Europa
Irischer EU-Vorsitz: Budget und Erweiterung im Zentrum
Irland übernimmt die EU-Ratspräsidentschaft mit 1. Juli in einem für die Zukunft der EU entscheidenden Semester: Bis Ende des Jahres soll nicht nur das EU-Budget 2028-2034 stehen, sondern auch bei der Erweiterung wieder mehr Tempo gemacht werden. Beide Dossiers sind für Österreich von großer Bedeutung: Als Nettozahler wird auf einen nicht zu großen Anstieg des Budgetvolumens gedrängt, und als enger Verbündeter der Westbalkan-Staaten deren Aufnahme stark unterstützt.
Kaufkraft im Vergleich: Wie viel sind 100 Euro in Ihrem Urlaubsland wert?
Ein Euro ist ein Euro. Eigentlich. Im Urlaub aber merkt man schnell, dass derselbe Betrag nicht überall gleich weit reicht. Die Unterschiede von Land zu Land sind gewaltig, wie wir in unseren Berechnungen zum Urlaubseuro herausgefunden haben.
Ukraine: Ex-NATO-Chef Rasmussen für Verteidigungsbündnis mit Kiew
Der ehemalige NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen fordert ein neues Verteidigungsbündnis europäischer Staaten. „Was wir gerade erleben, ist der Zerfall der NATO“, sagte Rasmussen in einem Interview der „Welt“. Europa müsse daraus Konsequenzen ziehen.
Trumps Drohungen überschatten Europagipfel in Armenien
Im Schatten jüngster feindseliger Entscheidungen von US-Präsident Donald Trump sind die Spitzen von 40 europäischen Staaten am Montag in Armenien zu Beratungen zusammengekommen. Der angekündigte Abzug von US-Truppen aus Deutschland zeige, dass der europäische Pfeiler in der NATO gestärkt werden müsse, sagte EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas beim Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in Jerewan. NATO-Generalsekretär Mark Rutte versuchte die Wogen zu glätten.
EVP trifft sich in Rom: Geopolitische Lage und christliche Werte im Fokus
Die geopolitische Lage, die daraus resultierenden Herausforderungen für Europa und die Bedeutung der christlich-westlichen Werte in einer immer komplexeren Welt standen im Mittelpunkt der „Group Study Days“, zu denen Vertreter der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament in Rom zusammengetroffen sind. Zu den Studientagen am vergangenen Wochenende begrüßt wurden die Europaabgeordneten vom Südtiroler EU-Abgeordneten Herbert Dorfmann, als Delegationsleiter Mitveranstalter des Events. Auf dem Programm stand auch eine Audienz bei Papst Leo XIV.
Rekord-Wahlbeteiligung in Ungarn – Orban bangt um Macht
Bei der Parlamentswahl in Ungarn zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Dabei entscheiden die Wählerinnen und Wähler, ob der Rechtspopulist Viktor Orban nach 16 Jahren Amtszeit weiter Ministerpräsident bleibt. Vier Stunden vor Schluss der Wahllokale haben nach Angaben der zentralen Wahlbehörde bereits 66,01 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Damit lag die Beteiligung deutlich höher als bei der letzten Parlamentswahl 2022 zum selben Zeitpunkt, als sie 52,75 Prozent betrug.
Iran: Europäer und Kanada fordern rasches Ende des Kriegs
Europäische Staaten und Kanada fordern, in den nächsten Tagen ein rasches und dauerhaftes Ende des Iran-Kriegs auszuhandeln. „Dies kann nur auf diplomatischem Wege erreicht werden“, heißt es in dem Papier, das der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz mit mehreren Partnern am Mittwoch veröffentlichte. Hinter der Erklärung stehen auch der französische Präsident Emmanuel Macron, die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und der britische Premierminister Keir Starmer.
Digital-Europe-Ausschreibung: Treffen mit Minister Urso
Abgestimmt mit Innovationslandesrat Philipp Achammer hat Landeshauptmann Arno Kompatscher Minister Adolfo Urso bei einem Treffen am heutigen Mittwoch in Rom ersucht, die Südtiroler Bewerbung für die EU-Ausschreibung Digital Europe zu unterstützen. Dabei soll das Ministerium die bisherigen Ergebnisse, die Besonderheiten des Standorts Südtirol und die Stärke des Projekts Digital Innovation South Tyrol berücksichtigen und den Zugang zu 50 Prozent EU-Finanzierung ermöglichen.
Warum weniger beachtet als andere Minderheiten?
„Warum können nationale Minderheiten nicht die gleiche Aufmerksamkeit erhalten wie andere schutzbedürftige Gruppen, etwa die Roma oder sexuelle Minderheiten?:“ Es waren harte Fragen, denen sich Michael McGrath, der EU-Kommissar für Demokratie, Justiz und Rechtsstaatlichkeit, bei der jüngsten Sitzung der Interfraktionellen Arbeitsgruppe Traditionelle Minderheiten, nationale Gemeinschaften und Landessprachen (Intergruppe) stellen musste.
Erster Vogelgrippe-Fall beim Menschen in Europa: Patient in Lombardei isoliert
In der Lombardei ist erstmals in Europa eine Infektion eines Menschen mit dem aviären Influenzavirus (Vogelgrippe) nachgewiesen worden. Wie das italienische Gesundheitsministerium mitteilte, handelt es sich um einen Patienten, der sich außerhalb Europas – vermutlich in Afrika – infiziert hat.
Wettbewerb: Südtirols Gäste-Pass ist für Europa ein Vorzeigemodell
Südtirols öffentliche Mobilität glänzt auf europäischer Ebene. Der Gäste-Pass ist von der Europäischen Kommission im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche als eines der drei besten europaweiten Beispiele für nachhaltige Mobilität ausgezeichnet worden. Insgesamt gab es fast 900 Einsendungen.
Chikungunya-Virus für Europa problematischer als gedacht
Die Chikungunya-Fälle häufen sich weltweit. Europa könnte einer neuen Analyse zufolge künftig weitaus stärker betroffen sein als angenommen. Das Virus könne sich bei niedrigeren Temperaturen ausbreiten als bisher bekannt, berichtet ein Forschungsteam im Fachjournal „Interface“ der britischen Royal Society.
Studie beweist: Pestizide schädigen Europas Böden und Nützlinge
Mehr als zwei Drittel der Böden in Europa sind einer Studie zufolge mit Pflanzenschutzmitteln verunreinigt. Das schädige auch nützliche Bodenorganismen, berichtet ein internationales Forschungsteam in der Fachzeitschrift „Nature“. Die Mittel seien nicht nur für Vögel, Bienen und andere Insekten eine Belastung, sondern auch für die Böden, mahnt das Team.
Wie Europa Trump wirtschaftlich Paroli bieten könnte
Nach dem vorläufigen Rückzug Donald Trumps im Streit um Grönland ist ein Handelskrieg zwischen den USA und der EU vorerst vom Tisch. Doch die strukturellen Spannungen bleiben, und Europa verfügt über wirksamere Hebel, als es auf den ersten Blick scheint.
Selenskyj schlägt Europa Aufbau einer gemeinsamen Armee vor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Schaffung einer gemeinsamen Armee der Ukraine und Europas mit bis zu drei Millionen Soldaten vorgeschlagen. Er habe das Thema angesichts der Bedrohung durch Russland bereits im vergangenen Jahr angesprochen, sagte Selenskyj am Dienstag in einem Online-Chat mit Journalisten. Russland plant, seine Streitkräfte bis zum Jahr 2030 auf 2,5 Millionen Soldaten aufzustocken.
Ein Jahr Trump: So radikal und autoritär wie nie zuvor
Er wollte als Friedenspräsident in die Geschichte eingehen, doch ein Jahr nach Beginn seiner zweiten Amtszeit zeigt sich: Donald Trumps Politik ist radikaler und kompromissloser als je zuvor. Wohin steuert seine Präsidentschaft und welche Lehren sollte Europa daraus ziehen?
Warum Europas Modell stärker ist, als seine Kritiker glauben
Entgegen der Rhetorik aus Washington und anderer Machtzentren befindet sich die Europäische Union nicht im Niedergang. Vielmehr wird Europa erstmals als eigenständiger politischer Akteur und als alternatives Ordnungsmodell ernst genommen. Eine Analyse von Alberto Alemanno, Professor für Europarecht an der HEC Paris.
Teils chaotische Verhältnisse: Winter hat europäische Länder fest im Griff
Starker Schneefall und eisige Temperaturen haben in etlichen europäischen Ländern für chaotische Verhältnisse gesorgt. Am Montag, als viele Menschen aus den Weihnachtsferien in den Alltag starteten, kam es in Polen, Tschechien und den Niederlanden zu zahlreichen Verkehrsstörungen.
EU-Verhandler einigen sich auf Klimaziel für 2040
Die EU-Klimaziele für die kommenden Jahre stehen fest. Vertreter aus dem Europaparlament und dem Rat der Mitgliedsländer einigten sich Dienstagabend darauf, den Treibhausgasausstoß bis 2040 grundsätzlich um 90 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Der Kompromiss räumt den 27 Staaten aber einigen Spielraum ein. Ein CO2-Preis für Heizen und Tanken soll verschoben werden. Ab 2050 soll nur noch so viel ausgestoßen werden, wie Natur und technische Methoden speichern können.
Trump bekräftigt Kritik an Europa
Die Kritik von US-Präsident Donald Trump an Europa zur Migrations- sowie der Energiepolitik reißt nicht ab. Der Republikaner appellierte an Großbritannien, Öl in der Nordsee zu fördern. Er habe dem britischen Premierminister Keir Starmer den Rat gegeben, diese „großartige Energiequelle“ in der Nordsee zu nutzen, sonst werde der Brite nach Trumps Einschätzung nicht lange im Amt bleiben. Der US-Präsident kritisierte zugleich die Windkraftförderung in Schottland, die teuer sei.
„Europa macht keine gute Arbeit“ – Trump verschärft Kritik
US-Präsident Donald Trump hat bei seiner Kritik an Europa erneut nachgelegt. Grundsätzlich möge er zwar die „aktuelle Besetzung“, sagte Trump im Interview des Nachrichtenportals „Politico“ mit Blick auf die Spitzenpolitiker europäischer Länder: „Aber sie machen keine gute Arbeit. Europa macht keine gute Arbeit.“ Trump warf ihnen vor, „schwach“ zu sein, und „politisch korrekt“ handeln zu wollen. Er stellte in Aussicht, künftig europäische Politiker unterstützen zu wollen, die er für geeigneter hält.



