Muren
Innsbrucker Forscher entwickelte Frühwarnsystem für Hangmuren
Extremwetterereignisse, heftige Niederschläge und stark wechselnde Temperaturen: Diese Zutaten erhöhen das Risiko für Hangmuren im Alpenraum, die besonders an Bahnstrecken und Straßen Probleme bereiten. Der Innsbrucker Forscher Robert Hofmann entwickelte daher mit einem Team ein Frühwarnsystem für diese Murenart.
Geringere Steinschlaggefahr: Räumung von Schnalserbach hat begonnen
Geschätzte 30.000 bis 40.000 Kubikmeter Material lagerten sich bei Rutschungen im vergangenen Jahr im Schnalserbach ab – bislang war die Lage zu gefährlich, um mit den Räumungsarbeiten zu beginnen. Jetzt sind „die Böden ausgetrocknet und gefroren, die Steinschlaggefahr hat sich dermaßen, verringert, dass wir eine Sofortmaßnahme umsetzen können“, berichtet Martin Eschgfäller vom Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung West.
Nach Murgängen im Passeiertal: Land weiter mit Aufräumarbeiten beschäftigt
Hochwasser und Murgänge richteten vor rund einer Woche Schäden an Ufern und Schutzbauten im Passeiertal an – das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung West in der Agentur für Bevölkerungsschutz ist derzeit mit den Aufräumarbeiten befasst.
Straße nach Matatz gesperrt – „Erneut erhebliche Schäden“ im Gemeindegebiet
Die anhaltenden und intensiven Niederschläge führten im Gemeindegebiet von St. Martin in Passeier am Samstagabend zu zahlreichen Murenabgängen. Der Wasserspiegel mehrerer Bäche und Seitenbäche stieg innerhalb kurzer Zeit dramatisch an. Nach dem heftigen Unwetter im Juli wurden „erneut erhebliche Schäden“ registriert, informiert die Gemeinde. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
„Ähnliches Phänomen“ wie im Juli: Das steckt hinter dem Unwetter im Passeiertal
Im Passeiertal fielen allein bis Mitternacht 26 Millimeter Regen – „weiter westlich war es die dreifache Menge“, weiß Landesmeteorologe Dieter Peterlin. Warum das Gewitter mit dem Unwetterchaos vom vergangenen Juli vergleichbar ist.
Aufräumarbeiten laufen: Experten sind nach Murgängen im Passeiertal vor Ort
Nach den Murgängen am Mittwochabend sind am heutigen Donnerstag Experten des Landesamtes für Wildbach- und Lawinenverbauung West, der Landesstraßendienst und ein Geologe des Landesamtes für Geologie und Baustoffprüfung im Passeiertal im Einsatz.
Das ist die größte Naturgefahr für die Bevölkerung in Südtirol
Der Report Naturgefahren des Landes zeigt: Murabgänge waren das häufigste Ereignis im Jahr 2022 in Südtirol – meist wurden sie durch gewitterartige Starkniederschläge ausgelöst. Die größte Gefahr in Südtirol geht aber von einem anderen Naturereignis aus.
Pegelstände sinken, Altar schwimmt in vermurter Kirche
Starkregen hat am Montag den Pegel im Eisack und in der Etsch steigen lassen. Am Abend ist die Lage entspannter. „Der Eisack stellt momentan kein Problem mehr dar. Entwarnung kann gegeben werden“, so die Freiwillige Feuerwehr von Klausen. Auch der Pegel der Etsch bei Staben ist zurückgegangen. Inzwischen gelang ein erster Blick in die Drei-Brunnen-Kirche in Trafoi.
Borkenkäfer: Die Sorge vor dem großen Schwärmen
„Es ist mir fast zu ruhig um das Thema Borkenkäfer“, sagt der Direktor der Abteilung Forstwirtschaft, Günther Unterthiner. Sind sich die Südtiroler der Gefahr, die von dem Schädling für den Wald ausgeht, nicht bewusst? Wie steht es im Kampf gegen seine Vermehrung? Kann Südtirol kahle, ungeschützte Berghänge noch verhindern? STOL hat mit dem obersten Förster darüber gesprochen.
Schwere Unwetter: Murenabgänge, Überschwemmungen und Straßensperren
Unwetter mit heftigen Regenfällen zogen am Freitagmorgen über weite Teile Südtirols. Zahlreiche Feuerwehren waren im Raum Sarntal, Ritten, Schlerngebiet und Eisacktal im Einsatz, um Straßen nach Murenabgängen wieder frei zu räumen.



