Familien
Die Familien machen Druck auf die Landespolitik
Eltern, Kinder, Großeltern und weitere Unterstützerinnen und Unterstützer aus ganz Südtirol: Etwa 350 Menschen haben sich am Samstag vor dem Landtag versammelt, um gegen eine aus ihrer Sicht unzureichende Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu protestieren. Die Botschaft an die Politik ist klar: „Familien können so nicht weitermachen. Tut endlich was“, heißt es in einer Aussendung der Initiatorinnen.
Familien am Limit: Flashmob am Samstag in Bozen – „Denn es reicht!“
Viel zu wenige Angebote und Plätze bei Verlängerungen und bei der Sommerbetreuung, Mütter mit massiven Rentenlücken, Familien am Anschlag: „Es reicht. Wir wollen ein Zeichen setzen“, sagt Doris Albenberger von der Elterninitiative und Allianz für Familie. Gemeinsam mit anderen engagierten Bürgerinnen hat sie einen Flashmob in Bozen organisiert. Im Interview spricht sie über Gründe und Erwartungen.
Investitionen in Familien und in die Lebensqualität
171,1 Millionen Euro wurden im Jahr 2025 vom Land für Familien in Südtirol bereitgestellt. Damit wurden Familien sowohl direkt über die Familienleistungen, als auch indirekt unterstützt – durch die frühzeitige Stärkung der Familien und Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Über die Familienagentur fördert das Land nämlich unter anderem Elkis, Familienberatungsstellen, Projekte wie den EuregioFamilyPass oder den Ausbau der Kleinkindbetreuung.
Flüchtlingsfamilien: Bisher haben nur 40 Gemeinden eine Bleibe gefunden
Die Übersiedlung von 94 Flüchtlingsfamilien aus Bozen in 94 Gemeinden wird zum Langzeitprojekt, das sich bis Jahresende hinzieht. Kurz vor Ablauf der Frist am 1. Juni haben nur 40 Gemeinden eine Bleibe für die Flüchtlinge gefunden. „Jede Familie, die wir aus einer prekären Lage holen, ist ein Erfolg – selbst wenn es nur die Hälfte wären“, bäckt Landesrätin Rosmarie Pamer kleine Brötchen.
Alarmsignale: Wann die Partnerschaft bröckelt – und was dann hilft
„Wir haben uns auseinandergelebt“: So begründen viele Paare das Scheitern ihrer Liebe. Oft ist es die Erschöpfung durch die Kinder, die das Fundament zerfrisst. Das beobachtet auch der Familienseelsorger Toni Fiung. Er zeigt in seinem neuen Buch, wie Eltern trotz des täglichen Trotts ein Paar bleiben. Im Podcast erklärt der Priester, woran Ehen scheitern, welche Signale davor warnen – und wie die Liebe dennoch überlebt.
83,5 Millionen Euro für Familien: So viel Geld zahlt Südtirol an 48.500 Haushalte
Das Land Südtirol hat im Jahr 2025 rund 48.500 Familien mit direkten finanziellen Leistungen unterstützt. Insgesamt wurden dafür 83,5 Millionen Euro bereitgestellt. Der Großteil der Mittel floss in Familiengelder wie das Landesfamilien- und Landeskindergeld. Zusätzlich wurden über neun Millionen Euro für die rentenmäßige Absicherung von Erziehungszeiten ausbezahlt. Mit neuen Maßnahmen will das Land künftig noch mehr Familien erreichen und gezielt entlasten.
Lebenshaltungskosten 2025 im Vergleich: Bozen bleibt teuerstes Pflaster
Bozen bleibt auch 2025 die Stadt mit den höchsten Mehrkosten für Familien in ganz Italien. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des italienischen Verbraucherverbandes (UNC), hervor. Die Berechnungen stützen sich auf die jüngsten Inflationsdaten des ISTAT. Für eine Familie in Bozen ergibt sich daraus im Vergleich zu 2024 eine zusätzliche Belastung von rund 730 Euro – mehr als in jeder anderen italienischen Stadt.
Mehr Sonderurlaub bei Krankheit des Kindes: „Längst überfällige Anpassung“
Die Allianz für Familie begrüßt die auf gesamtstaatlicher Ebene beschlossenen Verbesserungen für Familien mit Nachdruck. Ab 2026 wird der Sonderurlaub wegen Krankheit des Kindes von 5 auf 10 Tage pro Jahr erhöht und gleichzeitig die Altersgrenze von bisher 8 auf 14 Jahre ausgeweitet. Auch der Anspruch auf Elternurlaub wird die Altersgrenze auf 14 Jahre angehoben.
Italien zahlt bis zu 3.540 Euro pro Baby – Mehr Kindergeld auch in Südtirol
Italien investiert kräftig in junge Familien und stellt pro Neugeborenem im ersten Lebensjahr durchschnittlich bis zu 3.540 Euro an staatlichen Unterstützungen bereit. In Südtirol gelten seit 1. Jänner 2026 neue Richtlinien für die Landesleistungen für Familien.
Neue Jahreskarte für Südtiroler Museen – jetzt auch für Einheimische
Nachdem jahrelang die Südtirolurlauber profitiert haben, sollen jetzt die Einheimischen am Zug sein: Nachdem die „museumobil Card“ nicht mehr aufgelegt wird, plant Landesrat Philipp Achammer eine neue Jahreskarte für Südtirols Museen.
Neue Spielregeln für die Sommerbetreuung
Mehr Transparenz und weniger Bürokratie verspricht Landesrätin Rosmarie Pamer mit der Neureglung zur Sommerkinderbetreuung. Noch stehen die finanziellen Rahmenbedingungen nicht fest, doch für die neuen Spielregeln an sich gab es bereits grünes Licht vom Rat der Gemeinden.
KFS-Zweigstellentreffen: Neuanfang mit Weitblick und Herz für Familien
Aufbruch, Dank und Zukunftsgestaltung standen beim diesjährigen Zweigstellentreffen des Katholischen Familienverbands Südtirol (KFS) im Mittelpunkt: Unter dem Motto „Feiern. Danken. Weitertragen.“ startete der KFS am Samstag im Haus der Familie in Lichtenstern am Ritten ins neue Arbeitsjahr.
Familien verklagen Facebook, Instagram und TikTok
Mehrere Familien in Italien haben Klage gegen die sozialen Netzwerke Facebook, Instagram und TikTok eingereicht. Sie werfen den Plattformen vor, Altersbeschränkungen nicht durchzusetzen und Funktionen anzubieten, die die psychische Gesundheit von Kindern gefährden. Mit der Klage wird gefordert, die Plattformen zu verpflichten, stärkere Alterskontrollen für Nutzer unter 14 Jahren einzuführen – im Einklang mit dem italienischen Gesetz.
Betreuung, die auch Familien mitträgt
Wenn ein Familienmitglied, ein guter Freund oder ein nahestehender Mensch eine Krankheitsdiagnose erhält, wirkt die Situation oft aussichtslos – nicht nur für die Patienten selbst, sondern auch für das Umfeld. Margareth Mur Heinz hat eine belastende Pflegesituation hautnah miterlebt.
Ertrinken: Den tödlichen Sprung ins Wasser verhindern
Jeden Sommer trüben tragische Badeunfälle die Urlaubsstimmung. Mit guten Schwimmkenntnissen, durchdachten Vorsichtsmaßnahmen und schnellen Rettungsmaßnahmen könnten Todesfälle verhindert werden. Dr. Barbara Sinner, Direktorin der Univ.-Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin an der Uni Innsbruck, erklärt, was beim Ertrinken passiert und worauf es bei der Ersten Hilfe ankommt.
Sommer-Kindergarten: Angebot der 116 Gemeinden im Vergleich
Eigentlich, so findet Landesrätin Rosmarie Pamer (SVP), ist die Sommerbetreuung für Kindergartenkinder in Südtirol schon ganz gut aufgestellt: „Allerdings nicht in allen Gemeinden. In einigen werden zu wenige Wochen angeboten, und in einigen gibt es immer noch kein Angebot. An beidem müssen wir arbeiten.“
Sommerbetreuung: Komplizierter als gedacht
Im Februar war Landesrat Philipp Achammer mit der Idee vorgeprescht, in den Kindergärten landesweit einheitlich eine Sommerbetreuung anzubieten – koordiniert übers Land und mit Anmeldung im Jänner über den Kindergarten. Doch das Ganze scheint komplizierter als gedacht.
ABSTIMMUNG | Wie steht es um die Schule in Südtirol?
Die SVP ringt um den richtigen Kurs für die deutsche Schule – zwischen sprachlicher Integration und muttersprachlichem Anspruch. Lehrer warten auf lange versprochene Gehaltsaufbesserungen. Wie erleben Sie die Situation? Stimmen Sie ab in der Frage des Tages!
„Gesellschaftlicher Wandel“ im Mittelpunkt
Die Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen des Katholischen Familienverbandes Südtirol (KFS) haben sich im Hotel Masatsch in Oberplanitzing zur jährlichen Klausurtagung getroffen. Dabei stand „Gesellschaftlicher Wandel – Veränderungsmanagement nach innen und außen als stetige Aufgabe des Verbandes“ im Mittelpunkt.
Familien im Wandel: Was junge Menschen beschäftigt
Familie – ja oder nein? Warum sich immer mehr junge Südtiroler diese Frage stellen und wie sich gesellschaftlicher Wandel und finanzielle Unsicherheiten auf die Familienplanung auswirken – erklärt Josefa Romy Brugger, Präsidentin der Südtiroler Plattform für Alleinerziehende, im Interview.
Kinderzahlen in Südtirol: Ein massiver Rückgang
Die Geburtenzahlen in Südtirol sinken seit Jahren drastisch – es gibt immer mehr Haushalte mit immer weniger Kindern. 1990 lebten in 57,7 Prozent der Südtiroler Haushalte Kinder, heute sind es nur noch 39,6 Prozent. Warum entscheiden sich immer mehr Menschen gegen Nachwuchs? Und was bedeutet das für unsere Zukunft?
Patchwork-Familien in Südtirol: Eine Mutter über die Kunst des Zusammenwachsens
Wie gelingt es, 2 getrennte Familien zu einer Einheit zu verschmelzen? Melanie Tatz, fünffache Mutter aus Lana, teilt ihre Erfahrungen mit der Entstehung und dem Alltag in einer Patchwork-Familie. Warum klare Kommunikation, Geduld und Respekt vor dem leiblichen Elternteil entscheidend sind.



