Gemeinden
Verordnungen gegen Wildcamper: Wo in Südtirol bereits ernst gemacht wird
Die Luft für Wildcamper wird in Südtirol spürbar dünner. Immer mehr Gemeinden greifen per Musterverordnung durch, um dem unerlaubten Campieren und seinen unangenehmen Nebenerscheinungen den Riegel vorzuschieben. Wir haben nachgefragt, wo bereits ernst gemacht wird und wo die neuen Regeln schon Wirkung zeigen.
Gemeinden laufen Sturm gegen neue Pflicht zu Offenlegung von Einkommen
Dicke Luft zwischen den Gemeinden und der Region. Sind derzeit nur die Stadträte von Bozen verpflichtet, so sollen künftig die Stadt- und Gemeinderäte aller Gemeinden mit über 15.000 Einwohnern ihr Einkommen und Vermögen veröffentlichen müssen. Strikt dagegen ist der Rat der Gemeinden.
Hochzeits-Ansturm von außen: Schwieriges Ja für Nicht-Südtiroler
Südtirol ist eine sehr gefragte Hochzeits-Destination für Paare aus dem Ausland, besonders aus Deutschland. Das gereicht dem Land zur Ehre, hat aber auch seine Schattenseiten: Nicht wenige Standesbeamte beklagen den enormen bürokratischen Aufwand mit ausländischen Hochzeitspaaren.
Südtirol: Gemeinden bekommen mehr Geld
Mehr Geld für die Gemeinden (plus 20 Prozent) und Vereinfachungen bei Beiträgen sind die wichtigsten Punkte der neuen Vereinbarung zur Gemeindenfinanzierung. Landeshauptmann Arno Kompatscher stellte das Modell auf Anfrage der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern am 19. Mai bei der Sondersitzung der Landesregierung auf Burg Karneid vor.
Flüchtlingsfamilien: Bisher haben nur 40 Gemeinden eine Bleibe gefunden
Die Übersiedlung von 94 Flüchtlingsfamilien aus Bozen in 94 Gemeinden wird zum Langzeitprojekt, das sich bis Jahresende hinzieht. Kurz vor Ablauf der Frist am 1. Juni haben nur 40 Gemeinden eine Bleibe für die Flüchtlinge gefunden. „Jede Familie, die wir aus einer prekären Lage holen, ist ein Erfolg – selbst wenn es nur die Hälfte wären“, bäckt Landesrätin Rosmarie Pamer kleine Brötchen.
Abwanderung in Südtirol erreicht Spitzenstand
Niedrige Lebenshaltungskosten, bessere berufliche Perspektiven oder auch die Liebe bewegen immer mehr Südtiroler dazu, ihrer Heimat den Rücken zu kehren. Wie eine Erhebung des Landesstatistikinstituts ASTAT zeigt, wurden allein 2024 über 3.300 Neueintragungen im Register der Auslandsitaliener verzeichnet. Besonders dramatisch ist die Entwicklung im Vinschgau.
Gegen das Wildcampen: Gemeinden halten Kurs
Das Verwaltungsgericht hat die Wolkensteiner Camper-Verordnung teilweise aufgehoben, doch die Gemeinden halten Kurs. In einem Rundschreiben macht der Verband Mut, die Musterverordnung gegen Wildcamper zu genehmigen und klärt über Verwaltungsabläufe auf. Ein generelles Nacht-Parkverbot sieht diese zwar nicht vor. Einige Gemeinden wie Kastelruth und Kaltern wollen dem tagelangen Logieren auf Parkplätzen aber weiter ein Ende bereiten.
Südtirols Hilflosigkeit beim Leerstand
Ganz Südtirol ruft nach Wohnungen: Wie viel Leerstand es gibt, weiß aber niemand. Seit 2022 müssen Gemeinden zwar im Zuge ihrer Entwicklungsprogramme Leerstände erheben. Vier Jahre später stellte die Landesregierung aber fest, dass die Erhebung an ihrem eigentlichen Zweck, Wohnraum auszumachen, total vorbeigeht
Jugendhaushalt „Turbo“: Südtirols Jugend hat entschieden
Zum ersten Mal konnten 14- bis 25-Jährige in 15 Gemeinden direkt über Budgets von bis zu 60.000 Euro bestimmen. Nach dem Abschluss des Online-Votings ist die Spannung groß: Welche der 370 eingereichten Ideen werden umgesetzt? Die Auflösung gibt es diesen Freitag im Bozner Waltherhaus.
Jugendhaushalt „Turbo“: So können junge Menschen entscheiden
An diesem Wochenende sind junge Menschen in Südtirol erstmals dazu aufgerufen, online über die Verwendung öffentlicher Gelder in ihren Gemeinden mitzuentscheiden. In 15 Gemeinden können 14- bis 25-Jährige darüber abstimmen, welche Projekte mit Budgets zwischen 30.000 und 60.000 Euro umgesetzt werden.
Zeit für die „Turbo“-Wahl: Jugendliche gestalten ihre Gemeinde mit
Viel ist derzeit vom Referendum zur Justizreform die Rede, doch am Wochenende steht eine weitere Abstimmung an: Beim Jugendhaushalt „Turbo“ entscheiden Jugendliche in 15 Südtiroler Gemeinden, wie Gelder von jeweils bis zu 60.000 Euro verwendet werden.
Streit über Verteilung von Flüchtlingen: LH Kompatscher platzt beinahe der Kragen
Hitzige Debatte über die Aufnahme der knapp 100 Flüchtlingsfamilien in Südtirols Gemeinden: Als gestern im Landtag ein entsprechender Beschlussantrag der Liste JWA diskutiert wurde, platzte Landeshauptmann Arno Kompatscher beinahe der Kragen.
„SeniorInnen gestalten Städte“: Auch im hohen Alter mitentscheiden
Nach dem erfolgreichen Projekt „Jugend gestaltet Städte“ richtet sich der Blick nun auf eine weitere wichtige Bevölkerungsgruppe: Mit „SeniorInnen gestalten Städte“ setzt das Städtenetzwerk Südtirol ein klares Zeichen für generationengerechte Stadtentwicklung und die aktive Beteiligung älterer Menschen.
Flüchtlingsfamilien: „Bozen wird nicht länger zuschauen“
Von einem „Wendepunkt für Bozen“ sprach Bozens Sozialstadträtin Patrizia Brillo Mitte Jänner, als sie die Verteilung von rund 100 Flüchtlingsfamilien, die seit Jahren in Bozen untergebracht sind, auf Südtiroler Gemeinden bekanntgab. Jetzt, mehr als einen Monat später, gibt es Stunk. Denn viele Gemeinden wehren sich, was Bozens Vizebürgermeister Stephan Konder sehr verärgert.
Flüchtlingsfamilien: „Bozen schreit und alle sollen springen“
94 Gemeinden müssen ab Schulschluss eine Bozner Flüchtlingsfamilie aufnehmen, doch die Bürgermeister melden Bedenken an, jetzt „alle springen zu müssen, weil Bozen schreit“. Man finde nicht einmal Wohnungen für Einheimische. Private böten „bestenfalls Spelunken“ an.
Preisobergrenze sorgt für Kritik: Ball an die Landesregierung
Mit der neuen Wohnbauförderung wurde eine Obergrenze für den Kaufpreis oder die Baukosten einer Wohnung eingeführt. In den hochpreisigen Gemeinden von Gröden, dem Gadertal und im Pustertal drohen damit Ansässige, von der Förderung ausgeschlossen zu werden. „Die Landesregierung kann die Grenzen in besonderen Situationen nach oben schieben. Ich werde sie damit befassen. Oft löst man aber ein Problem und schafft damit neue“, sagt Landesrätin Ulli Mair.
Aufholen mit pensionierten Lehrkräften
Die deutsche Schule stöhnt unter Kindern mit mangelnden Sprachkenntnissen. Mit zum Paket, das die SVP beschlossen hat, gehört mehr Sprachförderung am Nachmittag. Das Personal sucht Landesrat Achammer unter pensionierten Lehrern – und wurde fündig. „Die Pilotprojekte starten demnächst in Bozen und ab Herbst in vielen Gemeinden“, sagt Achammer. Um Bildungslücken möglichst früh zu schließen, sollen Sozialpädagogen bereits im Kindergarten eingesetzt werden.
Einer der interessantesten Jobs Südtirols wird frei...
Sechs Präsidenten hat er kommen und wieder gehen sehen, mit dem siebten arbeitet er, doch jetzt ist Schluss: Im Laufe des Jahres tritt Benedikt Galler, Geschäftsführer des Gemeindenverbandes, in den Ruhestand. Damit wird einer der interessantesten Jobs Südtirols frei.
Als 124 Gemeinden in Südtirol plötzlich verschwanden
Insgesamt 233 eigenständige Gemeinden gab es in Südtirol vor etwa 100 Jahren, als im Zuge der faschistischen Verwaltungszentralisierung ab 1925 die Zerschlagung der Gemeindeautonomie begann. Zeitgleich wurde per Gesetz die Anzahl der Gemeinden reduziert – kleinere Ortschaften wurden größeren angegliedert. Die Gründe dafür erläutert der Historiker Walter Landi im Interview.
90 Prozent der Gemeinden haben einen Gefahrenzonenplan
Die Südtiroler Gemeinden arbeiten weiter an der Erstellung der Gefahrenzonenpläne: Am heutigen Freitag hat die Landesregierung den Gefahrenzonenplan (GZP) der Gemeinde St. Leonhard in Passeier genehmigt. Damit verfügen nun 105 der insgesamt 116 Südtiroler Gemeinden über einen gültigen Gefahrenzonenplan – das sind 90 Prozent.
Sommerbetreuung: „Es droht eine Katastrophe“
Merans Bürgermeisterin Katharina Zeller ist alarmiert: Von bislang mehr als einem Dutzend Anbietern von Sommerferienwochen ist mit den neuen Landeskriterien zur Sommerbetreuung in der Passerstadt ein einziger übrig geblieben – trotz der jüngsten Nachbesserungen. Und „unter Dach und Fach“ ist dieses für die Eltern so wichtige Angebot auch in anderen Südtiroler Gemeinden noch lange nicht.
Livestream-Attacke in Pfalzen: Rassistische Parolen und ein Porno
In Pfalzen staunte man nicht schlecht, als im Livestream der Gemeinderatssitzung am Mittwoch plötzlich rassistische Parolen sowie ein Pornofilm eingespielt wurden. Entsetzt zeigt sich auch der Präsident des Gemeindenverbandes, Dominik Oberstaller, doch am Problem sei man bereits dran.
Für jede Südtiroler Gemeinde geplant: Eine eigene Ortspolizei
Einem Gesetzesentwurf von Sicherheitslandesrätin Ulli Mair, um „Anreize zu schaffen, damit alle Gemeinden über eine Ortspolizei verfügen“, hat die Landesregierung zugestimmt. In Zukunft wäre damit jede Gemeinde angehalten, über einen Ortspolizei-Korps mit mindestens sieben Beamten und einen Kommandanten zu verfügen.
Abwasser, Müll, Trinkwasser: In welchen Gemeinden es am teuersten ist
Südtirol ist ein teures Pflaster – allerdings nicht überall gleichermaßen. Die Landesbeobachtungsstelle beim ASTAT hat ein Auge darauf, wie die Gemeinden ihre Bürger zur Kasse bitten. Ihr Überblick über Gemeindetarife führt erstaunliche Unterschiede zutage. Richtwert ist eine 4-köpfige Familie mit zwei Kindern und einem Brutto-Einkommen von 50.000 Euro.



