Vinzenzgemeinschaft
Sabine Eccel vom VinziMarkt: „Anzahl an einheimischen Bedürftigen stark gestiegen“
Traurig, aber wahr: Es gibt in Südtirol Menschen, die ohne Hilfe nicht genug zum Essen hätten. Ihnen hilft in Bozen der VinziMarkt, wo sie – ohne Geld – das Lebensnotwendige einkaufen können. Kopf und Seele dieses besonderen Supermarkts ist Sabine Eccel, die ihn vor sieben Jahren mitbegründet hat und seitdem leitet.
Sabine Eccel und ein Markt, der super ist
Not macht erfinderisch. Das gilt aber auch für die Hilfsbereitschaft. Im VinziMarkt in Bozen kommen gleich mehrere tolle Ideen zusammen, und daraus wird etwas richtig Gutes. Kopf und Seele dieses besonderen Supermarktes ist Sabine Eccel, Tochter einer bekannten Bozner Kaufmannsfamilie. Im „Sonn(der)tag“ erzählt sie, wie das Geschäft ohne Geld funktioniert, wer hier einkauft und warum sie auch nach sieben Jahren noch viel Freude an diesem Ehrenamt hat.
„Am schlimmsten war es, als obdachlose Südtirolerin mit ihren Kindern kam“
Für Bedürftige, Obdachlose und Menschen ohne Arbeit, die in Würde leben wollen und auf ihre Körperhygiene achten, ist die VinziShower in Bozen eine unverzichtbare Anlaufstelle. „Leicht ist die Arbeit aber nicht“, erzählt Josef Haspinger von der Vinzenzgemeinschaft, die die einzige öffentliche Dusche in und um Bozen vor drei Jahren eröffnet hat.
Tertiarkloster Kaltern wird zum Politikum: Gemeinde wusste sehr wohl von Plänen
Das Tertiarkloster in Kaltern und seine Zukunft entwickeln sich zunehmend zum Politikum. Nachdem der geplante Verkauf der Klosteranlage an die Vinzenzgemeinschaft öffentlich geworden war, hatte die Kalterer Gemeindeverwaltung ihrem Ärger Luft gemacht und erklärt, bei den Zukunftsplänen übergangen worden zu sein. Nun zeigt sich allerdings: Die Gemeinde war sehr wohl frühzeitig eingebunden und wusste über die Entwicklungen Bescheid.
Tertiarkloster in Kaltern – „Kaufvorvertrag unterschrieben“
„Der Kaufvorvertrag ist unterschrieben“, sagte Heinrich Erhard, Chef der Südtiroler Vinzenzgemeinschaft, bei der Jahresversammlung seiner Hilfsvereinigung am Samstag. Gemeint ist damit das etwa einen halben Hektar große Areal des Klosters der Tertiarschwestern in Kaltern.
Kloster in Kaltern soll verkauft werden – Wer ist der Käufer?
Für vier Millionen Euro hat die Südtiroler Vinzenzgemeinschaft im Jahr 2023 das Seniorenwohnheim Schloss Moos in Wiesen bei Sterzing verkauft. Der Erlös soll nun reinvestiert werden. Bei der Vollversammlung am Samstag wird über den Erwerb des Klosters der Tertiarschwestern in Kaltern abgestimmt. Damit hätte man einiges vor.
„Bitte um Schlafsäcke und Decken für die eiskalten Nächte“
Die winterliche Kälte hat Südtirol fest im Griff. Leider gibt es Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen keine Bleibe, keinen Schlafplatz haben und der bitteren Kälte in den Nächten ausgesetzt sind. Die Südtiroler Vinzenzgemeinschaft bittet darum, Schlafsäcke und Decken zu spenden.
Blick in die Kleiderkammer: „Was fehlt, sind Hosen und Schuhe für Männer“
Neben Essen und Trinken gehört auch die Kleidung zu den Hauptbedürfnissen der Menschen. Weil sich nicht alle stets neue Sachen leisten können, gibt es in Bozen die Kleiderkammer der Vinzenzgemeinschaft. Die Leiterin, Christine Sartori, spricht im Interview mit uns über die Tätigkeit, die Herausforderungen und darüber, warum sie sich ehrenamtlich engagiert.
Armut in Südtirol wächst: „Immer mehr Einheimische kommen zum VinziMarkt“
Die Armut in Südtirol wächst – auch wenn sie häufig unsichtbar bleibt. Doch hinter den Kulissen der Weihnachtsmärkte und der Schaufenster zeigt sich eine Realität, die viele lieber nicht sehen: Menschen, die um das Nötigste kämpfen. Sabine Eccel, Gründerin und Leiterin des VinziMarkts in Bozen, einem Laden für Bedürftige, berichtet.
Gedenken an die Toten und Hilfe für die Lebenden
Es ist inzwischen landesweiter Brauch, an den Festen Allerheiligen und Allerseelen für die Verstorbenen zu beten und in deren Gedenken den bedürftigen Mitbürgern Unterstützung zukommen zu lassen. Deshalb werden auch heuer wieder Brüder und Schwestern der Südtiroler Vinzenzgemeinschaft an diesen beiden Tagen an den Eingängen vieler Friedhöfe stehen und um eine Spende für Menschen in Not bitten.
„In den Familien spielen sich Tragödien ab“
Als Obmann der Sozialgenossenschaft zum Heiligen Vinzenz hat Ulrich Graf Toggenburg über zwei Jahrzehnte hinweg den Bau des Altersheimes in der Kapuzinergasse und den Umbau des Altersheimes Schloss Moos bei Sterzing vorangetrieben und umgesetzt. Beide Einrichtungen bieten zusammen 110 Plätze. Im Mai ist der 77-Jährige als Präsident der Genossenschaft zurückgetreten – Anlass für einen Rückblick auf das Erreichte, seinen Blick auf die Armut im Land und besondere Erlebnisse als Ehrenamtlicher.
„Wer kümmert sich um die Häftlinge?“
Sie zählen zur Randgruppe der Gesellschaft, werden oft vernachlässigt und vielfach auch gemieden. Es sind die Insassen einer Strafvollzugsanstalt, landläufig auch als Gefängnis bezeichnet, von denen die Rede ist. Wie aber sollen diese Menschen während ihrer Haftstrafe begleitet und nach ihrer Haftentlassung wieder ins soziale Leben zurückgeführt werden, wenn niemand da ist, der sich um sie kümmert?
Auge und Ohr für Menschen in Not
Mit der Übernahme der Zentralratspräsidentschaft ist der gebürtige Obervinschger Heinrich Erhard seit April der Chef einer der wichtigsten Hilfsorganisationen im Land: der Vinzenzgemeinschaft. Entsprechend seiner Möglichkeiten will der 75-Jährige dazu beitragen, die Not im Land zu lindern und Südtirol noch solidarischer machen.
„Die Anfragen werden mehr, doch unsere Ressourcen sind leider begrenzt“
An den großen Festen im Kirchenjahr wird vermehrt auch der Wert der Nächstenliebe in den Mittelpunkt gerückt. Zahlreiche Organisationen im Land leben diesen jeden Tag. STOL hat den Zentralratspräsidenten der Vinzenzgemeinschaft, Josef Haspinger, um einen kleinen Einblick in die Tätigkeit jener Menschen gebeten, die sich für das Wohl von Bedürftigen einsetzen. Ein Gespräch über wachsende Armut, begrenzte Ressourcen, frustrierende Reaktionen und den starken Willen, etwas Gutes zu tun.
Austausch mit Vinzenzgemeinschaft
Im September wurde die diözesane Kommission für Arbeit und soziale Gerechtigkeit, die sich vor allem um Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung im Bereich der sozialen Gerechtigkeit bemüht, neu bestellt. Erstmals ist ein Vertreter der Vinzenzgemeinschaft Teil dieser diözesanen Kommission, weshalb sich die Kommissionsmitglieder vor Kurzem mit der Konferenz der Vinzenzgemeinschaft Josef Mayr-Nusser von Bozen getroffen haben.
Gedenken an die Toten – Gutes tun für die Lebenden
Der Besuch auf dem Friedhof gehört zu den Traditionen rund um Allerheiligen und Allerseelen. Dabei werden viele Südtiroler am Friedhofseingang Frauen und Männer stehen sehen, die für die örtliche Vinzenzkonferenz um eine Geldspende bitten. „Diese Spendensammlung am Eingang der Friedhöfe ist eine der wichtigen Einnahmequellen für unsere Gemeinschaft“, erklärt Josef Andreas Haspinger, Zentralratspräsident der Südtiroler Vinzenzgemeinschaft.
Wallfahrt der Vinzenzgemeinschaft nach Algund
Am Samstag, 8. Oktober fand die alljährliche Wallfahrt der Vinzenzbrüder und Vinzenzschwestern statt. Nach 2 Jahren pandemiebedingter Unterbrechung hatten sie sich zahlreich eingefunden, aus allen Teilen Südtirols und über Hundert weiteren aus Nordtirol.
Neue VinziTafel in Salurn
Seit 10. April gibt es in Salurn die siebte Südtiroler VinziTafel. Sie ist auf Initiative der Vinzenzgemeinschaft und der Gemeindeverantwortlichen von Salurn entstanden und konnte mit tatkräftiger Unterstützung von Waltraud Terleth und Martha Stocker umgesetzt werden. Einmal pro Woche erhalten bedürftige Menschen in einem Nebenlokal des Salurner Bahnhofes Lebensmittel.
Tourismusgenossenschaft spendet an Vinzenzgemeinschaft
Die Tourismusgenossenschaft Sterzing Pfitsch Freienfeld hat in der Vorweihnachtszeit bei der Öffnung der Türchen des Adventskalenders auf dem Weihnachtsmarkt spenden gesammelt. Nun hat sie das gesammelte Geld an die Vinzenzgemeinschaft Sterzing übergeben.
Der VinziBus fährt nicht mehr
Es war am Abend des 11. März 2003: Freiwillige des VinziBus boten im Bozner Bahnhofspark zum ersten Mal obdachlosen Menschen eine heiße Suppe, Brot und Getränke an. Am 15. November 2021 – mehr als achtzehneinhalb Jahre später – stellte der VinziBus der Südtiroler Vinzenzgemeinschaft seinen Dienst vorläufig ein.



