Glaube
Von Kolfuschg nach Kalmückien: Warum eine Gadertalerin seit bald 35 Jahren im Süden Russlands wirkt
„Ich möchte das leben, was ich glaube“, sagt Alberta Declara aus Kolfuschg. Dieser Leitstern führt die Gadertalerin in die fast 2300 Kilometer Luftlinie entfernte Stadt Kalmückien im Süden Russlands. Obwohl ihr die Heimat oft fehlt und ihre Arbeit schwierig ist, habe sie ihr Lebensglück gefunden, sagt sie.
Passeirerinnen singen für Leo XIV.: „Es war ein unvergessliches Erlebnis“
Sechs Stimmen aus Südtirol für Papst Leo XIV: Unter den 600 Sängern, die am 10. Juni den Festakt zur Segnung des Christusturms in der Sagrada Família in Barcelona musikalisch gestalteten, waren auch – wie berichtet – Mitglieder des Kirchenchors St. Leonhard in Passeier. Dabei haben sie so einiges erlebt. Nach ihrer Rückkehr haben sie uns all ihre Eindrücke geschildert.
100 Ausgaben des „Sonn(der)tags“! Das waren fünf besondere Momente
Das ist ein Grund zum Feiern! 100 Ausgaben von „Martins Sonn(der)tag“ sind geschafft. Am 18. Februar 2024 startete dieser Podcast – als Versuch für die sieben Sonntage der Fastenzeit. Schnell war klar, dass viele etwas „Gutes zum Sonntag“ schätzen. Das zeigt auch die erfreulich hohe Zahl der Aufrufe auf Südtirol Online. In der Jubiläumsausgabe gibt es fünf besondere „Sonn(der)tag“-Momente zum Wiederhören.
Wie Pfingsten auf den christlichen Festkalender kam und was es heute bedeutet
„Zu Pfingsten sind die Geschenke am geringsten“, spottete einst der Dramatiker Bert Brecht. Aber das „Geschenk Pfingsten“ fällt im Grunde ganz großzügig aus: zumindest zwei freie Tage, für viele Gelegenheit für einen Kurzurlaub. Viele mögen Pfingsten, aber trotzdem ist das Fest selbst weit weg.
Erstkommunion: Wie werden überhaupt Hostien gemacht?
Am heutigen Weißen Sonntag fanden in zahlreichen Südtiroler Gemeinden Erstkommunionen statt. Mädchen und Buben empfingen zum ersten Mal den Leib Jesu Christi in Form einer Hostie. Wie diese Hostien gebacken werden, zeigt der Meraner Hostienbäcker Reinhard Joos im Video. STOL durfte im vergangenen Jahr die Tisner Erstkommunikanten begleiten, als sie Joos besuchten.
Karwoche und Ostern: Gottesdienste mit dem Bischof
Vom Palmsonntag (29. März) bis zum Ostermontag (6. April) feiert Bischof Ivo Muser mit den Gläubigen der Diözese Bozen-Brixen die Gottesdienste der Karwoche und des Osterfestes. Einige der Feiern werden auch im Fernsehen von RAI Südtirol sowie von den diözesanen Kirchensendern im Radio übertragen. Hier alle Termine im Überblick.
Bischof: „Offenes Herz, das uns über die olympischen Spiele hinaus verbindet“
Mit den Biathlon-Wettkämpfen bei den Olympischen Winterspielen richtet sich der Blick der internationalen Sportwelt in diesen Tagen und Wochen auf Antholz und damit auch auf Südtirol. Gerade in einer Zeit, in der sportliche Werte wie Fairness und Respekt besonders im Fokus stehen, erinnert Bischof Ivo Muser an deren Bedeutung - für den Sport wie für das gesellschaftliche Miteinander.
Schlechter leben? Nein, Schutz der Schöpfung tut uns selbst gut!
Braune Berge im Winter, Frühstart des Frühlings, Hitzesommer, Gletscherschmelze: Seit einigen Jahren wird klar, dass da draußen vieles nicht mehr stimmt. Aber viele leben weiter, als ginge sie das alles nichts an. Judith Sitzmann aus Onach (St. Lorenzen) ist Beauftragte der Diözese für Schöpfungsverantwortung. Im Podcast sagt sie, wie wir endlich Schwung bekommen für den Schutz der Um- und Mitwelt – und wie uns dieser Einsatz selbst verändert und bereichert.
Dieser Priester begeistert als DJ die Massen
Guilherme Peixoto aus Portugal ist ein außergewöhnlicher katholischer Priester, denn der Geistliche ist auch ein DJ. Im Libanon zelebrierte Pater Guilherme zunächst eine Messe, dann stand er in einem Club am DJ-Pult und brachte die Menge zum Beben. Jetzt wird die Kritik auch aus Kirchenkreisen lauter.
Unterwegs im Heiligen Jahr: Diözesanwallfahrt mit Bischof Muser
Mit dem Durchschreiten der Heiligen Pforte im Petersdom und der Generalaudienz bei Papst Leo XIV. hat die Diözesanwallfahrt mit Bischof Ivo Muser in Rom gestern ihren Höhepunkt erreicht. Am heutigen Donnerstag kehrte die 130-köpfige Pilgergruppe nach vier Tagen in Rom nach Südtirol zurück.
Hilft Beten wirklich für den Frieden? Ein Gespräch mit Georg Oberrauch
Nein, keinen Rosenkranz, wie von Papst Leo XIV. für den Monat Oktober gewünscht – aber der Unternehmer Georg Oberrauch hat vor Kurzem in Bozen ein Gebet um Frieden organisiert. Der Geistliche Assistent der Katholischen Männerbewegung sagt im Podcast, ob Beten tatsächlich Frieden stiften kann, welches Gebet er persönlich schätzt und wie ihm Beten hilft, harte Schicksalsschläge wie den Unfalltod seines Sohnes Heiner im Jänner 2024 und die schwere Krankheit seiner Frau zu tragen.
Zwischen Gebetsteppich und Lederhose
Seit über 30 Jahren lebt der Tunesier Tarek Hassan in Südtirol. Freitags betet er im Gebetshaus zu Allah – und sonntags wandert er in Lederhosen auf die Seiser Alm. Auf den ersten Blick scheinen diese Welten nicht zusammenzupassen. Möglicherweise aber auf den zweiten.
Sensationsfund in St. Martin in Thurn: 500 Jahre alter Ablassbrief im Pfarrarchiv
Sensationsfund im Pfarrarchiv von St. Martin in Thurn im Gadertal: Dort wurde ein bislang unbeachteter Ablassbrief aus dem Jahr 1500 entdeckt. Eine Wiederentdeckung „von großer Bedeutung für das Gadertal, da sie auch das kulturelle Erbe rund um die Antoniuskapelle in Untermoi dokumentiert und bewahrt“, weiß Sprachwissenschaftler Giovanni Mischí, vom Museum Ladin Ciastel de Tor in Sankt Martin in Thurn.
Fronleichnam: Bischof Muser ruft zum Einsatz für das Miteinander auf
Mit einem festlichen Gottesdienst und einer feierlichen Prozession durch die Innenstadt wurde heute in Bozen das Fronleichnamsfest gefeiert. Bischof Ivo Muser knüpfte in seiner Predigt an die Erfahrungen seines derzeit laufenden Pastoralbesuchs an und rief dazu auf, das Miteinander in der Stadt aktiv mitzugestalten: Bozen brauche Menschen, die Verantwortung übernehmen und Hoffnung stiften.
Fronleichnam in Bozen im Zeichen des Heiligen Jahres
Am Sonntag feiert Bischof Ivo Muser in Bozen mit einem festlichen Gottesdienst und einer Prozession durch die Altstadt Fronleichnam. Im Anschluss daran sind alle zu einem Fest auf dem Platz vor dem Pastoralzentrum eingeladen. Die Feier ist heuer Teil der diözesanen Initiativen zum Heiligen Jahr 2025.
Lange Nacht der Kirchen: 62 Orte, 120 Veranstaltungen, tausende Besucher
62 Kirchen, Kapellen und Klöster in ganz Südtirol haben am Freitagabend zur Langen Nacht der Kirchen eingeladen. Tausende Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, in den offenen Kirchenräumen und auf den Kirchplätzen kreative Formate zu entdecken oder einfach innezuhalten. Das Motto „wir können #(H)OFFEN“ war dabei in vielerlei Hinsicht Programm.
„Nonne prophezeite Wahl zu Papst“
Leo XIV. hat eigen Angaben zufolge nicht mit seiner Wahl zum Papst gerechnet. „Ich sage Ihnen ehrlich, es war mir nie in den Sinn gekommen, dass es passieren würde, was dann passiert ist. Und wieder einmal denke ich, dass unser Gott dieses Mal eine wirklich große Überraschung gemacht hat“, sagte er im Gespräch mit einer Gruppe von Peruanern, die er im Vatikan traf.
Verkündigung im Herzen von Riffian
Krippen sind „Theaterbühnen“ im Miniaturformat. Doch die meisten Menschen kennen nur die klassische Weihnachtskrippe. Auf dem Riffianer Dorfplatz, direkt an der Jaufenstraße, steht jedoch etwas Besonderes: Im Schaufenster mit Schindeldach ist eine sogenannte Jahreskrippe zu sehen – gebaut von Krippenbaumeisterin Helga Prünster.
Gröden: Tradition der „Craces“ lebt weiter
Das Ratschen ist ein jahrhundertealter Brauch, der in katholisch geprägten Gegenden während der Karwoche lebendig gehalten wird. Ab Gründonnerstag, zur Messe des letzten Abendmahls, bis zum Karsamstag schweigen alle Kirchenglocken – als Zeichen der Trauer über den Tod Jesu Christi. In dieser stillen Zeit übernehmen hölzerne Lärminstrumente diese Aufgabe: Am Karfreitag und Karsamstag um 12 Uhr ertönen vor der Pfarrkirche von St. Ulrich lautstark die traditionellen „Craces“ sowie die „Terlaca“. Die St. Ulricher „Craces“ sind mehrere hundert Jahre alt und zeugen von einer tief verwurzelten lokalen Tradition. Dieser eindrucksvolle Brauch wird in St. Ulrich noch heute mit großer Hingabe gepflegt – und kann auch morgen, am Karsamstag, wieder vor Ort erlebt und bewundert werden.
Heiliges Jahr: Kreuzweg nach Säben mit Bischof Ivo Muser
Papst Franziskus hat die Heilig-Kreuz-Kirche auf Säben zu einer der Jubiläumskirchen im Heiligen Jahr erklärt. Am Passionssonntag pilgerten viele Gläubige aus dem ganzen Land gemeinsam mit Bischof Ivo Muser von Klausen nach Säben. Begleitet von Texten zum Thema Hoffnung wurde unterwegs der Kreuzweg gebetet. Der Bischof öffnete symbolisch die Pforte der Jubiläumskirche. Bei der anschließenden Eucharistiefeier stand ebenfalls das Thema Hoffnung im Mittelpunkt. Bischof Muser erinnerte an die Bedeutung von Säben als Ort des Glaubens für die ganze Diözese.
Ein Zufall macht ihn zum begeisterten Pilger: Heiner Nicolussi-Leck erzählt
Es gibt Zufälle, die das Leben verändern. Bei Heiner Nicolussi-Leck war das so. Der langjährige Obmann des Raiffeisenverbandes, Vizebürgermeister und Feuerkommandant von Bruneck wird vor einigen Jahren auf die uralte Tradition des Pilgerns aufmerksam. Seitdem schultert der Rechtsanwalt mehrmals im Jahr den Rucksack und ist auf heiligen Routen unterwegs. Im Podcast erzählt er vom frommen Gehen, das ihn bereichert und prägt.
Warum ein Journalist trotz allem – und jetzt erst recht – Christ bleibt
Früher wurde jemand schon mal schief angeschaut, wenn er oder sie nicht zur Kirche ging. Heute ist es fast andersrum: Der (oder die) geht tatsächlich noch zur Kirche!? Trotz Missbrauchskandal, Männerherrschaft, Reformverweigerung...? Als Katholik, der trotz allem freudig seinen Glauben lebt, fühle er sich oft wie „unter Heiden“, sagt der Münchner Journalist Tobias Haberl. Das ist auch der Titel seines Buchs, in dem Haberl erfrischend beschreibt, dass glaubende Menschen nicht weltfern sind, sondern der Welt viel zu sagen und zu geben haben.
„Martins Sonn(der)tag“: Bestsellerautor P. Anselm Grün erklärt uns Weihnachten
Der Benediktiner P. Anselm Grün ist der erfolgreichste geistliche Autor unserer Zeit. Mit mehr als 300 Büchern und in vielen Vorträgen begeistert und berührt er Millionen – auch viele Menschen in Südtirol. Für sie nahm sich der charismatische Mönch Zeit für ein Podcast-Gespräch über Weihnachten. Was kann uns bei diesem Fest „froh“ machen, wie wir uns gegenseitig wünschen? Und wenn die Welt ringsum gerade eher traurig ist? Pater Anselm erzählt auch von einem persönlichen Ritual am Heiligen Abend und seinen Geschenken.
Bischof Ivo Muser: „Das originale Weihnachten tut uns gut“
Diözesanbischof Ivo Muser richtet seine traditionelle Weihnachtsbotschaft an die STOL-User. Im exklusiven Videointerview mit Martin Lercher unterstreicht der Bischof den Wert des originalen Weihnachten, abseits von Einkaufszentren und Onlineshopping.
„Martins Sonn(der)tag“: Glaube ohne Kirche, geht das?
Ohne Sonntagsmesse, ohne kirchliche Trauung, ohne Segen und Sakramente wie Firmung und Beichte: Immer mehr Menschen machen einen Bogen um die Kirche – und sehen, dass es ohne auch geht. Recht gut sogar. Fehlt uns im Grunde gar nichts, wenn Gott fehlt? Auf diese provokante Frage hat der Pastoraltheologe Alexander Notdurfter eine überraschende Antwort.
Zeugnis des Volksglaubens aus Künstlerhand
Wer auch nur einmal nach Maria Weißenstein gepilgert ist, kennt nicht nur die mit kunstvollen Mosaiken geschmückten 14 Stationen, sondern auch das Marterl zwischen der achten und der neunten Station. Der Journalist Rudi Gamper weiß, was es damit auf sich hat.



