Mittwoch, 12. August 2026

Projekt für Bozen-Umfahrung liegt vor – Wichtiger Meilenstein für BBT

Die Arbeiten am Brennerbasistunnel (BBT) und seinen Zulaufstrecken schreiten weiter voran. Vor zwei Wochen erfolgte mit dem Durchstich der beiden Haupttunnelröhren am Brenner ein historischer Meilenstein.

Das Projekt für eine Bozen-Umfahrung liegt vor. - Foto: © BBT

Beim BBT selbst steht nun insbesondere die Vergabe der tunneltechnischen Ausrüstung an, die noch innerhalb dieses Jahres erfolgen soll. Auch auf der Zulaufstrecke Franzensfeste-Waidbruck sind die Ausbruchsarbeiten mittlerweile in vollem Gange. Nun wurde auch bei der Umfahrung Bozen ein wichtiger Schritt erreicht.

Das Projekt ist Teil des geplanten viergleisigen Ausbaus der Brennerbahn zwischen Blumau und Branzoll. Ziel ist es, den Güterverkehr künftig weitgehend unterirdisch an Bozen vorbeizuführen und dadurch die bewohnten Gebiete in Kardaun, Rentsch, Bozen, Leifers und Branzoll nachhaltig vom Bahnlärm zu entlasten. Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider erinnert daran, dass RFI bereits vor rund drei Jahren die Schwestergesellschaft FS Engineering mit der Ausarbeitung des Projekts beauftragt hatte.

Nun wurde ein entscheidender Planungsschritt abgeschlossen: Am 31. Juli hat FS Engineering das ausgearbeitete Projekt an RFI übergeben. „Damit liegt erstmals ein konkretes Projekt vor, das nun im Detail geprüft und mit dem Territorium diskutiert werden kann“, erklärt Alfreider. RFI werde die Unterlagen zunächst bewerten und im Herbst das Genehmigungsverfahren einleiten.

Vorgesehen ist, dass ab Mitte September zunächst die betroffenen Gemeindeverwaltungen detailliert über das Projekt informiert werden. Anschließend beginnt die vertiefte Auseinandersetzung mit den Planungsunterlagen. Eine zentrale Rolle wird dabei die BBT-Beobachtungsstelle übernehmen. Sie wird die Anliegen und Verbesserungsvorschläge des Landes und der betroffenen Gemeinden bündeln und im weiteren Verfahren koordinieren.

„Jetzt beginnt für uns die entscheidende Phase“, erklärt Martin Ausserdorfer, Direktor der BBT-Beobachtungsstelle. „Es wird ein intensiver Prozess, bei dem es einen sachlichen und fairen Austausch zwischen allen Beteiligten braucht. Wir wissen, dass die Erwartungshaltung in den betroffenen Gemeinden und bei der Bevölkerung groß ist. Im Herbst geht es deshalb um die konkreten Inhalte und Details des Projekts.“

Nach der Vorstellung des Projekts beginnt ein umfassendes Beteiligungs- und Genehmigungsverfahren. Dabei erhalten Grundbesitzer, Anwohner, Gemeinden und das Land die Möglichkeit, ihre Stellungnahmen, Bedenken und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Gleichzeitig werden die zuständigen Landesämter ihre fachlichen Gutachten erstellen und die betroffenen Gemeinderäte mit dem Projekt befasst.

ansa/stol

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