Hitze
Dramatische Situation: Marmolata könnte in zehn Jahren verschwunden sein
Die Gletscher der Alpen haben einen weiteren dramatischen Sommer hinter sich. Besonders betroffen ist die Marmolata in den Dolomiten: Der Gletscher verlor in diesem Jahr rund neun Hektar Fläche – so viel wie etwa 13 Fußballfelder. Nach Einschätzung von Wissenschaftern könnte er bei einer Fortsetzung der Entwicklung bereits innerhalb von zehn Jahren weitgehend verschwunden sein.
Berge vor Gletscherabbruch in Nepal ungewöhnlich warm
Vor dem Gletscherabbruch in Nepal mit tödlicher Sturzflut war es auf dem betroffenen Himalaya-Gletscher laut Klimaforschern außergewöhnlich warm. Zwischen dem 21. und 26. August lag die Durchschnittstemperatur auf dem Gletscher auf 5.200 Metern Höhe bei etwa fünf Grad Celsius, errechnete US-Forscher Robert Rohde anhand meteorologischer Daten. Seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 55 Jahren betrug die Temperatur dort in diesem Zeitraum noch nie über vier Grad Celsius.
Hitzewellen, Tropennächte und neue Temperaturrekorde: Fortan normal?
Ein Sommer der Extreme geht am heutigen Dienstag, zumindest aus meteorologischer Sicht, zu Ende: mehr als 30 Tropennächte, Temperaturen, die an der 40-Grad-Marke kratzten, und wochenlang Schlagzeilen über ausbleibenden Regen haben Land und Leute ordentlich ins Schwitzen gebracht. „Wenn wir nicht in ein nachhaltiges Energiesystem investieren, werden solche Wetterextreme ganz sicher häufiger und heftiger“, warnt Klimaforscher Georg Kaser. Abkühlung ist indes auch nach dem Jahreszeitenwechsel nicht in Sicht.
So heiß war es diesen Sommer noch nie: Italien verzeichnet Hitzerekord
Wer glaubt, Italien sei über den Hitzehöhepunkt des Sommers bereits hinweg, der irrt. Am heutigen Freitag werden im Stiefelstaat alle Rekorde gebrochen, im Zentrum und vor allem im Süden des Landes werden Temperaturhöchstwerte von bis zu 44 Grad erwartet. In Südtirol bleibt es kühler.
Klimaforscher: Wetterextreme in Europa werden häufiger
Europa muss sich nach Einschätzung des Klimaforschers Stefan Rahmstorf wegen der starken Erwärmung des Kontinents künftig auf zahlreiche Extremwetterereignisse einstellen. „Wo die Erwärmung besonders stark ist, gibt es auch stärkere Extreme. Deren Häufigkeit nimmt mit der Erwärmung zu“, sagte der Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) der „Rheinischen Post“. Weiterer CO2-Ausstoß werde Hitze und Dürre im Sommer immer weiter verschlimmern.
Hitze und Dürre: Die Bienen in Norditalien kämpfen ums Überleben
Hitze, Trockenheit und ein verändertes Klima setzen den Bienen in Norditalien zunehmend zu. Pflanzen blühen immer früher und oft deutlich kürzer. Für die Bienen bedeutet das: Das Nahrungsangebot verändert sich genau dann, wenn sie darauf angewiesen sind.
Hitzesommer: Kühe müssen früher von der Alm
Der trockene, heiße Sommer hat den Almen im Passeiertal und im Ultental zugesetzt. Alberich Hofer, Bergbauernvertreter im Südtiroler Bauernbund, geht davon aus, dass das Vieh von vielen Almen zehn bis 14 Tage früher abgetrieben werden muss, da es nicht mehr genügend Futter gibt. Gleichzeitig setzt der Mooser große Hoffnungen in die prognostizierten Regenmengen.
Klimawandel könnte Waldbrandfläche in Europa verdreifachen
Mehr Trockenheit, mehr Hitze, mehr Wind: Der Klimawandel könnte einer Studie zufolge die Fläche von Vegetationsbränden in Europa künftig deutlich ausweiten. Je nach Ausmaß der Erderwärmung könnte die von Feuern betroffene jährliche Fläche demnach bis Ende des Jahrhunderts im Vergleich zu heute um 39 Prozent steigen, möglicherweise aber auch um 192 Prozent. Allerdings sind neben dem Klimawandel auch andere Faktoren bedeutsam wie etwa Landnutzung, Prävention und Früherkennung.
60 Grad in Restaurantküchen: Alarm um Arbeitsbedingungen
In den Küchen italienischer Restaurants herrschen während der sommerlichen Hitzewelle teilweise extreme Temperaturen. Beschäftigte berichten von Messwerten von mehr als 60 Grad. Einen gesetzlich festgelegten Temperaturgrenzwert, ab dem die Arbeit in einer Küche unterbrochen werden muss, gibt es in Italien allerdings nicht. Die Arbeitsbedingungen in den Küchen italienischer Lokale sorgen jetzt für Diskussionen.
Waldbrand in Ostbelgien laut Behörden eingekreist
Der massive Waldbrand in Ostbelgien nahe der Grenze zu Deutschland ist nach Behördenangaben „eingekreist“ worden. Die Flammen breiteten sich nicht weiter Richtung Deutschland aus, sagte der Leiter der Krisenkommunikation der Provinz Lüttich, Tony Hosmans, am Mittwoch. Die Lage im Naturschutzgebiet Hohes Venn bleibe allerdings kompliziert, fügte Hosmans hinzu. Der Brand sei an mehreren Stellen wieder aufgeflammt. Im Tagesverlauf solle das Feuer unter Kontrolle gebracht werden.
Rekordwärme in Europas Meeren durch den Klimawandel
Nicht nur die Lufttemperaturen haben in diesem Sommer in vielen Ländern Europas Rekordwerte erreicht – auch die Meere um den Kontinent sind vielerorts besonders warm. Diese Wärme – mancherorts mehr als sechs Grad über den üblichen Temperaturen – geht zu einem großen Teil auf den Klimawandel zurück, schreibt ein internationales Team der Organisation World Weather Attribution (WWA - eine Initiative von Klimaforschern) in einem Bericht.
Extremhitze bedroht Ältere laut Studie deutlich stärker
Die wegen des Klimawandels weltweit steigenden Temperaturen und zunehmenden Hitzewellen gefährden die Gesundheit älterer Menschen laut einer Studie deutlich stärker als bisher angenommen. Sollte die Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 um 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter steigen, werden weltweit 22 Prozent aller über 60-Jährigen jedes Jahr mindestens einem Monat mit gesundheitsgefährdender Hitze ausgesetzt sein.
Feuer in belgischem Naturschutzgebiet tobt weiter
Der unermüdliche Kampf gegen die Flammen im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn und gegen deren Übergreifen auf die deutsche Grenzstadt Monschau in der Eifel (Nordrhein-Westfalen) geht auch an Tag vier unvermindert weiter. Das Feuer habe sich in der Nacht und am Vormittag nicht weiter Richtung deutsche Grenze ausgebreitet, sagte ein Feuerwehrsprecher am Dienstag. Die Flammen seien weiter gut zwei Kilometer entfernt.
Was Extremhitze für Hunde und Katzen bedeutet und wann es gefährlich wird
Die seit Wochen andauernde extreme Hitzewelle macht nicht nur Menschen zu schaffen. Auch Hunde, Katzen und andere Haustiere leiden. Worauf Tierhalter achten sollten, wie sich Tiere bei hohen Temperaturen schützen lassen und welche Gefahren in Bozen – abseits der Hitze – unterschätzt werden, erklärt die Bozner Tierärztin Dr. Katharina Moser im Interview.
Wie gut ist Südtirols Stromnetz für Extremwetter gerüstet?
Die Hitzewelle bringt derzeit auch die Stromkabel ordentlich ins Schwitzen. Mit den steigenden Temperaturen verändert sich nämlich nicht nur der Stromverbrauch, auch die Produktion wird vor Herausforderungen gestellt. Wie stark der Verbrauch tatsächlich steigt und wie gut Südtirols Stromnetz für Extremwetter gerüstet ist, erklärt Edyna-Generaldirektor Pierpaolo Zamunaro.
Extreme Hitze schlägt aufs Gemüt – warum sie sogar aggressiv macht
Die fünfte Hitzewelle dieses Sommers hat Südtirol fest im Griff. Wer in diesen Tagen besonders unkonzentriert oder gereizt ist, steht damit nicht allein da. Gleich mehrere Studien bestätigen erhöhte Aggressivität bei extrem hohen Temperaturen. Was dabei im Köper passiert und wie man Abhilfe schaffen kann, weiß der Primar für Psychiatrie am Krankenhaus Brixen, Dr. Roger Pycha.
„Die Temperaturen in der Bozner Altstadt können deutlich höher liegen“
Bozen zählt auch heuer wieder zu den heißesten Städten Italiens und verzeichnet im Hitzesommer 2026 neue Rekordwerte. Dabei werden die Temperaturen der Landeshauptstadt gar nicht in dicht besiedeltem Gebiet gemessen, sondern abseits von Straßen und Gebäuden.
Bodensee-Wasser auf niedrigstem Stand in diesem Jahr
Nach wochenlanger Trockenheit und Hitze hat der Wasserstand im Bodensee seinen niedrigsten Wert in diesem Jahr erreicht. Das sei normalerweise im Februar oder März der Fall, teilte die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) am Freitag mit. Die Gründe für die aktuelle Lage: Regen sei ausgeblieben und viel Wasser durch die anhaltende Hitze verdunstet. Zudem habe es im Winter zu wenig in den Alpen geschneit, deshalb fehle das Schmelzwasser aus den Bergen.
Hitzewellen verändern das Verhalten von Murmeltieren in den Alpen
Wenn die Sonne über den Alpen brennt, wird es selbst den Murmeltieren zu viel. Statt über die Wiesen zu tollen und miteinander zu spielen, ziehen sich die Tiere bei steigenden Temperaturen zunehmend zurück. Forscher haben nun beobachtet, dass die Hitze das Sozialverhalten der Murmeltiere deutlich verändert - und damit möglicherweise schon früh Folgen für ihre Entwicklung und langfristig sogar für ihr Überleben haben könnte.
Extreme Hitze: Diese Schäden drohen jetzt Ihrem Auto
Die Hitze setzt nicht nur den Menschen, sondern auch Fahrzeugen ordentlich zu. „Wenn ein Auto wiederholt und über einen längeren Zeitraum extremer Hitze ausgesetzt ist, können große Schäden entstehen“, warnt der Bozner Karosserietechniker Martin Kofler. Besonders Motorkühlung und Klimaanlagen werden im Sommer arg beansprucht, wie Kfz-Mechatroniker Dietmar Mock ergänzt. Und das kann teuer werden.
VIDEO | Nie so viele Hitzetage wie diesen Sommer – Blitzgewitter über Bozen
Noch befinden wir uns mitten im August, doch eines ist jetzt schon klar: Der Sommer 2026 wird in Südtirol als einer der heißesten überhaupt in die Geschichtsbücher eingehen. Zudem entlud sich über Bozen in der Nacht auf den heutigen Mittwoch ein regelrechtes Blitzgewitter.
Heiße Tage, kluge Ernährung: Was dem Körper bei Hitze wirklich guttut
Wenn das Thermometer über 30 Grad steigt, verliert der Körper durch das Schwitzen nicht nur Flüssigkeit, sondern auch wichtige Mineralstoffe. Welche Nährstoffe der Körper jetzt besonders braucht und warum Elektrolytgetränke meist nicht notwendig sind, erklärt der geschäftsführende Primar des Dienstes für Diätetik und klinische Ernährung des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Dr. Michael Kob.
Fluss Po führt kaum noch Wasser
Der Po, Italiens längster Fluss, führt so wenig Wasser wie seit langem nicht mehr - mit Folgen, die inzwischen auch eine jahrhundertealte Tradition treffen. Die für den 15. August geplante Prozession zu Mariä Himmelfahrt auf dem Fluss wurde abgesagt. Der Pegel des Po ist so stark gesunken, dass eine sichere Fahrt mit den Booten nicht mehr möglich ist.



