SVP Ladina würdigt Riz in einer Aussendung. Mit Idealismus, Ausdauer und großem Engagement habe der Altsenator Riz über Jahrzehnte hinweg Verantwortung für Südtirol und seine Minderheiten übernommen.
Dieter Steger: „Eine Schlüsselfigur der Südtirol-Autonomie“
„Roland Riz hat maßgeblich dazu beigetragen, die Südtirol-Autonomie umzusetzen und nachhaltig zu festigen“, erinnert SVP-Obmann Dieter Steger in einer Aussendung. Dies sei ihm durch seine Führungsrolle in der Südtiroler Volkspartei, seine langjährige parlamentarische Arbeit und nicht zuletzt durch seine fundierte wissenschaftliche Expertise gelungen. „Wir werden dem Verstorbenen ein ehrendes Gedenken bewahren.“
Justiz: Poker um Ausgleich von 80 Millionen Euro mit Rom
357 Verwaltungsmitarbeiter der Justiz wechselten vor sieben Jahren ihren Dienstherren: Sie und andere seither aufgenommene Mitarbeiter stehen nicht mehr im Staatsdienst, sondern sind Bedienstete der Region Trentino-Südtirol. In Rom verhandelt der Landeshauptmann nun über Ausgleichszahlungen durch den Staat in Höhe von 80 Mio. Euro.
Autonomie: Staat vergütet Mindereinnahmen durch Steuerreform
Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher und der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti haben Finanzminister Giancarlo Giorgetti (Lega) am Dienstag bei einem Treffen in Trient ihr Einvernehmen für die im staatlichen Haushaltsgesetz 2026 geplanten Änderungen von Stufen der Einkommenssteuer (IRPEF) zugesichert. Im Gegenzug wird der Staat den Autonomen Provinzen daraus resultierende Mindereinnahmen ersetzen.



