„Wahlkreise sollten nicht aus kurzfristigen parteipolitischen Interessen neu zugeschnitten werden. Entscheidend müssen nachvollziehbare, faire und für Südtirol tragfähige Kriterien sein. Wir unterstützen die Parteiführung daher in ihrem Einsatz für den bisherigen Wahlkreis“, erklärt Koordinierungsobmann Andreas Berger.
Sollte der eingebrachte Abänderungsantrag dennoch eine Mehrheit im Parlament finden, müsse man sich mit der neuen Situation auseinandersetzen. Gleichzeitig habe man Verständnis dafür, dass die italienische Sprachgruppe bei der parlamentarischen Vertretung Südtirols berücksichtigt werden soll.
„Sprachgruppenübergreifende Stimmengewinne möglich“
„Der bisherige Wahlkreis ist die beste Lösung, weil er einen sprachgruppenübergreifenden Wettbewerb ermöglicht. Sollte er politisch nicht zu halten sein, darf daraus aber nicht die Schlussfolgerung gezogen werden, dass deutschsprachige Kandidaten chancenlos sind. Entscheidend wird dann sein, einen Kandidaten oder eine Kandidatin aufzustellen, welche auch über die eigene Sprachgruppe hinaus überzeugen“, heißt es in der Aussendung.Auch mit einem deutschsprachigen Wähleranteil von rund 25 Prozent seien die Chancen auf einen Erfolg nicht ausgeschlossen. Dass sprachgruppenübergreifende Stimmengewinne möglich sind, hätten auch die Wahlergebnisse in Leifers und Pfatten gezeigt.
Für die SVP Bozen bleibt daher klar: Der bisherige Wahlkreis ist die beste Lösung. Gleichzeitig wird die Parteiführung bei ihren Bemühungen um eine tragfähige Lösung für Südtirol unterstützt.


