Umweltpolitik
WMO: Nächster Hitzerekord könnte schon 2027 kommen
2024 war das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, aber der Rekord dürfte nach einem Bericht der Weltwetterorganisation (WMO) schon bald fallen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eines der Jahre 2026 bis 2030 eine noch höhere globale Durchschnittstemperatur aufweist, liege bei 86 Prozent, teilte die WMO in Genf mit. Der Rekordwert 2024 lag bei rund 1,55 Grad über dem vorindustriellen Niveau (1850-1900).
Meere heizen sich auf - Drittwärmster April seit Messbeginn
Im zurückliegenden Monat April haben Forscher die zweithöchste Meeresoberflächentemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen. Dies gelte für alle Ozeane außerhalb der Polarregion, teilte der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus in Bonn mit. In weiten Teilen des tropischen Pazifiks wurden demnach Rekordtemperaturen gemessen, die mit starken maritimen Hitzewellen einhergingen. Es sei zudem der drittwärmste April seit Beginn der Aufzeichnungen weltweit gewesen.
Von der Leyen will 30 Milliarden für grüne EU-Industrie
Um die grüne Wende voranzutreiben, will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Industrie mit rund 30 Mrd. Euro aus den Einnahmen des Treibhausgas-Emissionshandels (ETS) unterstützen. Bei einem Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs schlug die sie einen sogenannten ETS-Investitionsbooster vor, um Investitionen in saubere Technologie zu fördern. IV und Wirtschaftskammer sahen einen Schritt in die richtige Richtung in Sachen ETS-Zukunft.
Wiener Prozess gegen frühere Letzte Generation gestartet
Am Wiener Landesgericht hat am heutigen Freitag um 9.30 Uhr unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen das Mammutverfahren gegen die frühere Klimaschutzbewegung „Letzte Generation“ begonnen. Angeklagt sind sieben vormalige Aktivistinnen und Aktivisten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Sachbeschädigung und schwere Sachbeschädigung vor. Grundlage sind Farbproteste am Flughafen Wien-Schwechat, beim Landhaus St. Pölten sowie beim Bundeskanzleramt in Wien im Jahr 2023 und 2024.
Verhandlungen bei Weltklimakonferenz dauern an
Bei der Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém dauern die Verhandlungen an. In der Nacht auf Samstag berieten die Delegierten weiter intensiv, um doch noch eine Einigung auf eine Abschlusserklärung zu ermöglichen. Wegen des Streits um den künftigen Umgang mit fossilen Energieträgern droht ein Scheitern des Gipfels. EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra schloss ein Konferenz-Ende ohne eine Abschlusserklärung nicht aus.
Zweifel an gemeinsamer Abschlusserklärung bei COP30
Zur Halbzeit der UNO-Klimakonferenz COP30 in Brasilien ringen die Teilnehmerstaaten um eine gemeinsame Linie für eine Abschlusserklärung. Bei Delegierten mehrten sich Zweifel, ob man zu einer substanziellen Einigung der 195 teilnehmenden Staaten kommen werde. „Wenn wir auf diesem Kurs bleiben, wird es ein sehr, sehr schwaches Ergebnis geben“, sagte Andrew Wilson von der Internationalen Handelskammer. Begleitet wurde der Gipfel am Freitag von Protesten indigener Gruppen.
30. UNO-Klimakonferenz startet in Amazonas-Stadt Belem
Mit dem Start des globalen Waldschutz-Fonds TFFF haben die Klimaverhandlungen in Brasilien mit einem konkreten Erfolg begonnen. Doch nach dem Gipfel am Donnerstag und Freitag stehen ab Montag bei der eigentlichen UNO-Klimakonferenz COP30 schwierige Verhandlungen über Themen wie die viel zu hohen Treibhausgas-Emissionen und die Klimafinanzierung an. Und die geopolitischen Voraussetzungen für die zweiwöchigen Beratungen in der Amazonas-Stadt Belem sind nicht günstig.
Langwierige Verhandlungen im EU-Rat um ein EU-Klimaziel 2040
Die 27 EU-Umweltminister haben am frühen Dienstagabend weiter um Kompromisse für eine Einigung auf ein Klimaziel 2040 gerungen. Die öffentliche Sitzung am Nachmittag hatte infolge intensiver Verhandlungen trotz mehrstündiger Verspätung noch nicht begonnen. Der Ministerrat kann das Klimaziel mit qualifizierter Mehrheit beschließen, Österreichs Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) knüpft seine Zustimmung an „passende Rahmenbedingungen“.
Inmitten des Massenaussterbens – So schützen wir unsere Lebensgrundlage
„Derzeit befinden wir uns inmitten einer Biodiversitätskrise. Jeden Tag sterben etwa 30 bis 150 Arten aus,“ sagt Ulrike Tappeiner, Leiterin des Instituts für Alpine Umwelt. Die Expertin erklärt, was das für den Menschen bedeutet und wie jeder von uns zur Biodiversität beitragen und so unsere Lebensgrundlage erhalten kann.
Klimagipfel in Wien: Schwarzenegger per Liveschaltung
Der Austrian World Summit startete am Donnerstagvormittag in der Spanischen Hofreitschule. Aufgrund der Coronapandemie wurde die Klimaschutzkonferenz adaptiert und ging in ihrer vierten Ausgabe als Mischung aus analogen und virtuellen Beiträgen über die Bühne. Arnold Schwarzenegger war aus diesem Grund ebenfalls nicht in Wien und seine Rede als Gastgeber wurde per Liveschaltung eingespielt.



