Abschuss
„Wir lassen uns von den Tierschützern nicht abschrecken“
Nach dem Abschuss eines Wolfes in Enneberg will die Tierschutzorganisation LAV den Landeshauptmann vor Gericht bringen – doch die SVP schießt zurück. „Wir lassen uns von den Tierschützern nicht abschrecken. Mittelfristiges Ziel ist eine geregelte Entnahme des Wolfes als jagdbare Art durch die Jägerschaft“, sagt SVP-Senator Meinhard Durnwalder.
Erstmals Wolf in der Steiermark zum Abschuss freigegeben
Erstmals seit der Rückkehr des Wolfs in der Steiermark ist nun ein Tier, das nachweislich über zehn Schafe gerissen hat, im Gebiet Gumpeneck in der Gemeinde Sölk im Bezirk Liezen zum Abschuss freigegeben worden. Seit Juni war der Wolf aktiv und dürfte wohl eine weit höhere Dunkelziffer an Nutztieren gerissen haben, hieß es am Freitag in einer Aussendung von Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer (ÖVP).
Legendärer Problembär: Heute vor 20 Jahren wurde Bruno abgeschossen
Er fraß Schafe, plünderte Bienenstöcke und sorgte weltweit für Schlagzeilen: Braunbär Bruno wurde im Sommer 2006 zum Symbol für die Debatte um Naturschutz und die schwierige Rückkehr wilder Tiere. Heute steht der Bär mit wissenschaftlichem Namen JJ1 - Erstgeborener von Jose und Jurka - ausgestopft im Münchner Museum Mensch und Natur. Sein Abschuss heute vor genau 20 Jahren war heftig umstritten.
Nordtirol: Abschussverordnung erlassen und am selben Tag vollstreckt
Im Bezirk Landeck ist am Freitag ein Wolf erschossen worden. Der sogenannte „Risikowolf“ war in den vergangenen Tagen im Gemeindegebiet von Nauders wiederholt in unmittelbarer Nähe zu einem Wohngebiet nachgewiesen worden. Die Abschussverordnung wurde am Freitag erlassen und der Wolf am späten Abend erlegt, teilte das Land Tirol in einer Aussendung am Samstag mit.
Bär M90: Was dem Trentiner Landeshauptmann vorgehalten wird
Der Fall rund um den Abschuss von Bär M90 wird im verkürzten Verfahren verhandelt. Die Vorverhandlungsrichterin hat gestern in Trient einem entsprechenden Antrag der Verteidigung des Trentiner Landeshauptmanns Maurizio Fugatti stattgegeben. Fugatti selbst war beim Auftakt des Verfahrens nicht dabei. Was ihm zur Last gelegt wird – die Hintergründe.
Von italienischen Forschern besendeter Wolf in Kärnten abgeschossen
Ein von italienischen Wissenschaftern besendeter Wolf ist in der Nacht auf Montag im Bezirk Spittal an der Drau abgeschossen worden. Der Tierschutzverein „Wölfe in Österreich“ machte den Fall am Mittwoch publik, die Tierschützer orteten einen „weiteren Eskalationspunkt im Kärntner Wolfsmanagement“. Vom Land Kärnten wurde das zurückgewiesen: „Der Abschuss erfolgte verordnungskonform gemäß der Kärntner Risikowolfsverordnung.“
Wolfsjäger kamen aus der Luft – für 22.511 Euro
22.511 Euro für insgesamt 27 Hubschrauberflüge für einen toten Wolf: Nach mehrmaligen Anfrageversuchen der Freien Fraktion hat Landesrat Luis Walcher nun schlussendlich die Hubschrauberkosten für die Wolfsentnahme im Vinschgau in diesem Sommer offengelegt.
Rekordzahl an Todesfällen: Japan bläst zur Bärenjagd
Japan ruft angesichts einer Rekordzahl an tödlichen Bärenangriffen zu den Waffen. Aufgrund akuten Mangels an erfahrenen Jägern beschloss die Zentralregierung, pensionierte Polizisten und ehemalige Soldaten zum Erwerb eines Jagdscheins zu ermutigen, wie die Zeitung „Asahi Shimbun“ berichtete. Zudem wurden die strikten Waffenregeln gelockert: Polizisten dürfen nun mit Gewehren auf Bären schießen.
Staatsrat hat entschieden: Zweiter Wolf im Vinschgau bleibt am Leben
Ein herber Rückschlag für Nutztierhalter in ganz Südtirol: Der zweite Schadwolf, der für mehrere Schafsrisse auf der Furgles Alm im Obervinschgau verantwortlich ist, bleibt vorerst am Leben. Der Staatsrat hat die geplante Entnahme im Auftrag der Tierschutzorganisationen LAV, EMPA und LNDC bis auf weiteres gestoppt.
Wolfsentnahmen: Abschussverordnung bleibt in Kraft
Das rechtliche Tauziehen um die Entnahme zweier Schadwölfe im Obervinschgau ist um ein Kapitel reicher: Tierschutzorganisationen wollten mit einem Antrag, die vorläufige Aussetzung der Entnahmeermächtigung erwirken. Das Bozner Verwaltungsgericht hat den Antrag nun abgewiesen. Damit kann die Jagd nach dem zweiten Wolf ungehindert fortgesetzt werden.
Grünes Licht für Wolfsabschuss: „Durch Entnahme Kulturlandschaft schützen“
60 Tage – so lange gilt das Abschussdekret für die beiden Wölfe in Planeil im Obervinschgau, für die der Präsident des Bozner Verwaltungsgerichtes am Samstag grünes Licht gegeben hat. Mit einem durchschlagenden Argument: Die Bewirtschaftung der Almen sei ein wichtiger Baustein zur aktiven Erhaltung der Kulturlandschaft, und diese habe laut Verfassungsgericht einen „primären und absoluten Wert“. Doch die Tierschützer geben nicht auf.
„Nur Abschuss kann Wölfe abschrecken“
Die zwei Wölfe im Obervinschgau, die allein heuer zwischen Mai und Juli 31 Nutztiere gerissen haben, dürfen weiter gejagt werden. Das Bozner Verwaltungsgericht hat gestern den außerordentlichen Eilantrag mehrerer Tierschutzorganisationen auf Aussetzung des Entnahmedekretes abgewiesen.
Tirol gibt Wolf zum Abschuss frei, Entscheidung in Bozen fällt heute
Für heute wird die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes in Bozen über das Abschussdekret des Landes für zwei Wölfe im Obervinschgau erwartet. Die Liga gegen Tierversuche (LAV) hat die Aussetzung des Dekretes beantragt. Indes hat die Landesregierung im Bundesland Tirol gestern einen Wolf im Bezirk Landeck zum Abschuss freigegeben.
Lämmer und Schafe in Siedlungsgebieten gerissen: Risikowolf abgeschossen
Nach der Abschussverordnung für einen Risikowolf in mehreren Osttiroler Gemeinden wurde das Exemplar in der Nacht auf heute entnommen: Das berichtet das Bundesland Tirol in einer Aussendung. „Mehrere Rissereignisse in unmittelbarer Siedlungsnähe haben deutlich gemacht, dass Handlungsbedarf besteht. Wir haben daher schnell reagiert“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler.
Frage an den Moraltheologen: Darf ein Wolf erschossen werden?
Angst in Dörfern, Zorn auf Bauernhöfen: Der Wolf geht um, streift leise um Wohnhäuser, reißt wieder reihenweise Schafe und Ziegen. Was tun? Gewehr oder Geduld? Während vor allem Bauern den Abschuss von Wölfen fordern, pochen Raubtierschützer darauf, dass wir das Zusammenleben mit dem Rückkehrer eben lernen müssen. Der Ordenspriester P. Martin Lintner ist ein anerkannter Moraltheologe und hat sich auf dem Gebiet des ethischen Umgangs mit Tieren in der Fachwelt einen Namen gemacht. Was sagt er zur Streitfrage?
Nationalpark Stilfserjoch: Geschützter Auerhahn von Vinschger Wilderer (40) erschossen
Ein Vorfall im Nationalpark Stilfser Joch sorgt für Aufruhr: Ein Vinschger hat offenbar einen geschützten Auerhahn erlegt. Bei der Hausdurchsuchung stellten die Beamten Waffen sicher. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Schweiz: Rund 100 Wölfe abgeschossen
In der Schweiz wurden seit dem Frühjahr 2024 rund 100 Wölfe geschossen. 9 Rudel wollten die Kantone Wallis, Graubünden und Waadt vollständig eliminieren, doch nur bei 2 Rudeln dürfte dies gelungen sein. In einer Aussendung der Gruppe Wolf Schweiz GWS heißt es, dass die Schweizer Wölfe sich gegenüber Abschüssen und politischen Planspielen äußerst resistent zeigen und beweisen, dass der Herdenschutz auch in Zukunft ohne Alternative sei. Dank diesem seien die Risszahlen im vergangenen Jahr erneut gesunken.
Walcher: „Erster legaler Wolf-Abschuss 2025“
Kommt es jetzt endlich zum Durchbruch? Die EU-Kommission hat am Freitag einen weiteren Schritt gesetzt, um den Schutzstatus des Wolfes herabzustufen. Gleichzeitig gibt es auch auf staatlicher Ebene Bemühungen um eine geregelte Entnahme (wir haben berichtet), noch in diesem Monat soll die Abgeordnetenkammer über das Berggesetz abstimmen. „Wir hoffen, dass 2025 der erste legale Abschuss von Wölfen erfolgt“, zeigt sich Südtirols Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher optimistisch.
Südtirol könnte ein bis 2 Wölfe entnehmen – Was Experte Terzer dazu sagt
Die Höhere Anstalt für Umweltschutz und Forschung (ISPRA) hat nachgerechnet: In Südtirol könnten ein bis 2 Problemwölfe pro Jahr, im Trentino sogar 3 bis 5 entnommen werden. Das klingt nach einem Durchbruch. An den Voraussetzungen bzw. Hürden für einen Abschuss ändert sich aber – vorerst – nichts.
Bär M91 abgeschossen
Dritter Abschuss in 10 Monaten: Trentiner Forstbeamte haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen weiteren Bären erlegt. Das Exemplar M91 war als „gefährlich“ eingestuft, Landeshauptmann Maurizio Fugatti hatte am Freitag die Abschussverordnung unterzeichnet. Während sich die Umweltschutzbehörde ISPRA positiv zur Entnahme äußerte, kommt Kritik von Tierschutzorganisationen.
Wölfe: 500 Einsatzstunden, 10.000 Euro – aber kein Abschuss
„Außer Spesen nichts gewesen“, resümiert Andreas Leiter Reber (Freie Fraktion): 500 Stunden hat eine schnelle Einsatzgruppe zwischen 9. und 14. August geleistet bei ihrem vergeblichen Versuch, 2 Schadwölfe im Vinschgau zu schießen: Dies geht aus der Beantwortung einer Landtagsanfrage von Leiter Reber durch Landesrat Luis Walcher hervor.
Land will vor Gericht für Wolfsabschuss streiten
Das Land will sich gegen den einstweiligen Stopp des Wolfsabschusses vor Gericht wehren – bei der Verhandlung am 10. September: Landeshauptmann Arno Kompatscher hatte am vergangenen Freitagabend die Entnahmeermächtigung für 2 Wölfe in Mals/Graun unterzeichnet. Das Landesverwaltungsgericht hatte einem Tierschutzantrag stattgegeben und die Entnahmeermächtigung ausgesetzt.



