In den ersten neun Monaten des Jahres erreichten die Exporte damit mehr als 5,8 Milliarden Euro, wie aus der jüngsten Erhebung des Landesstatistikinstitutes Astat hervorgeht. Sie liegen damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.
Sorgen wegen Deutschland und Österreich
Die wichtigsten Exportmärkte sind nach wie vor Deutschland und Österreich, doch die bereiten den Exportunternehmen Sorgen. Denn wegen der schwächelnden Wirtschaft der bedeutendsten Handelspartner schrumpften die Exporte: Deutschland, traditionell Südtirols größter Markt, verzeichnete einen Rückgang um 9,7 Prozent, Österreich um 13,4 Prozent.US-Zölle hinterlassen Spuren
Der drittwichtigste Exportmarkt der heimischen Unternehmen blieben auch im dritten Quartal mit einem Anteil von 7,8 Prozent die USA, auch wenn der Handel aufgrund der Zollpolitik Donald Trumps einen Dämpfer erlitt: So gingen die Exporte in die Vereinigten Staaten um 4,6 Prozent zurück.„ Maßnahmen, die die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen stärken, sind dringend notwendig. ”
— Alexander Rieper, UVS-Präsident
Besonders dynamisch zeigten sich neue Märkte wie Rumänien und Afrika, wie die Erhebung des Astat zeigt. So legten die Exporte nach Rumänien um rund 97 Prozent zu, womit das Land auf Platz vier der wichtigsten Exportmärkte in der EU aufsteigt – nach Deutschland, Österreich und Frankreich.
Die Ausfuhren nach Afrika wuchsen sogar um 105 Prozent. Jedoch hat der Kontinent nur einen geringen Anteil an den Gesamtexporten.
UVS: „Brauchen Maßnahmen, die Unternehmen stärken“
„In einem Umfeld von wachsender geopolitischer Unsicherheit zeigt sich beim Export, dass es unseren Unternehmen gelingt, neue Märkte zu erschließen“, kommentiert der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol (UVS), Alexander Rieper, die Daten.Doch bräuchten die Betriebe mehr Unterstützung: „Maßnahmen, die die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen stärken – angefangen bei den Energiekosten, die in Italien weit höher sind als in anderen europäischen Ländern wie Spanien, aber besonders im Vergleich zu den USA und China –, sind dringend notwendig.“
Zudem müsse das das Freihandelsabkommen Mercosur rasch genehmigt werden, und die EU müsse interne Barrieren abbauen, um den freien Handel zu begünstigen.


