Samstag, 12. September 2026

US-Präsident Donald Trump in Irland

US-Präsident Donald Trump freut sich nach Angaben des irischen Vize-Regierungschefs Simon Harris „sehr“ auf seinen Golfplatz an der Westküste Irlands. „Er ist ein Mann, der Golf offensichtlich liebt, und er ist sehr stolz auf sein Resort in Doonbeg und freut sich darauf, dorthin zu fahren“, sagte Harris am Samstag dem Sender RTÉ, nachdem er Trump in der Früh auf dem Flugfeld in Dublin zu dessen zweitägigen Besuch mit teils auch offiziellen politischen Terminen begrüßt hatte.

US-Präsident Donald Trump in Irland. - Foto: © APA/afp / BRENDAN SMIALOWSKI


Im Anschluss wurde Trump von der irischen Präsidentin Catherine Connolly vor deren Residenz Áras an Uachtaráin empfangen. Der US-Präsident reiste begleitet von seinem Sohn Donald Trump Jr. und dessen Familie an. Harris sagte, es sei der erste Besuch von Trumps Enkelkindern in Irland.

Geplant sind bis Sonntagabend unter anderem ein Gespräch mit Regierungschef Micheál Martin sowie ein Auftritt vor Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der US-Botschaft sowie Wirtschaftsvertretern. Zentraler Anlass der Reise ist das Golfturnier Irish Open, das auf Trumps Golfresort im westirischen Doonbeg stattfindet. Am Sonntag will der Republikaner die Schlussrunde des Turniers verfolgen.

Nach Angaben des irischen Rundfunks RTÉ sind jedoch nicht alle Iren begeistert von dem Besuch des US-Präsidenten. Etwa in Dublin ist ein Protestmarsch geplant. Und auch in Doonbeg sowie am Flughafen Shannon soll es den Angaben nach Proteste geben. Die irische Polizei, auch Gardaí genannt, bereitete sich mit umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen auf den Besuch vor und spricht der Nachrichtenagentur PA zufolge von einem der komplexesten Einsätze, die je durchgeführt wurden. Auch gegen mögliche Drohnen seien die Sicherheitskräfte gerüstet: Spezielle Systeme sollen Fluggeräte erkennen, verfolgen und bei Bedarf abwehren.

Die „Irish Times“ kommentiert am Samstag den Besuch Trumps folgendermaßen: „Er ist wahrscheinlich der schlechteste Präsident, den die Amerikaner je gewählt haben. Die meisten Menschen würden einen solchen Mann nicht bei sich zu Hause willkommen heißen, und die Mehrheit der Iren wird diesen Besuch nicht begrüßen. Staats- und Regierungschefs müssen jedoch weitergehende Überlegungen berücksichtigen. Unabhängig von den Eigenschaften des Mannes verdient das Amt Respekt als Teil der tiefen allgemeinen Verbundenheit zwischen Irland und den USA. Trumps Amtszeit wird enden, und es bleibt zu hoffen, dass sein Land einen Weg findet, den Makel zu beseitigen, den er hinterlässt. Die USA bleiben eine große Nation, und ihre vielen Freunde in Irland und darüber hinaus können ihr nur eine rasche Rückkehr zu ihrem besseren Wesen wünschen.“

apa

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