Analyse
Den weltweiten Hunger zu beenden, erfordert Investitionen in ländliche Gemeinschaften
Der kürzlich von den Vereinten Nationen veröffentliche Welternährungsbericht (State of Food Security and Nutrition in the World 2026) enthält – vielleicht überraschenderweise – einige ermutigende Nachrichten. Zwar litten im Jahr 2025 rund 645 Millionen Menschen Hunger, doch waren das fast 14 Millionen weniger als im Vorjahr. Erstmals seit einem Jahrzehnt ging dabei auch die Zahl der hungernden Menschen in Afrika zurück. Doch trotz dieser positiven Entwicklungen bestehen weiterhin erhebliche regionale Unterschiede. Vor allem stellt der Bericht fest, dass Ernährungsunsicherheit in ländlichen Gemeinschaften nach wie vor stärker verbreitet ist und überproportional Frauen betrifft.
Sandra Hüller könnte mehrere Oscar-Nominierungen erhalten
Sandra Hüller hat laut Beobachtern bei der Oscar-Verleihung im März gute Chancen, gleich mehrfach für Academy-Awards in Frage zu kommen. Möglich macht es eine Regeländerung, wonach erstmals Personen für mehrere Rollen in derselben Kategorie nominiert werden können. Hüller begeisterte in Österreichs Einreichung für den Auslandsoscar „Rose“, aber zeigt etwa auch im kommenden „Vaterland“ (Kinostart 3. September) groß auf.
Drogentod durch Nitazen in Bruneck: Testergebnis könnte kippen
Die Nachricht hatte im Herbst vorigen Jahres Schlagzeilen gemacht: In Südtirol sei der erste Nachweis eines Drogentodes auf italienischem Staatsgebiet durch das künstliche Opioid Nitazen gelungen. Und genau dieses Testergebnis steht nun im Visier der Verteidigung des 29-Jährigen, der verdächtigt wird, die fatale Droge an einen Bekannten (28) abgegeben zu haben.
War der Brexit unvermeidlich?
Vor genau zehn Jahren stimmte das Vereinigte Königreich für den EU-Austritt. Es war der Startschuss für eine historische Kettenreaktion: Von Trump bis zum Ukraine-Krieg schien plötzlich das Undenkbare unausweichlich zu werden. Ein Blick zurück auf ein Jahrzehnt, das den Westen erschütterte – und die Frage, ob alles ganz anders hätte kommen können.
Trump-Familie verdient Milliarden mit Kryptogeschäften
Die Familie von US-Präsident Donald Trump hat seit dessen erneutem Amtsantritt Milliardengewinne mit Krypto-Geschäften erzielt. Die Gesamtsumme beläuft sich auf mindestens 2,3 Milliarden Dollar, wie aus einer Auswertung der Nachrichtenagentur Reuters von vier Krypto-Projekten hervorgeht. Auf der anderen Seite stehen mehr als eine Million Anleger, die bis Ende April Verluste in gleicher Höhe verbuchten.
Fall „Alpenkohle“: Freiheitsgericht entscheidet über Enthaftung
Am Donnerstag soll in Trient die Entscheidung fallen, ob Amtsdirektor Giulio Angelucci, der Obmann des Fernheizwerkes Leeg in Laas, Andreas Tappeiner, Verwaltungsratsmitglied Hugo Trenkwalder, Umweltberater Rupert Rosanelli und Umweltinspektor Andreas Marri aus der Haft entlassen werden. Am Mittwoch haben ihre Verteidiger die Ergebnisse von Analysen vorgelegt, die einige Verdachtsmomente der Ermittler zu widerlegen scheinen.
Das Ende der alten Wirtschaftsordnung und die Welt nach Trump
Die globale Wirtschaftsordnung, geprägt seit Bretton Woods, zerfällt zunehmend unter geopolitischem Druck und wachsendem Protektionismus. Für Europa und andere Mittelmächte stellt sich damit die dringende Frage, wie eine neue, tragfähige Ordnung gestaltet werden kann.
40 Jahre Tschernobyl – Die heutigen Gefahren der Atomkraft
Beim Betrieb eines Kernkraftwerks sind katastrophale Zwischenfälle wie in Tschernobyl nie auszuschließen, erklärten Expertinnen und Experten. Die Betreiber können die Risiken minimieren, aber keine absolute Sicherheit garantieren. Außerdem sind Atomkraftwerke aktuell (illegitime) Ziele in militärischen Konflikten. Werden sie direkt getroffen, oder fällt die selbst im inaktiven Zustand essenzielle Kühlung aus, könnten große Mengen an Radioaktivität freigesetzt werden.
Die Wahrheit über Chinas Erfolg
Während Raketen, Bomben und Drohnen über den Persischen Golf fliegen, nehmen die Aussichten auf einen noch verheerenderen Krieg im Pazifik zu. Die Deeskalation des neuen Kalten Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und China muss nun zur obersten Priorität der Welt werden. Zu diesem Zweck ist es unerlässlich, einen mächtigen Mythos zu entlarven, der einen Krieg wahrscheinlicher macht: die Vorstellung, dass China sich seinen Weg zum Wohlstand erschlichen hat. Eine Analyse von Yanis Varoufakis
Trump zeigt China, wie man Taiwan erobert
Die Blockade Kubas zeigt, wie Staaten kritische Ressourcen wie Energie als Hebel nutzen können, um politischen Druck auszuüben. Ähnliche Taktiken könnten künftig auch Taiwan bedrohen, da eine gezielte Störung der Energieversorgung das Land binnen Wochen lahmlegen könnte.
Wie die ukrainische Wirtschaft allen Widrigkeiten trotzt
Vier Jahre nach dem russischen Angriff zeigt die ukrainische Wirtschaft erstaunliche Resilienz: Trotz massiver Zerstörung, Stromausfällen und vertretener Infrastruktur erholt sich das BIP wieder Richtung Vorkriegsniveau. Diese Widerstandsfähigkeit beruht sowohl auf institutionellen Reformen als auch auf kreativen Anpassungen von Unternehmen und Haushalten.
Italien: Immer mehr Skianlagen stehen still
Während Italien dem Beginn der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina im Februar entgegenfiebert, wächst die Zahl der nicht mehr betriebener Skianlagen im Land. Die Zahl der in Italien stillstehenden Skigebiete bzw. -lifte hat sich seit 2020 verdoppelt, zeigt eine Analyse des Studienzentrums „Centro Studi Rina Prime“ auf Basis von Daten des Umweltschutzverbands Legambiente.
Wie Europa Trump wirtschaftlich Paroli bieten könnte
Nach dem vorläufigen Rückzug Donald Trumps im Streit um Grönland ist ein Handelskrieg zwischen den USA und der EU vorerst vom Tisch. Doch die strukturellen Spannungen bleiben, und Europa verfügt über wirksamere Hebel, als es auf den ersten Blick scheint.
Wie sind die Voraussetzungen für Windparks in Südtirol?
Die Idee eines Windparks am Brenner sorgt weiter für Diskussionen. Aber wie viel Windenergiepotenzial hätte Südtirol eigentlich? Wäre es eine umweltfreundliche und kostengünstige alternative Energiequelle? Eine im Vorjahr durchgeführte Studie gibt darüber Aufschluss.
Warum KI über die Zukunft unserer Infrastruktur entscheidet
Weltweit fließen Billionen in Straßen, Netze und Gebäude, doch ausgerechnet die Bauindustrie nutzt digitale Technologien bislang nur unzureichend. Künstliche Intelligenz könnte Effizienz, Klimaschutz und Kostenkontrolle revolutionieren – vorausgesetzt, sie wird richtig eingebettet.
Warum Europas Modell stärker ist, als seine Kritiker glauben
Entgegen der Rhetorik aus Washington und anderer Machtzentren befindet sich die Europäische Union nicht im Niedergang. Vielmehr wird Europa erstmals als eigenständiger politischer Akteur und als alternatives Ordnungsmodell ernst genommen. Eine Analyse von Alberto Alemanno, Professor für Europarecht an der HEC Paris.
Wie der Aktienmarkt Trump 2026 zu Fall bringen könnte
US-Präsident Donald Trump verweist gern auf steigende Aktienkurse und prall gefüllte Altersvorsorgekonten als Beleg für seinen wirtschaftlichen Erfolg. Doch hinter dem Boom an den Finanzmärkten wächst die Sorge, dass dieser Optimismus auf wackeligen Fundamenten ruht.
Jenseits des Multilateralismus: Zerfall der internationalen Ordnung verhindern
Die Welt steht an der Schwelle zu einer tiefgreifenden geopolitischen Umstrukturierung, da die eskalierenden Rivalitäten zwischen Großmächten die multilateralen Strukturen aushöhlen, die die globale Ordnung seit Mitte des 20. Jahrhundert gestützt haben.
Trump: „Wir werden einfach Leute töten, die Drogen in unser Land bringen“
US-Präsident Donald Trump hat mit Drohungen, aber auch mit Luftangriffen gegen mutmaßliche Drogenschmuggler eine deutlich härtere Außenpolitik in der westlichen Hemisphäre demonstriert. Kommentatoren sehen darin eine moderne, aggressive Variante der Monroe-Doktrin — mit der Gefahr, dass extralegale Gewalt, wirtschaftlicher Druck und ideologische Gefälligkeiten Staatsinteressen in der Region neu ordnen.



