Montag, 14. September 2026

Italiens Wettbewerbsfähigkeit tritt auf der Stelle

Italien macht bei seiner Attraktivität als Wirtschaftsstandort leichte Fortschritte, bleibt im internationalen Vergleich aber hinter der Spitzengruppe. Das zeigt der „Global Attractiveness Index“, der kürzlich beim Ambrosetti-Forum in Cernobbio vorgestellt wurde.

Italien belegt Platz 17 von 146 Staaten. - Foto: © Shutterstock / shutterstock

Der Index misst die Attraktivität eines Landes für Investoren, Unternehmen und Fachkräfte. Für die Studie wurden 146 Staaten untersucht. Italien belegt im jüngsten Report Rang 17 und verbessert seinen Wert von 60 auf 62 Punkte. Die Entwicklung erfolgt jedoch vor dem Hintergrund einer insgesamt schwachen Dynamik in Europa: Von den 27 EU-Mitgliedstaaten konnten nur sieben ihre Position verbessern, acht blieben unverändert und zwölf verloren Plätze.

Wachsender Export und Arbeitsmarkt

Zu den positiven Signalen zählt, dass die italienischen Exporte im Jahr 2025 um 3,3 Prozent auf den Rekordwert von 643 Milliarden Euro gestiegen sind und die Beschäftigung die Marke von 24,3 Millionen Personen überschritten hat. Gleichzeitig bestehen jedoch weiterhin erhebliche Herausforderungen bei der Produktivität und der Anziehung ausländischer Direktinvestitionen. Diese gingen um 27 Prozent zurück.

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, nennt die Denkfabrik sechs zentrale Handlungsfelder: die Modernisierung von Bildung und Qualifizierung, die Gewinnung internationaler Fachkräfte, eine effizientere Bürokratie, den Ausbau der Handelsnetzwerke, die Stärkung der digitalen Infrastruktur sowie die Verbreitung erfolgreicher Reformprojekte aus dem nationalen Aufbau- und Resilienzplan PNRR.

Angeführt wird das Ranking weiterhin von den USA, gefolgt von China, Singapur und Deutschland. Die Bundesrepublik fiel innerhalb von zwei Jahren vom zweiten auf den vierten Platz zurück, was vor allem auf die anhaltende Schwäche der Industrie zurückgeführt wird.

ber

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