Online-Medien
105 Bewerber wollen in Pigs ORF-Direktionsteam
Der designierte ORF-Generaldirektor Clemens Pig hat die Qual der Wahl. Nicht weniger als 105 Personen haben sich für einen oder mehrere der ausgeschriebenen ORF-Direktionsposten beworben. Manche reichten Bewerbungen für mehrere der 13 Topjobs ein, womit in Summe 142 Bewerbungen vorliegen, so Pig gegenüber der APA. Etwa die Hälfte kommt aus dem ORF, die andere bewirbt sich von extern. Größtes Interesse herrscht an der neu zu schaffenden Direktion „Audience & Plattformen“.
EU-Parlament: Verlängerung der Chatkontrolle zum Teil genehmigt
Das EU-Parlament hat am Donnerstag die umstrittene Verlängerung der Ausnahmeregelung für die freiwillige Kontrolle auf Missbrauchsdarstellungen von Kindern („Chatkontrolle“) im zweiten Anlauf gebilligt. Änderungsanträge müssen allerdings vom Rat der EU-Länder gesondert gutgeheißen werden, weshalb die finale Absegnung verzögert werden könnte.
Kanada will Social Media für Unter-16-Jährige verbieten
Im Kampf gegen die Social-Media-Gefahren für Kinder und Jugendliche will nun auch Kanada ein Mindestalter für die Nutzung entsprechender Angebote einführen. Die Regierung legte am Mittwoch (Ortszeit) einen Gesetzentwurf vor, der ein Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige vorsieht. Zudem sollen mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellte Angebote stärker kontrolliert werden.
Großes Interesse für die ORF-Generaldirektion
Lange hat es gedauert, bis sich mit ORF-Magazinchefin Lisa Totzauer Mitte Mai eine erste Bewerberin für die ORF-Generaldirektion aus der Deckung gewagt hat. Bis Bewerbungsschluss in der Nacht auf Freitag haben sich laut APA-Informationen Dutzende Personen für den Spitzenjob beworben. Öffentlich kundgetan hatten dies bereits erfahrene Medienmanager wie APA-CEO Clemens Pig, Ex-ProSiebenSat.1Puls4-Chef Markus Breitenecker und Johannes Larcher, der schon bei HBO MAX Manager war.
Jüdisches ESC-Public Viewing als Kundgebung
Die Jüdischen österreichischen HochschülerInnen (JöH) sehen sich gezwungen, ihre Public Viewing-Veranstaltung am Samstag anlässlich des Finales des Eurovision Song Contest (ESC) am Wiener Universitätscampus im Alten AKH als Kundgebung durchzuführen, um so vermehrten Polizeischutz zu erhalten. Hintergrund seien Drohungen gegen jüdische und israelische ESC-Fans, teilte die Organisation am Mittwoch in einer Aussendung mit.
Dreh des neuen Austro-"Tatort"-Duos: Da liegt a Leich im Gemeindebau
Im Reumannhof am Wiener Margaretengürtel stehen die Schauspieler Laurence Rupp und Miriam Fussenegger für ihren ersten Austro-"Tatort" namens "Krähen im Hof" vor der Kamera. Sie folgen dem beliebten Duo Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer nach.
Italien plant Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige
Italien will sich an Österreich ein Beispiel nehmen und ein Social-Media-Verbot für Jugendliche einführen. Die Regierungspartei Lega hat dazu einen entsprechenden Gesetzesentwurf im Parlament in Rom eingebracht. „Stopp für Social Media für Jugendliche unter 14. Wir wollen Minderjährige schützen und den Familien helfen“, schrieb Vizepremier und Lega-Chef Matteo Salvini am Sonntag auf X.
Ethan Hawke: Aufmerksamkeitsspanne wird zerschossen
Ethan Hawke sieht die Unterhaltungsbranche durch veränderte Sehgewohnheiten unter Druck. „Ich beobachte, wie sich die Art und Weise, wie junge Menschen Filme schauen, verändert“, sagte der 55-Jährige der dpa. „Sie schauen Filme, während sie auf ihr Handy starren. Die Aufmerksamkeitsspanne wird regelrecht zerschossen.“ Menschen hielten die Stille nicht mehr aus: „Einige der schönsten Momente meines Lebens sind aus Langeweile entstanden.“
Weißmann-Rücktritt im ORF - Betroffene meldet sich zu Wort
Nach dem Rücktritt von Roland Weißmann als ORF-Generaldirektor hat sich jene Frau, die die Vorwürfe gegen ihn erhoben hat, im „Falter“ und via Aussendung ihres Anwalts zu Wort gemeldet. Sie zeigt sich von „den Verdrehungen der Tatsachen schockiert“ und bestreitet den von Weißmanns Anwalt am Freitag ins Treffen geführten „einvernehmlichen physischen Kontakt“. Es habe keine Liebesbeziehung oder Affäre bestanden, betont sie. Auch habe kein Sex stattgefunden.
ORF - Weißmann lässt Strafanzeige einreichen
Roland Weißmann lässt eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien einbringen. Es bestehe rund um die Vorgänge, die zum Rücktritt Weißmanns als ORF-Generaldirektor führten, der Verdacht „strafrechtlich relevanten Verhaltens mehrerer involvierter Personen“, hieß es in einer Aussendung. Auf APA-Nachfrage wollte Anwalt Norbert Wess „nicht vorpreschen“ und konkretisierte Anzahl der Personen und vermutete Tatbestände nicht. Die Anzeige solle aber in Bälde eingebracht werden.
EU droht TikTok mit Strafe wegen Suchtgefahr
Die Online-Plattform TikTok verstößt nach den vorläufigen Ergebnissen einer EU-Untersuchung gegen europäisches Recht. Das teilte die zuständige EU-Kommission in Brüssel mit. Konkret geht es dabei um suchtfördernde Mechanismen - zum Beispiel um stark personalisierte Empfehlungen und das ununterbrochene automatische Abspielen von Videos. Die Behörde kündigte an, das bereits eingeleitete Verfahren gegen TikTok weiter voranzutreiben.
Island nimmt wegen Israel nicht am Wiener Song Contest teil
Als mittlerweile fünftes Land wird auch Island nicht am nächstjährigen Eurovision Song Contest in Wien teilnehmen. Das teilte der Sender RÚV am Mittwochnachmittag nach einer Sitzung mit. Wie schon im Falle von Spanien, den Niederlanden, Slowenien und Irland ist der Stein des Anstoßes für diese Entscheidung, dass die European Broadcasting Union (EBU) kürzlich den Weg für die Teilnahme Israels freigemacht hat.
Musk bringt Konkurrenz für Wikipedia an den Start
Elon Musk hat seine Wikipedia-Alternative gestartet. Die Website mit dem Namen Grokipedia bietet ein ähnliches Design mit einer Suchmaske und Artikeln mit Quellenverweisen. Sie wurde bei der KI-Firma xAI des Tech-Milliardärs entwickelt. Allerdings fiel Nutzern auf, dass einige Texte auf Artikeln bei Wikipedia basieren. So verwies das Technologie-Blog „The Verge“ auf den Grokipedia-Beitrag zu Apples Macbook Air, unter dem steht, dass er von Wikipedia „adaptiert“ worden sei.
Facebook, Instagram und TikTok droht EU-Strafe
Facebook, Instagram und Tiktok verstoßen laut der Europäischen Kommission nach vorläufigen Ermittlungsergebnissen gegen ein EU-Digitalgesetz. Ihnen drohen wegen mangelnder Datentransparenz hohe Geldstrafen, sollten sie nicht noch entlastendes Material präsentieren oder Anpassungen vornehmen, wie die EU-Kommission mitteilte.
Meta spricht mit Medienhäusern über Lizenzen für KI
Der Facebook-Mutterkonzern Meta verhandelt einem Zeitungsbericht zufolge mit Axel Springer und anderen Medienhäusern über die Lizenzierung von Inhalten für seine Künstliche Intelligenz (KI). Zu den Gesprächspartnern gehörten auch Fox Corp und News Corp, berichtete das „Wall Street Journal“ am Donnerstag unter Berufung auf Insider. Meta wolle deren Nachrichten und andere Inhalte für seine KI-Produkte wie Chatbots nutzen.
Knast statt Klicks
Der Senat in Rom hat ein Rahmengesetz zur Regelung der Künstlichen Intelligenz (KI) verabschiedet. Erstmals wird der Strafbestand des „Deepfake“ eingeführt. Die Verbreitung von Bildern und Videos, die ohne Einwilligung der betroffenen Person mit KI erstellt wurden, wird unter Strafe gestellt. Die Strafe reicht von einem bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug. Italien ist damit das erste EU-Land, das einen Rechtsrahmen vorlegt, der mit dem EU-AI-Act abgestimmt ist.
Streaming überholt klassisches TV in Deutschland
In Deutschland nutzten im Vorjahr erstmals mehr Menschen Videoapps und andere Streamingmöglichkeiten als einen klassischen Fernsehanschluss. Nach einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom sank 2024 der Anteil der ab 16-Jährigen, die zumindest gelegentlich klassisches TV über Kabel, Satellit oder Antenne sehen, von 92 Prozent auf 86 Prozent. Gleichzeitig stieg die Zahl derjenigen, die über das Internet streamen, von 86 Prozent auf 87 Prozent.
Wien oder Innsbruck? ORF gibt ESC-Austragungsstadt am Mittwoch bekannt
Wien oder Innsbruck? Der ORF gibt am Mittwoch bekannt, welche der beiden Städte den Eurovision Song Contest 2026 austragen wird. Die Entscheidung, ob Österreichs Bundeshauptstadt oder Tirols Landeshauptstadt das Event ausrichten wird, soll in den Morgenstunden verkündet werden – und zwar zeitgleich im Ö3-Wecker, in der TV-Frühstückssendung „Guten Morgen Österreich“ (ORF 2) und über den Youtube-Kanal der European Broadcast Union (EBU).
ESC in Innsbruck oder in Wien? Entscheidung fällt im Ö3-Wecker
Die Fieberkurve der ESC-Blase nähert sich unaufhaltsam dem Siedepunkt: Die Entscheidung, wo der ORF 2026 den 70. Eurovision Song Contest ausrichten wird, soll in wenigen Tagen feststehen. Und auch die Antwort auf die Frage, wie jener Act gefunden wird, der dann Österreich beim größten Musikbewerb der Welt vertritt, konkretisiert sich langsam. Ende Februar wird die Castingshow stattfinden, die Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz bereits in Aussicht gestellt hatte.



